Claas aus Harsewinkel produziert für die Landwirtschaft Mähdrescher die über digitale Technologien gesteuert werden
Hocheffizienter Mähdrescher von Claas im Einsatz (Bild: Claas KGaA mbH)

Innovation

//Hightech auf dem Acker

Im Zeitalter der Digitalisierung verändert sich auch der traditionsreiche Beruf des Landwirts stark. Mähdrescher wie die Fahrzeuge der Claas KGaA mbH sind mit digitalen Technologien ausgerüstet, die helfen, schneller, effizienter und profitabler als noch vor einigen Jahrzehnten zu arbeiten.

„Claas ist mit seinen modernen Mähdreschern in Europa Marktführer“, erklärt Hans-Jörg Mast, Leiter der Finanzabteilung bei dem Unternehmen Claas, das im westfälischen Harsewinkel ansässig ist. „Weltweit produzieren die 11.000 Mitarbeiter des 1913 gegründeten Familienunternehmens aber nicht nur ein breites Portfolio an Landmaschinen. Auch mit von Claas entwickelter Software können Landwirte ihren Produktionsprozess optimieren.“

Moderne Landmaschinen werden mit digitalen Komponenten kontrolliert und gesteuert (Bild: Claas KGaA mbH) Moderne Landmaschinen werden mit digitalen Komponenten kontrolliert und gesteuert.
Früher war in Mähdrescherkabinen von Hightech wenig zu sehen (Bild: Claas KGaA mbH) Früher war in Mähdrescherkabinen von Hightech wenig zu sehen (Bilder: Claas KGaA mbH).

Digitale Erntehelfer

Zum Beispiel kann der Weg eines Mähdreschers auf den hektargroßen Feldern mit einem satellitengestützten Lenksystem in bis auf zwei Zentimeter genauen, parallelen Bahnen vorausgeplant werden. Selbst ein erfahrener Landwirt kann nicht so präzise lenken. Mit der genauen Autosteuerung lassen sich die volle Schneidbreite des Dreschers besser nutzen und doppelte Wege vermeiden.

Digitale Messtechnik in Verbindung mit spezieller Software von Claas hilft dem Fahrer, alle Arbeitssysteme an Bord des Mähdreschers auf die gerade herrschenden Erntebedingungen, wie zum Beispiel den Feuchtigkeitsgehalt der Körner, einzustellen. Das optimiert die Qualität des Ernteguts. Wenn sich solche Parameter im Laufe des Tages ändern, justiert die Software die Systeme automatisch nach.

Digitalisierung für mehr Effizienz

Mit der Digitalisierung lässt sich Zeit sparen, Ausfälle können verhindert und beste Ernteerträge erzielt werden. Da Lebensmittel in den vergangenen Jahrzehnten immer billiger geworden sind, ist dies für den Landwirt existenziell. Denn wenn er ein angemessenes Einkommen erzielen will, muss er sehr kostengünstig und zeitsparend wirtschaften.

Zusätzlich zu den fest installierten digitalen Elementen unterstützt eine Agrarmanagement-Software, die Claas mitentwickelt hat, den Landwirt. Damit kann er seine Arbeit zum Beispiel besser auf die Witterungsbedingungen abstimmen. Die Software sammelt beim Ernteprozess Daten und hilft damit auch bei der Aussaat oder dem Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Düngte oder spritzte der Landwirt früher den kompletten Acker, macht er dies heute nur noch, wo es wirklich nötig ist. So spart er Kosten und schont die Umwelt.

Optimierte Produktion

Digitale Technik sorgt auch dafür, dass die Erntegeräte mit den Maschinen kommunizieren, die das Getreide abtransportieren. Ist der Getreidetank fast voll, sendet der Mähdrescher ein entsprechendes Signal. Dem Fahrer der Transportmaschine wird mitgeteilt, wie schnell er am Mähdrescher sein soll. Auf seinem Display sieht er den Standort und den schnellsten Weg dorthin. Vor 20 Jahren war eine solche Optimierung der landwirtschaftlichen Produktionskette noch undenkbar. „Eine große Rolle spielt heute auch die sogenannte Sensitivierung der Maschinen beispielsweise durch Kameras, die ihre Umgebung wahrnehmen. Wenn der Mähdrescher bei laufender Fahrt Erntegut übergeben will, findet der Übergabearm kameragesteuert den Ladewagen, der parallel zum Mähdrescher fährt“, erklärt Hans-Jörg Mast.

Um die Landmaschinen mit diesen und weiteren technologischen Innovationen auszustatten, ist viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit erforderlich. Im Rahmen dessen unterhält Claas auch eine Geschäftsbeziehung zur NRW.BANK. Wolfram Buttermann aus dem Bereich Unternehmens- und Infrastrukturfinanzierung begründet das Engagement der Förderbank für Nordrhein-Westfalen: „Claas ist ein sehr erfolgreiches und in der Region seit Langem verwurzeltes Familienunternehmen, das mit seinen innovativen, technisch anspruchsvollen Produkten eine echte Vorreiterrolle einnimmt. Damit ist es nicht nur selbst auf Wachstumskurs: Claas treibt die digitale Entwicklung in Nordrhein-Westfalen voran und unterstützt so die Produktivität der Landwirtschaft und damit verbundener Branchen.“

Stand: 19. August 2016

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Prof. Dr. Tobias Kollmann (links) und Dr. Peter Güllmann unterstützen die Digitale Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Foto: NRW.BANK

Initiative Digitale Wirtschaft NRW fördert innovative Potenziale

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gehört zu den Wachstumsmotoren Nordrhein-Westfalens. Im Jahr 2011 haben dort rund 200.000 Beschäftigte etwa 93 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entsprach fast 17 Prozent des NRW-Inlandsprodukts. Mit der Initiative Digitale Wirtschaft NRW will die Landesregierung die digitale Wirtschaft weiter fördern, aber auch klassische Industriebranchen und Dienstleistungsunternehmen für digitale Themen sensibilisieren. Prof. Dr. Tobias Kollmann, Landesbeauftragter der Initiative, und Dr. Peter Güllmann, Leiter des Bereichs Unternehmensfinanzierung bei der NRW.BANK, im Gespräch.

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