Das Online-Portal www.fashionette.de macht mit unerfüllten Taschenträumen Schluss: Hier sind Taschen neben dem Sofortkauf auch per Ratenkauf erhältlich. Mit dem NRW.BANK.Kreativwirtschaftsfonds ist die NRW.BANK seit 2011 als Investor bei Fashionette beteiligt.
Die Geschäftsführer der Luxury Fashion Trade GmbH (von links): Dr. Sebastian Siebert, Dr. Fabio Labriola, Ronald Reschke und Frank Bütefür (Bild: Luxury Fashion Trade GmbH)

Innovation

//Fashionette: E-Commerce-Erfolg per Ratenkauf

Ob im Büro, auf Partys oder beim Mädelstreff – mit der Tasche einer renommierten Marke oder eines bekannten Designers ernten Frauen die Anerkennung der Modebewussten. Kein Wunder, dass Handtaschen eines der Lieblingsaccessoires der Damen schlechthin sind. Der Haken daran: Sie sind oft sehr teuer. Das Online-Portal www.fashionette.de macht mit unerfüllten Taschenträumen Schluss: Hier sind Taschen neben dem Sofortkauf auch per Ratenkauf erhältlich. Mit dem NRW.BANK.Kreativwirtschaftsfonds war die NRW.BANK seit 2011 als Investor bei Fashionette beteiligt. 2015 erfolgte der erfolgreiche Exit. Ein Investor stieg in das weiterhin auf Wachstumskurs befindliche Unternehmen ein.

Die Anfänge von Fashionette sind untrennbar mit dem ersten Film zur äußerst erfolgreichen TV-Serie „Sex and the City“ verknüpft. Dadurch wurde in Deutschland das „rent a bag“-Angebot eines amerikanischen Unternehmens bekannt – also die Möglichkeit, eine ersehnte, aber preislich aus dem Rahmen des eigenen Budgets fallende Designerhandtasche vorübergehend auszuleihen. Dr. Fabio Labriola, der zusammen mit seiner Frau Julia und seinen beiden Geschäftspartnern, Dr. Sebastian Siebert und Ronald Reschke, auf der Suche nach einer cleveren Geschäftsidee war, ließ sich davon inspirieren: „Mir war immer klar, dass ich irgendwann mein eigenes Unternehmen gründen wollte. Dass es E-Commerce sein sollte, stand für mich auch von Anfang an fest. Offen war nur die Frage: ,Was wollen wir anbieten?'. Die ,rent a bag'-Idee hat uns überzeugt.“ Und sie überzeugte auch die Investoren des Start-ups. So machten sich Fabio Labriola, Sebastian Siebert und Ronald Reschke 2008 mit Fashionette, einem der ersten deutschen Verleihportale für Designerhandtaschen selbstständig.

Zunächst ins richtige Bild für den Online-Katalog gesetzt ... (Bild: NRW.BANK) Zunächst ins richtige Bild für den Online-Katalog gesetzt ... (Bild: NRW.BANK)

Kundenwunsch: Ratenkauf

„Schnell stellte sich heraus, dass unsere Kundinnen sich nach einer Weile nur ungern von ihren liebgewonnenen Taschen trennen und sie lieber kaufen wollten“, berichtet Fabio Labriola, „daraufhin haben wir unser Geschäftsmodell angepasst.“ Den notwendigen Wechsel sieht der studierte Betriebswirt, der vor seiner Existenzgründung als Unternehmensberater arbeitete, ganz pragmatisch: „Ich wusste ja, dass es außergewöhnliches Glück ist, wenn man mit einem Geschäftsmodell von Anfang an einen Volltreffer landet, ohne dass Änderungen erforderlich sind.“

Neben der Finanzierung mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr bietet Fashionette seinen Kundinnen seit Januar 2011 auch den Sofortkauf an. Die Damenwelt ist von dem Angebot begeistert: www.fashionette.de hat monatlich ungefähr 1,5 Millionen Besucher. Fashionette ist inzwischen autorisierter Händler von über 70 Designer-Marken und sieht sich als größte deutsche Online-Boutique für Luxus- und Designertaschen. Daneben hat das Unternehmen mittlerweile Schuhe sowie Accessoires, wie zum Beispiel Sonnenbrillen und Schmuck im Sortiment. Bis zu 100 feste und freie Mitarbeiter sind in Hochzeiten im Einsatz.

... dann noch Maß nehmen ... (Bild: NRW.BANK) ... dann noch Maß nehmen ... (Bild: NRW.BANK)

Erfolgreicher Exit

2010 rüstete sich das Start-up in einer zweiten Finanzierungsrunde mit frischem Kapital aus. Neben den Altinvestoren war seitdem die NRW.BANK über ihren NRW.BANK.Kreativwirtschaftsfonds gemeinsam mit dem Sirius Seedfonds Düsseldorf und weiteren Investoren an dem E-Commerce-Unternehmen beteiligt. Tanja Rosendahl, Teamleiterin Technologie und Kreativwirtschaft der NRW.BANK, erklärt warum: „Fashionette hat uns überzeugt, weil das Geschäftsmodell in Deutschland bis dato einmalig und E-Commerce weiterhin ein Wachstumsmarkt ist.“

... damit alles für Bestellung und Versand stimmt. (Bild: NRW.BANK) ... damit alles für Bestellung und Versand stimmt. (Bild: NRW.BANK)

Mit dem neuen Kapital verfolgte Fashionette weiter das Ziel, unter Europas Online-Mode-Anbietern die erste Adresse für Designertaschen zu werden. Dazu gehörten der Relaunch des Internetauftritts und die Erweiterung des Sortiments  – mittlerweile bietet Fashionette mehr als 5.000 Artikel von Luxus- und Premiummarken an. „Zudem haben wir unsere Internationalisierung weiter vorangetrieben", so Fabio Labriola. Das Ergebnis: 2015 ist das Unternehmen nicht nur in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv, sondern in zehn weiteren europäischen Ländern präsent.

Aufgrund des Unternehmenserfolgs sah die NRW.BANK 2015 auch den richtigen Zeitpunkt für den Exit aus der Beteiligung gekommen. Denn das Ziel, die gute Idee zum Erfolg zu führen, war erreicht. Die Förderbank veräußerte ihre Anteile an der Luxury Fashion Trade GmbH, die als Fashionette.de firmiert, an die Beteiligungsgesellschaft GENUI. Tanja Rosendahl von der NRW.BANK erklärt: „Fashionette.de hat einen Wachstumspunkt erreicht, an dem ein unternehmerisch geprägter Investor die Rahmenbedingungen bietet, das Unternehmen auf die nächste Entwicklungsstufe zu heben. Wir gehen davon aus, dass GENUI gute Voraussetzungen bietet, um das Team bei der weiteren Entwicklung zu unterstützen.“

 

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