Das 2014 mit Unterstützung der NRW.BANK errichtete Jugendzentrum in Porz-Finkenberg hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt.
Walter Grau vom Verein der Offenen Tür Porz e. V. realisierte mit Architekt Werner Wittkowski (li.) das Jugendzentrum und die Kita in Köln-Finkenberg (Foto: NRW.BANK / Lord Otto)

Infrastruktur

//Gefragter Treffpunkt für Jugendliche in Köln

Überdurchschnittlich viele einkommensschwache Haushalte, kinderreiche Familien, Arbeitssuchende und Menschen mit Migrationshintergrund: Porz-Finkenberg in Köln gilt als benachteiligter Stadtteil. Mit viel Engagement setzen sich die Bürger hier für mehr soziale Stabilität ein. 2014 errichtete der gemeinnützige Verein Haus der Offenen Tür Porz e. V. mit Unterstützung der NRW.BANK ein Jugendzentrum, das sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt hat.

Sitzgruppe im Jugendzentrum (NRW.BANK / Lord Otto) Sitzgruppe im Jugendzentrum (NRW.BANK / Lord Otto)

Benachteiligte Bürger zu integrieren, stellt für jede Kommune eine Herausforderung dar. Der gemeinnützige Verein Haus der Offenen Tür Porz e. V. macht sich schon seit der Gründung 1964 dafür stark, Kindern aller sozialen Schichten Räume zu bieten, in denen sie sich entwickeln können. In Porz-Finkenberg profitieren von diesem Angebot vor allem Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Walter Grau, zweiter Vorsitzender des Vereins, berichtet über das Projekt in Finkenberg: „Eigentlich wurde schon vor 40 Jahren im Eingemeindungsvertrag festgelegt, hier ein Jugendzentrum entstehen zu lassen. Wir haben das 2014 wahr gemacht.“

Bau in Rekordzeit

Für rund 5,2 Millionen Euro Baukosten errichtete der Verein auf dem Grundstück Am Kirchenhügel ein 700 Quadratmeter großes Jugendzentrum und eine Kita mit 1.100 Quadratmetern Fläche – in einer Rekordbauzeit von weniger als einem Jahr. Um die Baukosten zu bestreiten, kam unter anderem eine Förderung durch das Programm NRW.BANK.Infrastruktur zum Einsatz. Damit unterstützt die Förderbank für Nordrhein-Westfalen neben Investitionen in Umweltschutz-, Energie- und Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen auch Projekte, die die soziale Infrastruktur und die Bildungslandschaft entwickeln.

Alles an seinem Platz: die Garderobe in der Kita (Foto: NRW.BANK / Lord Otto) Alles an seinem Platz: die Garderobe in der Kita (Foto: NRW.BANK / Lord Otto)

Gern genutztes Angebot

Die rund zehn Sozialpädagogen und ehrenamtlichen Helfer holen die Jugendlichen nicht einfach nur von der Straße. Die Angebote des Zentrums geben ihnen auch die Möglichkeit, soziale Kompetenzen zu erwerben und ihre Potenziale zu entdecken.
In die sechs Gruppen der Kita gehen 90 Kinder. „Viele von ihnen haben ältere Geschwister, die gerne das umfangreiche Angebot des Jugendzentrums nutzen. Dort gibt es ein kostenloses Mittagessen, eine Hausaufgabenbetreuung, mehrere Gruppenräume und Spielmöglichkeiten wie Billard, Tischkicker und eine Spielekonsole“, berichtet Walter Grau. Jeden Tag kommen bis zu 60 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren in das Jugendzentrum. Auch Angebote außer der Reihe wie Kino, Schwimmen oder Kletterwald werden gerne nachgefragt. „Die Kinder und Jugendlichen schätzen unser Angebot sehr und behandeln alles pfleglich. Probleme mit Schmierereien oder Vandalismus haben wir keine – und das ist in einem Viertel wie Finkenberg keine Selbstverständlichkeit“, erklärt Walter Grau.

Sozial und klimaschonend

Aufgrund des effizienten Energiesparkonzepts, das Architekt Werner Wittkowski entwickelte, gehört das Gebäude darüber hinaus zu den Projekten der KlimaExpo.NRW und wurde von der Stadt Köln als Smart City Cologne Projekt ausgezeichnet. Durch ein neuartiges Speicherverfahren für Wärmeenergie versorgt sich der Bau komplett selbst mit Wärme. Mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach werden zudem 70 Prozent des Stroms selbst produziert. Das reduziert die Betriebskosten auf ein Minimum. Insgesamt liegen die Kosten zum Heizen, Kühlen und Lüften rund 80 Prozent unter dem deutschen Durchschnitt. So ist das Jugendzentrum Am Kirchenhügel nicht nur in sozialer Hinsicht ein Leuchtturmprojekt, sondern auch in Sachen Klimaschutz.

 

Stand: 11. April 2017

Der Bau des Jugendzentrums und der Kita wurde gefördert durch:

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