NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017 Beitrag aus dem Kreis Lippe – Flexible Verkehrsformen sichern ÖPNV auf dem Land
Überlandbus (Bild: fotolia.com – grafikplusfoto)

NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017

//Kalletal – Flexible Verkehrsformen sichern ÖPNV auf dem Land

Mit dem demografischen Wandel verringert sich die Bevölkerung im Kreis Lippe bis 2030 um etwa 23 Prozent. Der Öffentliche Nahverkehr verliert allein in der Gemeinde Kalletal knapp 30 Prozent Schüler, seine Hauptkundengruppe. Die „Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe“ (KVG) will mit dem Richtungsbandbetrieb, einer Mischung aus Linienverkehr und Bedarfsverkehr, sowie dem Bürgerauto den Nahverkehr zukunftssicher machen und beide Verkehrsformen dauerhaft in Lippe implementieren. Mit dieser Idee gehört die KVG zu den Finalisten des NRW.BANK.Ideenwettbewerbs 2015-2017.

Das Verkehrskonzept in Kalletal war bisher vor allem an den Belangen des Schülerverkehrs orientiert. Es besteht deutlicher Nachholbedarf für ein regelmäßiges Erschließungssystem für das Kalletal außerhalb der Schulverkehre. Gleichzeitig muss sich der Öffentliche Nahverkehr der Siedlungsstruktur und den individuellen Mobilitätsbedürfnissen des ländlichen Raums anpassen.

Die Idee: Im Linienverlauf werden regelmäßig nachgefragte Haltestellen immer bedient, seltener nachgefragte Haltestellen nur dann, wenn ein Fahrgast einen konkreten Fahrtwunsch beim Fahrer, telefonisch oder online anmeldet. Diese von Verkehrsexperten „Richtungsbandbetrieb“ genannte bedarfsorientierte Anfahrt von Haltestellen hat den Vorteil, dass auch bei schwach nachgefragten Haltestellen und zu schwach frequentierten Zeiten ein Linienbus angefordert werden kann: So bleiben die Menschen auch auf dem Land mobil.

Kleinbusse sind bei der KVG Lippe bereits innerhalb eines Testbetriebes erfolgreich erprobt und die erforderlichen Soft- und Hardwarekomponenten sind vorhanden. Gemeinschaftlich genutzte Bürgerautos sollen die Linienverkehre und den flexibilisierten Richtungsbandbetrieb ergänzen. Das Bürgerauto eines Ortsteils können sich Bürger über ein Buchungssystem für einen bestimmten Zeitraum ausleihen.

Pilotläufe haben gezeigt, dass Bürgerautos zur Ergänzung des öffentlichen Verkehrs in ländlichen Räumen die Mobilität der Bürger weiter verbessern. Zusätzlich wird der CO2-Ausstoß vermindert, wenn Elektroautos eingesetzt werden.

Demografischer Wandel

Ziel ist es, beide Verkehrsformen, Richtungsbandbetrieb und Bürgerauto, dauerhaft im Kreis Lippe zu implementieren und so dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Der Richtungsbandbetrieb ist bereits seit dem 30. November 2015 umgesetzt. Die Umsetzung des Bürgerautos wurde in Piloten wie der Gemeinde Kalletal bereits getestet und soll 2016 in das Gesamtkonzept integriert werden.

Auf dem nun gewonnenen „Ideen-Mining“ der Westfälischen Wilhelms-Universität sollen Fragen zur Umsetzung geklärt werden: zum Beispiel eine nutzerfreundliche Schlüsselübergabe, Zuständigkeit für Fahrzeugeinweisung, Nutzungsverträge und Buchhaltung/Abrechnung sowie Servicedienste.

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