NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017 Beitrag aus Mettmann, wo eine Genossenschaft Quartiere aufwertet
Stadtquartier in Mettmann (Bild: VierViertel für Mettmann eG)

NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017

//Quartierentwicklung in Mettmann

Ein Lebens- und Lernort für Kinder und Jugendliche, der von ihnen weitgehend selbst konzipiert, entwickelt und verwaltet wird – mit dieser Idee einer „Jugendscheune“ punktete VierViertel für Mettmann eG beim NRW.BANK.Ideenwettbewerb. Die Genossenschaft erlangte den dritten Platz für mehrere zum Teil bereits umgesetzte Projekte, die einen wichtigen Beitrag zur Quartiersentwicklung leisten.

VierViertel für Mettmann eG hat sich zum Ziel gesetzt, Schandflecke zu beseitigen und die Lebens- und Aufenthaltsqualität zu steigern. Um Bürger enger in die Stadtentwicklung einzubinden, renoviert die bürgerschaftliche Genossenschaft seit ihrer Gründung im Jahre 2013 gemeinsam mit ihnen verlassene Hinterhöfe und alte, stadtbildprägende Häuser. Die Bürger werden Anteilseigner an der Genossenschaft und damit wiederum an erhaltenswerten Immobilien, die die Genossenschaft pachtet. Mit diesem Modell werden Quartiere und ihr Umfeld aufgewertet. Bürger und Stadt profitieren langfristig von besserer Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Bürgerschaftliches Engagement zahlt sich aus: NRW.BANK-Vorstandsvorsitzender Eckhard Forst (links) gratulierte dem „VierViertel für Mettmann“-Genossenschaftsvorstand, Dr. Peter Feyen (Mitte) und Ingo Grenzstein, zum dritten Platz. (Foto: NRW.BANK) Bürgerschaftliches Engagement zahlt sich aus: NRW.BANK-Vorstandsvorsitzender Eckhard Forst (links) gratulierte dem „VierViertel für Mettmann“-Genossenschaftsvorstand, Dr. Peter Feyen (Mitte) und Ingo Grenzstein, zum dritten Platz. (Foto: NRW.BANK)
 

Bürgerschaftliches Engagement

Der dritte Platz und 5.000 Euro des NRW.BANK.Ideenwettbewerbs 2015-2017 gingen an VierViertel für Mettmann eG. Die Genossenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Bürger enger in die Stadtentwicklung einzubinden, indem sie mit ihnen verlassene Hinterhöfe und alte, stadtbildprägende Häuser renoviert. „VierViertel für Mettmann eG überzeugte uns durch das starke bürgerschaftliche Engagement, das sich hier zeigt“, hieß es von der Jury. „Eine relativ kleine Gruppe von Menschen hat hier deutlich sichtbare Ergebnisse in der Stadt bewirkt und eine Entwicklung angestoßen, die beispielsweise durch die Neugestaltung des Jugendzentrums durch die Jugendlichen selbst fortgesetzt wird.“ Auch dass in Mettmann eine Genossenschaft als kreativer Problemlöser fungiert, hob die Jury positiv hervor, „weil es sich dabei um eine Rechtsform handelt, die eine hohe Verbindlichkeit schafft.“

Kultureller Mittelpunkt

Derzeit beteiligen sich bei „VierViertel für Mettmann“ 35 Anteilseigner  mit über 65 Anteilen. Bei zwei vom Verfall bedrohten Häusern in der Altstadt konnte VierViertel den Eigentümer bei der Sanierung maßgeblich unterstützen. Für eines der Häuser konnte als Mieter das Kunsthaus Mettmann e.V. gewonnen werden, ein neuer kultureller Mittelpunkt in Mettmanns Altstadt.

Jugendscheune liegt zentrumsnah

„Wir kümmern uns um Immobilien, die für primär renditeorientierte Unternehmen uninteressant sind und für die keine kommunalen Fördermittel bereitgestellt werden können“, erklärt Dr. Peter Feyen, Vorsitzender des Vorstands der VierViertel für Mettmann eG. Dazu gehört auch die ehemalige Hofanlage „Gut Klein Born“. Das 3.000 Quadratmeter große Areal grenzt unmittelbar an den städtischen Goethepark an und liegt gerade mal 500 Meter vom Stadtzentrum entfernt, umringt von Wohngebieten und vier Schulen – ein idealer Ort für Kinder und Jugendliche.

Freiräume für Kinder und Jugendliche

In dem Projekt „Jugendscheune“ werden für Kinder und Jugendliche in Selbstverwaltung, aber begleitet von erfahrenen Erwachsenen Freiräume bereitgestellt sowie Übungs- und Lernfelder angeboten. Diese fördern soziale Kompetenzen und ermöglichen Beziehungen, die für ihre persönliche Entwicklung hilfreich sind. „Sie haben die Möglichkeit, in der Freizeit ihren Interessen nachzugehen und Neues zu entdecken. Dabei soll insbesondere die Begegnung mit Gleichaltrigen die Möglichkeit bieten, Freundschaften aufzubauen und persönliche Beziehungs- und Lebensraumveränderungen im Austausch zu reflektieren“, erklärt Dr. Peter Feyen.

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