NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017 Beitrag aus Mettmann, wo eine Genossenschaft Quartiere aufwertet
Stadtquartier in Mettmann (Bild: VierViertel für Mettmann eG)

NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017

//Quartierentwicklung in Mettmann

Schandflecke verschwinden, Quartiere entstehen und die Lebens- und Aufenthaltsqualität steigt – das ist das Ziel von „VierViertel für Mettmann eG“. Um Bürger enger in die Stadtentwicklung einzubinden, renoviert die bürgerschaftliche Genossenschaft gemeinsam mit ihnen verlassene Hinterhöfe und alte, stadtbildprägende Häuser. Die Bürger werden Anteilseigner an der Genossenschaft und damit wiederum an erhaltenswerten Immobilien, die die Genossenschaft pachtet. Mit ihrer Idee gehört die Genossenschaft zu den Finalisten des NRW.BANK.Ideenwettbewerbs.

Die 2013 gegründete Genossenschaft „VierViertel für Mettmann“ kümmert sich um Immobilien, die für primär renditeorientierte Unternehmen uninteressant sind und für die keine kommunalen Fördermittel bereitgestellt werden können.

Die Idee: Anteilseigner erwerben Genossenschaftsanteile (ein Anteil beträgt 500 Euro) und können damit auf die Beratung und Vermittlung der Immobilien-Dienstleistungsgenossenschaft für bestimmte Objekte zugreifen. Eine Rendite von bis zu zwei Prozent ist zwar geringer als die üblicher Immobiliendienstleister, jedoch zielt der Gewinn vor allen Dingen auf die langfristige Steigerung des Verkehrswerts einer Immobilie.

Mit diesem Modell werden Quartiere und ihr Umfeld aufgewertet; Bürger und Stadt profitieren langfristig von besserer Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Renovierung vom Verfall bedrohter Häuser

Aktuell beteiligen sich bei „VierViertel für Mettmann“ 35 Anteilseigner in folgenden Projekten: die Renovierung der verfallenen „Overhoffschen Höfe“ im Stadtzentrum, die Beleuchtung der alten Kirchtreppe – und bei bisher zwei renovierten Fassaden vom Verfall bedrohter Häuser in der Altstadt konnte VierViertel den Eigentümer bei der Sanierung maßgeblich unterstützen. Für eines der Häuser konnte als Mieter das Kunsthaus Mettmann e.V. gewonnen werden, ein neuer kultureller Mittelpunkt in Mettmanns Altstadt.

Im „Ideen-Mining“-Workshop der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster widmete sich die Genossenschaft einem ergänzenden Projekt: dem systemunabhängigen Jugendzentrum. Auf über 600 Quadratmeter Nutzungsfläche in einem alten Bauernhof, nahe des Stadtzentrums, werden Jugendliche von erfahrenen Erwachsenen begleitet, das Jugendzentrum mit zu gestalten. Es geht um Freizeit, Kreativität, Selbstfindung, Berufsausrichtung, eigenständige, kleinere Projekte – orientiert an zukünftigen Herausforderungen.


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