Am 3. Februar 2017 wurden die ersten drei Plätze und der Publikumspreis beim NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017 prämiert
Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK (4. v. l.), zeichnete im Namen der Jury die Gewinner des NRW.BANK.Ideenwettbewerbs 2015-2017 aus: Ingo Grenzstein und Dr. Peter Feyen von der Genossenschaft VierViertel für Mettmann eG. (3. Platz), Bernd Schulze-Waltrup von der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe (1. Platz), Vicky Marschall von dem Verein Angekommen e.V. aus Bochum und Bettina Schmidt, Kommunales Integrationszentrum der Stadt Bochum (2. Platz und Publikumspreis). (Foto: NRW.BANK)

NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017

//Gewinnende Ideen

Die Sieger des NRW.BANK.Ideenwettbewerbs 2015-2017 stehen fest. Der erste Preis ging im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 3. Februar 2017 an die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG) aus Detmold für ihr multimodales Verkehrskonzept. Die Bürgerinitiative Angekommen e. V. überzeugte in der NRW.BANK in Düsseldorf mit ihrem Magazin von Flüchtlingen für Flüchtlinge „here“ gleich doppelt und bekam sowohl den 2. Platz als auch den Publikumspreis zuerkannt. Die Genossenschaft VierViertel für Mettmann eG freute sich über den dritten Platz. Vergeben wurden Preisgelder von insgesamt 31.000 Euro.

Der Wettbewerb der NRW.BANK fördert kreative und innovative Ideen, mit denen die Lebensqualität in Kommunen verbessert werden kann. Dabei konnten Beiträge in den Wettbewerbskategorien „Integration“, „Quartiersentwicklung“, „Entwicklung des ländlichen Raums“ und „Wirtschaftsförderung“ eingereicht werden. Aus 61 Beiträgen hatte die Jury bereits im März 2016 die 17 besten ausgewählt. 12 der Finalisten nahmen die Chance wahr, ihre Ideen in Workshops der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster weiter zu konkretisieren und auf der Abschlussveranstaltung zu präsentieren.

Eckhard Forst, Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK, erklärt: „Nordrhein-Westfalen steckt voller guter Ideen und Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen. Das zeigen die eingereichten Projekte eindrucksvoll. Wir als Förderbank für NRW wollen diesen Ideen Anschub geben.“ Schirmherr Ralf Jäger, Minister für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen, ergänzt: „Ich gratuliere und freue mich mit den Gewinnern, dass ihre Idee jetzt Wirklichkeit wird.“

Erster Platz: Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG)

Eckhard Forst (rechts), Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, überreichte im Namen der Jury den ersten Platz an die KVG Lippe. Eckhard Forst (rechts), Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, überreichte im Namen der Jury den ersten Platz an die KVG Lippe.

Den mit 15.000 Euro dotierten ersten Platz sicherte sich die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG). Denn sie bringt im Kalletal Bewegung in das zuweilen festgefahrene Thema Mobilität in ländlichen Regionen. Die Begründung der Jury lautet: „Das multimediale Verkehrskonzept der KVG mit der Mischung aus Linienverkehr, Bedarfsverkehr und Bürgerauto überzeugt durch seinen innovativen Charakter. Das zentrale Problem, Mobilität für alle in dünn besiedelten Gebieten zu gewährleisten, wurde angepackt und eine Lösung hergestellt, indem verschiedene Verkehrsträger vernetzt werden.“ Für die Nutzung entwickelte das kommunale Unternehmen eine App, mit der sich Fahrten buchen lassen, etwa mit dem geplanten Dorfauto „Kalle“. Auch der Nachhaltigkeitsaspekt von moderner Mobilität wird berücksichtigt, indem E-Bikes und E-Autos zum Einsatz kommen.

Zweiter Platz: Angekommen e.V.

Von Flüchtlingen für Flüchtlinge: Mit dem Magazin „here“ erzielte der Verein Angekommen e.V. nicht nur den zweiten Platz, sondern auch den Publikumspreis. Von Flüchtlingen für Flüchtlinge: Für das Magazin „here“ erzielte der Verein Angekommen e.V. nicht nur den zweiten Platz, sondern auch den Publikumspreis.

Den zweiten Platz erreichte der Verein Angekommen e. V. mit seinem Onlinemagazin „here“. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem vorbildlichen Charakter des Projekts für die Integration von Flüchtlingen. Durch die redaktionelle Mitarbeit seien sie nicht nur in konsequenter Weise eingebunden, sondern erhielten auch einen Ideenraum, in dem sie sich mitteilen und einbringen können. Ferner hob die Jury hervor, dass das Projekt einfach auf andere Städte und Kommunen übertragbar sei. Unabhängig von der Jury wählte das Publikum den Verein zum Sieger des Publikumpreises. Somit können die Bochumer insgesamt 11.000 Euro in die Weiterentwicklung ihres Magazins stecken.

  

Dritter Platz: VierViertel für Mettmann eG

Vier Viertel ergeben ein Ganzes. Und aus der Sicht der Jury den 3. Platz für die Genossenschaft VierViertel für Mettmann eG. Bürgerschaftliches Engagement zahlt sich aus: Der dritte Platz ging an die Genossenschaft VierViertel für Mettmann eG.

Der dritte Platz und 5.000 Euro gingen an VierViertel für Mettmann eG. Die Genossenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Bürger enger in die Stadtentwicklung einzubinden, indem sie mit ihnen verlassene Hinterhöfe und alte, stadtbildprägende Häuser renoviert. „VierViertel für Mettmann eG überzeugte uns durch das starke bürgerschaftliche Engagement, das sich hier zeigt“, hieß es von der Jury. „Eine relativ kleine Gruppe von Menschen hat hier deutlich sichtbare Ergebnisse in der Stadt bewirkt und eine Entwicklung angestoßen, die beispielsweise durch die Neugestaltung des Jugendzentrums durch die Jugendlichen selbst fortgesetzt wird.“ Auch dass in Mettmann eine Genossenschaft als kreativer Problemlöser fungiert, hob die Jury positiv hervor, „weil es sich dabei um eine Rechtsform handelt, die eine hohe Verbindlichkeit schafft.“


Stand: 3. Februar 2017

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