Auch im Jahr 2016 werden wieder zahlreiche innovative Existenzgründer zum Gründergipfel nominiert
Bild: Schwalvenberg Elektrotechnik GmbH & Co. KG

Gründung

//Traditionelles Handwerk mit frischen Ideen

Dirk Schwalvenberg machte sich 2012 selbstständig. Der Essener Unternehmer bietet Beratung, Planung und Ausführung im Bereich der Elektroinstallation für den gewerblichen Kundenbereich. Mit seinen 35 Mitarbeitern verbindet er traditionelles Handwerk mit modernen Dienstleistungen.

Herr Schwalvenberg, warum haben Sie sich selbstständig gemacht?

Ich habe in meiner beruflichen Vergangenheit als Angestellter gesehen, was alles schief gehen kann. Für mich war es nur die logische Konsequenz, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Ich wollte traditionelles Handwerk mit neuen Ansätzen und frischen Ideen verbinden. Ein faires Miteinander unter den Kollegen, eine faire Bezahlung, Fairness gegenüber Nachunternehmern und Lieferanten sowie Rücksicht auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern.

 

Was macht Ihr Unternehmen? Was ist das Besondere, die Idee?

Wir planen und bauen elektrotechnische Anlagen für gewerbliche Kunden und liefern somit ein umfassendes Leistungsspektrum. Was uns allerdings von anderen Unternehmen unterscheidet ist, dass wir das traditionelle Handwerk mit einem modernen Dienstleistungsgedanken verbinden. Wir haben kurze und moderne Kommunikationswege und pflegen ein professionelles Auftreten. Neben dem Blaumann, gehört auch der Geschäftsanzug zu unserer Arbeitskleidung.

(Foto: NRW.BANK)

Was waren und sind Ihre größten Herausforderungen zu einem erfolgreichen Unternehmertum?

Momentan ist unsere größte Herausforderung das schnelle Wachstum. Allein in diesem Jahr wachsen wir erneut über 30 Prozent. Natürlich ist es nicht ganz einfach, die betrieblichen Strukturen einer solchen Entwicklung anzupassen. Es fehlt einfach immer an Personal und Raum. Vor allem macht uns der Fachkräftemangel Sorgen. Denn bei einem ständigen Wachstum ist es schwierig, passendes und geschultes Personal zu finden. Deswegen haben wir bei der Kampagne „Zeig dich Arbeitgeber!“ teilgenommen, mit dem Ziel, bei jungen Menschen bekannter zu werden und ihnen eine Ausbildung bei uns schmackhaft zu machen.

 

Welche Unterstützungsangebote haben Sie genutzt? Welche waren besonders hilfreich?

Die Gründungsberatung der Handwerkskammer hat uns bei unserer Gründung sehr unterstützt. Auch die Förderung der Agentur für Arbeit war in der Anfangszeit sehr hilfreich.

 

Was ist für Sie der größte Unterschied in Ihrem Arbeitsalltag im Vergleich zu vorher?
Durch die Selbstständigkeit genießen wir die Freiheit, über Sachen selbst entscheiden zu können. Wir haben allerdings auch eine große Verantwortung gegenüber unseren Kunden, Mitarbeitern und Nachunternehmern.

 

Was hat sich sonst noch verändert? Wie bewerten Sie Ihre Lebensqualität?
Unsere private und finanzielle Lage hat sich deutlich positiv verändert. Aber unsere Arbeit ist auch zu einem sehr großen Teil unseres Lebens geworden. Wir sprechen deswegen nicht von einer Work-Life Balance, sondern viel eher von einer Work-Life Integration.

 

Welche Vision haben Sie für Ihr Unternehmen? Wo stehen Sie in 15 Jahren?
Momentan stehen wir an einem bedeutenden Scheideweg: Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir bei unserer momentanen Größe bleiben und schlussendlich weniger Projekte annehmen oder ob wir weiter wachsen. Mehr Wachstum heißt allerdings mehr Bürokratie sowie mehr Verwaltung. Dennoch sehen wir uns in 15 Jahren als ein etabliertes mittelständisches Unternehmen, das bundesweit agiert und mit den Mitarbeitern gemeinsam gewachsen ist.

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