Die Fassaden der IDEEFA aus Siegen kombinieren die Vorteile von Photovoltaik und Solarthermie
Die IDEEFA-Geschäftsführer Andreas Tuczek und Sascha Neuburger (Bild: NRW.BANK)

Gründung

//Energieeffiziente Fassaden aus Siegen

Für sein Wohnhaus wollte der Architekt Sascha Neuburger Design mit Klimaschutzfaktor: Eine extravagant anmutende schwarze Glasfassade, die die Vorteile von Photovoltaik und Solarthermie kombiniert. Dafür tüftelte er ein energieeffizientes Fassadenlüftungssystem aus. Um dieses zu vertreiben, gründete er zusammen mit Andreas Tuczek das Unternehmen IDEEFA. Wertvolle Unterstützung in Form von Markt-Know-how und Kontakten bekommt das Start-up über die win NRW.BANK Business Angels Initiative.

Mit seinem Architekturbüro NV-Wohnungsbau arbeitet Diplom-Ingenieur Sascha Neuburger aus Siegen seit 2005 mit experimentellen Bauweisen. 2009 entwickelte er für sein Wohnhaus eine außergewöhnliche Fassadenlösung, die es in dieser Form bis dato nicht gab: Sonnenenergie kommt dabei nicht nur über die Photovoltaikelemente auf der Fassade zum Einsatz, um Strom zu erzeugen. Auch die Absorptionswärme, die im Zwischenraum zwischen der Wand und der Fassade aus schwarzen Solarmodulen entsteht, wird genutzt. Sie liefert erwärmte Luft für eine Luft-Wasser-Wärme-Pumpe, die Warmwasser oder Heizwärme erzeugt. Dadurch lässt sich der Wirkungsgrad der Wärmepumpe signifikant erhöhen. „Bei einer Außentemperatur von minus zwölf Grad Celsius herrschen durch die Absorptionswärme hinter der Fassade bereits plus zwölf Grad Celsius“, erklärt Sascha Neuburger. „Allein durch diesen Temperaturanstieg von 24 Grad Celsius kann die Wärmepumpe bei der Arbeit schon beträchtlich Energie sparen.“

Das Fassadensystem von IDEEFA vereint Energieeffizienz mit Ästhetik (Bild: NRW.BANK) Das Fassadensystem von IDEEFA vereint Energieeffizienz mit Ästhetik (Bild: NRW.BANK)
Mit dem Fassadensystem will das IDEEFA-Gründerduo die Energiewende voranbringen (Bild: NRW.BANK) Mit dem Fassadensystem will das IDEEFA-Gründerduo die Energiewende voranbringen (Bild: NRW.BANK)

Von der Idee zur IDEEFA

„Ursprünglich ging es nur um das Design für mein Haus, aber dann reifte der Entschluss diese funktionale Lüftungsfassade als eigenständige Geschäftsidee anzubieten – das war die Initialzündung für die IDEEFA“, führt Sascha Neuburger aus. Mit Andreas Tuczek holte er sich 2011 für sein Start-up einen Geschäftspartner mit reichlich Erfahrung ins Boot. Als Berater insbesondere für Unternehmen in Krisensituationen bringt Tuczek wichtiges Know-how mit. „Unser Ziel ist, dass über unser Fassadensystem ein durchschnittliches Einfamilienhaus drei Viertel des gesamten Primärenergiebedarfs abdecken kann.“ Die beiden Gründer sind überzeugt: „Jeder versteht die Notwendigkeit der Energiewende, aber es wird nur investiert, wenn der Nutzen groß genug ist.“ Und das intelligente Fassadensystem von IDEEFA hat eine Menge Vorteile: Immobilienbesitzer von Mietobjekten können damit günstige Warmmieten anbieten und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Bei Sanierungen ist das IDEEFA-System ganz einfach auf die bestehenden Mauern oder vorhandene Wärmeverbundsysteme aufzubringen. Ferner sprechen die lange Lebensdauer und die lange Garantie auf die Effizienz der Fassadenelemente dafür. Sascha Neuburger ergänzt: „Das Besondere an unseren Mehrwertfassaden ist, dass sie nicht nur für Energieeffizienz sorgen, sondern auch ästhetisch überzeugen. Die Fassaden können in unterschiedlichen Farben gestaltet werden. Die SIEGENIA GRUPPE, ein führender Hersteller der Beschlagindustrie baut zurzeit ein neues Ausstellungszentrum, an dem das IDEEFA-System in den Firmenfarben des Herstellers eingesetzt wird.“

Wertvolle Hilfe von Business Angels

Bislang realisiert die IDEEFA ihr Fassadensystem in individuellen Projekten, weil es noch kein standardisiertes Produkt gibt. Über ihr Partnernetzwerk kann sie ihre Lösung aber schon in jeder Größenordnung anbieten. Um die Idee für den Massenmarkt weiter zu entwickeln, strebt das Gründungs-Duo ein Joint-Venture an. „Dafür haben wir uns bei der win NRW.BANK Business Angels Initiative vorgestellt und konnten prompt zwei Business Angels für uns begeistern. Darüber haben wir wertvollen Input bekommen, wie wir unser Nutzungskonzept für den Markt weiter optimieren können“, berichtet Andreas Tuczek.

Genau diese Weitergabe von Know-how gehört neben der Vermittlung von Eigenkapital zu den Zielen der win Business Angels Initiative der NRW.BANK. Sie möchte Verbindungen zwischen viel versprechenden Start-ups und Geschäftsleuten, Managern sowie Wirtschaftsexperten herstellen, um die jungen innovativen Unternehmen in der schwierigen Startphase zu unterstützen. Sascha Neugebauer ergänzt: „Außerdem konnten wir über einen Business Angel Kontakte zu großen Unternehmen knüpfen.“

Torsten Klink von der win NRW.BANK Business Angels Initiative erklärt: „Ich glaube, das Fassadensystem von IDEEFA hat großes Potenzial. Es würde mich freuen, wenn es in Zukunft in ganz Deutschland vertrieben wird und wir mit der win NRW.BANK Business Angels Initiative unseren Teil dazu beigetragen haben.“

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