Walzenhersteller Carl Krafft investiert in den Umweltschutz
Geschäftsführer Michael Hess betont, wie wichtig gleichmäßige Temperaturen für den Produktionsprozess sind.

Mittelstand

//Mittelstand: Investitionen in die Zukunft

Dank eines umfassenden Finanzierungspakets ist das Traditionsunternehmen Carl Krafft & Söhne mit Unterstützung der NRW.BANK für die Zukunft gerüstet. Nicht nur die neue Eigenkapitalstruktur, sondern auch Investitionen in die Mobilien und Immobilien sorgen dafür, dass der Maschinenbauer für neue Herausforderungen gewappnet ist.

Ihren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten ist für die Carl Krafft & Söhne GmbH & Co. KG eine Selbstverständlichkeit. Das Dürener Unternehmen produziert unter anderem Walzen für die Papier-, Folien- und Lebensmittelindustrie. Im Frühjahr 2012 begann nun auf dem Firmengelände der letzte Abschnitt der Hallensanierungen. „Alle anderen Gebäude haben wir in der Vergangenheit schon nach und nach umgebaut. Nun ist die große Produktionshalle an der Reihe“, sagt Geschäftsführer Michael Hess.

Die Produktpalette von Carl Krafft Carl Krafft produziert auch rotationssymmetrische Körper.

Ungedämmte Betonwände, alte Drahtglasscheiben und Dachfenster mit Einfachverglasung machten bisher einen hohen Heizaufwand notwendig. Wärmestrahler sorgten zwar für die notwendige Wärme – aber eben nur punktuell. Die bereits sanierte Nachbarhalle wird dagegen mit einer Luftheizung betrieben. Die Folge: weitere Wärmeverluste über das gemeinsame Verbindungstor. „Zudem kann es Probleme bei der Produktion geben“, erläutert Michael Hess, „aufgrund der Temperaturschwankungen können sich Geometriefehler an den Walzen einstellen.“ Ein einheitliches Klima in allen Hallen soll dem künftig abhelfen. Knapp 200.000 Euro investiert das Unternehmen nun in die Sanierung – finanziert über das KfW-Umweltprogramm.

Gleichzeitig wurde im Jahr 2012 ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen unter anderem eine neue CNC-gesteuerte Langdrehmaschine, ein modernes Dreh-Fräs-Zentrum und drei Kräne aufgestellt wurden. Hierfür nahm das Dürener Unternehmen ein Förderprogramm in Anspruch, das aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus den Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gespeist wird. Das NRW/EU.Investitionskapital umfasst ein komplettes Finanzierungspaket, bestehend aus Mezzanine-Kapital in Form eines Nachrangdarlehns sowie eines klassischen Darlehens.

„Um das komplette Finanzierungspaket zusammenzustellen, war ein enormer Abstimmungsprozess notwendig“, sagt Michael Hess rückblickend. Doch er ist sich sicher, dass sich die Mühen lohnen und das Unternehmen auch in der fünften Generation für die Zukunft gerüstet ist. Zumal Krafft auch in neue Maschinen investiert, mit denen die Dürener ihre Produktpalette erweitern können. „Außerdem steigern wir mit den neuen Anlagen unsere Effizienz“, sagt Michael Hess.

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