WHW Walter Hillebrand - Beschichtung und kathodischer Korrosionsschutz von Unternehmen aus Wickede
Sparen mit intelligenten Technologien in ihrem Unternehmen Wasser und damit Kosten: Burkhard Schrage und Reinhard Koch (v. l.) von der WHW in Wickede

Mittelstand

//Mittelstand: Abwasser vermeiden und Entsorgungskosten sparen

Wo hohe Korrosionsbeständigkeit bei hoher Temperaturbelastung gefordert ist, steht die WHW Walter Hillebrand GmbH & Co. KG aus Wickede/Ruhr bereit. Das 1937 gegründete Unternehmen zählt zu den größten Beschichtungsunternehmen in der Automobilindustrie im Bereich des kathodischen Korrosionsschutzes, ein elektrochemisches Schutzverfahren, das vor Rost schützt.

Eine Zink-Nickel-Beschichtung schützt die von WHW verarbeiteten Metallteile vor Korrosion Eine Zink-Nickel-Beschichtung schützt die von WHW verarbeiteten Metallteile vor Korrosion

WHW veredelt Metallteile, die mit Zink-Nickel-Beschichtungen im Motorraum und Bremsenbereich im Automobilbau zum Einsatz kommen. Im Veredelungsprozess fallen Abwässer an. Zur Abwasservermeidung hat WHW Walter Hillebrand GmbH & Co. KG in Maßnahmen investiert, die die NRW.BANK über das Investitionsprogramm Abwasser NRW mit 1,15 Millionen Euro förderte. „Wir wollten die Abwassermengen an den Beschichtungsanlagen verringern und die verbleibenden Abwässer bestmöglich für die Entsorgung aufbereiten“, erklärt Burkhard Schrage, Leiter Finanzen und Personal. „Dazu investieren wir in eine Erweiterung unserer Abwasseranlage und in Technologien, die für eine Reduzierung der Abwässer an der Anlage sorgen.“

Erweiterung der Abwasseranlage spart 30 Prozent Frischwasser

Über eine Ionenaustauschanlage werden bereits jetzt 30 Prozent Frischwasser an der Produktionslinie eingespart, ohne dass die Produktqualität darunter leidet – das sind 20 Kubikmeter am Tag. In der Ionenaustauschanlage wird das Spülwasser aufbereitet und die Abwässer gereinigt. Mit der Erweiterung der Abwasseranlage müssen die Abwässer nicht mehr über die Kläranlage Wickede fremdentsorgt werden.

Wasser-Entsorgungskosten von 500 Euro auf 50 Euro täglich gedrosselt

„Mit unseren zwei neu installierten Verdampfern sparen wir zusätzlich Wasser und Entsorgungskosten“, sagt Reinhard Koch, Leiter Betriebs- und Anlagentechnik. „Pro Verdampfer sparen wir circa 2,5 Kubikmeter belastetes Abwasser täglich ein und speisen das gewonnene Kondensat wieder in den Produktionsprozess zurück – das spart Frischwasser. Hatten wir früher 500 Euro Entsorgungskosten am Tag, sind es heute nur 50 Euro.“

Lars Wiemer, Teamleiter Strukturförderung im Bereich Förderprogrammgeschäft der NRW.BANK, ergänzt: „Die Kombination aus dem Einsatz von Ionenaustauschanlagen und Umkehrosmoseanlagen beziehungsweise Verdampfern ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Abwassermengen und führt zu einer spürbaren Entlastung der Kläranlage.“

Förderberater der NRW.BANK Guido Hellmer aus dem Bereich Spezialförderung und Beratung Förderberater der NRW.BANK Guido Hellmer aus dem Bereich Spezialförderung und Beratung

Bereits in einer sehr frühen Phase des Projekts hat die NRW.BANK die WHW zu den Förderanträgen beraten. „Das Prozedere hat uns gut gefallen“, meint Burkhard Schrage. „Das Schöne war, dass es problemlos, schnell und flüssig funktioniert hat.“ Förderberater der NRW.BANK Guido Hellmer ergänzt: „Die WHW ist hier gemeinsam mit ihrer Hausbank wirklich vorbildlich vorgegangen: Rechtzeitig wurde die NRW.BANK in der Planungsphase eingebunden. So konnten die Gestaltungsmöglichkeiten durch die öffentlichen Förderprogramme optimal genutzt werden.“

Im Laufe des Jahres 2012 führt WHW die neue Anlage ein, die die Abwasserqualität weiter verbessert. „Damit sind wir gewappnet für die Zukunft“, freut sich Reinhard Koch.

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