Beim Fensterbau ist Detailarbeit gefragt.„Wir sind sehr stolz über die Auszeichnung“, erklärt Heinrich Gericks. „Das motiviert!“ Die Jury lobte insbesondere die solide Handwerksgründung und das große technische Know-how des Gründers und der Mitarbeiter, welche durch kontinuierliche Fortbildungen geschult und zur aktiven Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen durch den Firmeninhaber ermuntert werden.
Der 47-jährige Tischlermeister und staatlich geprüfte Holztechniker Heinrich Gericks hatte im Jahr 2007 den alteingesessenen Betrieb „Fenestra“ (lateinisch für „Fenster“) übernommen. Und dies inklusive vier Gesellen und eines Auszubildenden. Heinrich Gericks kannte die Produkte und den Markt genau. 17 Jahre war er zuvor als Produktionsleiter sowie im Vertrieb und im Verkauf eines mittelständischen Fensterbetriebs tätig gewesen.
Heinrich Gericks kann sich auf seine qualifizierten Mitarbeiter verlassen.Fenster nach Maß
„Langsam, aber stetig konnten wir den Umsatz und den Gewinn vergrößern“, freut sich der dreifache Vater. Inzwischen fertigt Heinrich Gericks in seinem 600 Quadratmeter großen Betrieb mit sechs Gesellen, zwei Auszubildenden und hochmodernen CNC-Maschinen hochqualitative Fenster aus Holz und Holz-Aluminium nach Maß. Eingesetzt werden alle Arten von Glas – von normaler Doppelverglasung über Schallschutzglas bis hin zu Sicherheitsglas. Eine Hälfte der Auftraggeber in ganz Nordrhein-Westfalen besteht aus Architekten, die andere Hälfte aus Privatkunden. Die hervorragende Arbeit ist Werbung genug: „Wir leben von Empfehlungen und Mundpropaganda“, erklärt Heinrich Gericks. Als er neue Fenster für eine Villa in Meerbusch angebracht hatte, stand danach fast die ganze Siedlung Schlange.
Wenn Heinrich Gericks übers Fensterbauen mit Holz spricht, kommt er ins Schwärmen. „Wenn das Fenster mit dem Parkett abgestimmt ist, hat das eine enorme Wirkung.“ Nach außen hin sorgt Aluminium für die Witterungsbeständigkeit der Fenster. Zu seinen Lieblingsstücken zählt ein gerade mal 40 mal 40 Zentimeter großes Fenster, das über eine Drehkipp-Funktion verfügt. „Das kriegt man nicht mit normalen Beschlägen hin“, sagt Heinrich Gericks. „Aber wir schafften das.“ Eine Augenweide sind auch die Fenster und Türen, die Fenestra nach historischem Vorbild für denkmalgeschützte Gebäude fertigt.
Das Unternehmen ist in Vreden ansässig.Bereit für Herausforderungen
Gut aufgestellt fühlt sich Heinrich Gericks für eine weitere Verschärfung der Wärmeschutzverordnung. Fenestra will mithelfen, dass nicht weiter Geld zum Fenster hinausgeworfen wird. Sprich: Um 30 Prozent soll der Wärmeverlust durch die Außenhülle des Hauses sinken. Mit neu angeschafften Werkzeugen wird Heinrich Gericks Fenster mit 78 Millimeter Holzstärke verarbeiten. „Ich bin bereit für neue Herausforderungen.“


