Mittelstand: Solaranlagen im Vordergrund - im Hintergrund ein Windrad.

Mittelstand

//Der Markt für regenerative Energien ist im Aufwind

Nordrhein-Westfalen hat eine lange Tradition als Energie-Standort. Stein- und Braunkohle waren und sind bis heute wichtige Energieträger. Doch parallel dazu hat sich im bevölkerungsreichsten Bundesland der Bereich der regenerativen Energien als zukunftsträchtiges Geschäftsfeld etabliert.

Etwa ein Drittel der Stromversorgung Deutschlands kommt aus Nordrhein-Westfalen – circa 40 Prozent des deutschen Industriestroms werden hier verbraucht. Parallel dazu sind hier zahlreiche Unternehmen der Energiewirtschaft entstanden und gewachsen – das Bundesland verfügt damit über ein immenses Know-how rund um das Thema Energie. Das ist zugleich eine solide Basis für künftigen wirtschaftlichen Erfolg in dieser Branche. 

Seit dem Jahr 2000 verzeichnet Deutschland ein starkes Wachstum der Stromerzeugung aus regenerativen Energien. Der Grund hierfür: Dank der Einführung des Erneuerbaren Energiengesetzes (EEG) im Frühjahr 2000 wurden attraktive Einspeisevergütungssätze für den aus regenerativen Energien erzeugten und in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeisten Strom festgelegt. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat sich in Nordrhein-Westfalen im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt. So hat sich zum Beispiel allein die Fläche der hier installierten Solarkollektoren mehr als vervierfacht!

Bürger setzen auf regenerative Energie

Doch nicht nur die politischen Rahmenbedingungen, auch die gesellschaftliche Entwicklung sorgt dafür, dass die Erneuerbaren Energien boomen. Ein schon seit einigen Jahren währender Prozess, der vor dem Hintergrund der Havarie des Atomkraftwerks Fukushima in Japan noch einmal beschleunigt hat. „Klimaschutz ist nicht nur eine ökologische Herausforderung, sondern auch eine ökonomische Chance. In diesem Segment entstehen riesige Märkte“, sagte auch Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen bei seinem Besuch der Hannover Messe 2011, und fügt hinzu: „Die Gewinner werden die Firmen sein, die auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen.“ 

Bereits heute ist das Segment „Regenerative Energie“ ein wichtiges Standbein der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Eine Studie des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) aus Münster belegt: Knapp 3.200 Unternehmen mit insgesamt rund 22.000 Mitarbeitern sind in den Bereichen Planung, Errichtung, Herstellung, Produktion und Service regenerativer Anlagentechnik tätig. Insgesamt erzielten die Betriebe einen Jahresumsatz von rund 5,5 Milliarden Euro.

Tendenz weiter steigend: Laut EnergieAgentur.NRW ist neben der Windkraft und der Solarenergie insbesondere der Bereich Brennstoffzellen und Wasserstoff eine lukrative Zukunftstechnologie. Zahlreiche Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen haben das vielfältige Potential erkannt, forschen und produzieren seit Jahren in puncto regenerative Energie. Wie zum Beispiel die Solarenergie Pirig aus Erftstadt: Geschäftsführer Manfred Pirig fertigt und montiert bereits seit sechs Jahren Fotovoltaikanlagen und gehörte zu den ersten Solartechnikern des Landes. Die Duisburger O-Flexx Technologies GmbH wiederum ist ein Pionier in der Entwicklung und Produktion von kostengünstigen und effizienten thermoelektrischen Generatoren, die nur mit Hilfe von Temperaturdifferenzen elektrische Energie erzeugen können. Und das Kölner Start­up GreenPocket hat es mit innovativen Software­lösungen innerhalb kürzester Zeit zum Innovationsführer in Sachen Energieeffizienz gebracht.

Zur Internetseite der EnergieAgentur.NRW

Zur Internetseite über das Cluster Energieforschung – CEF

Zur Internetseite des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien

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Thermoelektrik sorgt für Klimaschutz

Holger Ulland, Business Development Director des Duisburger Unternehmens O-Flexx Technologies

„Wenn ich diese Welt verlasse, soll sie eine bessere sein.“ Dieses Ansinnen treibt ihn an. Ralph Teunissen, Gesellschafter des Duisburger Unternehmens O-Flexx Technologies.

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Gründung

SmartGrids: GreenPocket sorgt für effizienten Energieeinsatz

Dr. Thomas Goette gründete GreenPocket

Mit innovativen Software-Lösungen die Möglichkeiten von Verbrauchern und Unternehmen deutlich zu verbessern, sich energieeffizienter zu verhalten – das ist das Ziel von Dr. Thomas Goette. Sein Start-up GreenPocket hat sich zum Innovationsführer entwickelt.

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Mittelstand

Mit Fotovoltaikanlagen auf der Sonnenseite

Vorreiter auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien: Geschäftsführer Monika und Manfred Pirig, Kundenberater Patrick Hein und René Hegel (v. l.)

Ein müdes Lächeln erntet Paul Pirig als er 1986 die ersten Solarkollektoren installierte. Knapp zwanzig Jahre später tritt sein Sohn Manfred Pirig in seine Fußstapfen – und führt gemeinsam mit seiner Frau Monika einen florierenden Handwerksbetrieb.

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