Weltweit hat sich der Kikoy inzwischen eine Fangemeinde erobert. Die Einsatzmöglichkeiten eines Kikoys scheinen unbegrenzt: Er kann genutzt werden als Wickelkleid, Schal, Strandtuch, Babytragetuch oder Tischdecke. Die Flugbegleiterin Tania Falcon handelt seit 2009 im Nebenberuf mit dem farbenfrohen, vielseitigen Style-Accessoire.
Tania Falcons Kikoys stehen für Qualität
„Meine Kikoys sind für mich nicht nur Souvenirs“, betont die Frankokanadierin mit deutschen Wurzeln, „sondern sie stehen für mich für Qualität.“ Ihr Lieferant aus Kenia – davon überzeugt sich Tania Falcon regelmäßig – verwendet nur hochwertige Stoffe, von Hand genäht und von guter Qualität, wie sie betont. „Ein gesunder Tausch“, so beschreibt sie ihre geschäftliche Bindung zum Lieferanten. Die Näher in der Produktionsstätte sind mittlerweile für Tania Falcon wie eine Familie. „Die Abläufe in der Produktionsstätte sind transparent und offen. Das war mir wichtig“, sagt Tania Falcon. Und auch, dass sie ihr neues Gewerbe separat von ihrer Haupttätigkeit als Flugbegleiterin betreibt.
Kikoys können genutzt werden als Wickelkleid, Schal, Strandtuch, Babytragetuch oder Tischdecke.
Pendlerin zwischen zwei Berufswelten
Einerseits Unternehmerin, andererseits Flugbegleiterin, pendelt die Kanadierin zwischen zwei Berufswelten. Schon seit 1994 ist sie immer noch mit großer Leidenschaft als Flugbegleiterin tätig: „Nach wie vor macht es mir riesige Freude mit Menschen zusammenzukommen und die Welt zu entdecken.“ Doch der kreative Teil und die Leidenschaft für Stoffe, Farben und das Land Kenia traten immer deutlicher hervor.
Die Nachfrage nach Kikoys wurde immer größer
Und so kam Tania Falcon vor einigen Jahren mit einer Handvoll Kikoys im Gepäck nach Hause, nach Münster, verschenkte sie anfänglich, bis sie sie später auch verkaufte. Das Feedback war so gut, dass sich Tania Falcon die Frage stellte: Kann ich mit Kikoys im Nebenberuf handeln? Die Bedenken waren groß. Doch nach Gesprächen mit ihrem Gründungsberater wurde schnell klar: Der Handel mit dem vielseitig verwendbaren Accessoire Kikoy ist eine lohnende Angelegenheit. Eine Kalkulation wurde erstellt und das Gewerbe „Taanzuri Fashion & Interior“ angemeldet. „Die Nachfrage nach Kikoys wurde einfach immer größer“, erklärt Tania Falcon, sodass sie neben Kikoys auch Sandalen, Taschen und Gürtel in ihr Angebot eingebunden hat. „Dazu war das Mikrodarlehen perfekt geeignet“, sagt sie. Gemeinsam mit der begleiteten Beratung durch einen Gründungscoach wurden Tania Falcon 15.000 Euro Mikrodarlehen bewilligt. Inzwischen hat sie sogar Abnehmer in Spanien, Frankreich und der Schweiz gefunden. Bald möchte Tania Falcon einen Web-Shop eröffnen und einen Mitarbeiter einstellen. „Mein Ziel: noch weiter wachsen, aber in meinem eigenen und für mich gesunden Rahmen.“
