Die NRW.BANK vergibt das NRW/EU.Mikrodarlehen seit Oktober 2008. „Besonders für Kleinstunternehmen mit einem Gesamtfinanzierungsrahmen von ungefähr 30.000 Euro ist das NRW/EU.Mikrodarlehen gut geeignet“, erklärt Margrit Rieger aus dem Bereich Förderprogrammgeschäft der NRW.BANK. „Und für solche, die eine gute Idee haben, aber nicht das notwendige Startkapital.“
400 Kleinstkredite, acht Millionen Euro Gesamtvolumen und mehr als 500 Arbeitsplätze bisher – das ist die positive Gesamtbilanz des NRW/EU.Mikrodarlehens für den Herbst 2011. Darunter sind auch zahlreiche Erweiterungs- und Wachstumsfinanzierungen. „Der Gründer steht bereits auf einem Bein, benötigt aber für sein zweites noch Unterstützung innerhalb der ersten drei Jahre seiner Existenzgründung“, erklärt Margrit Rieger. Seit dem 1. April 2011 ist eine Wachstumsförderung sogar bis zu fünf Jahre nach Gründung möglich.
Vielfältige Unternehmungen
Die Unternehmungen, mit denen Kleinstgründer starten, sind abwechslungsreich: „Das sind ganz vielfältige Ideen, die wir mit dem Mikrodarlehen fördern“, so Silke Ebert. „Sie reichen von der klassischen Gastronomie über Einzelhandelsunternehmungen bis hin zu Online-Shops und Friseursalons. Selbst Fotografen und Rechtsanwälte begleiten wir mit dem Mikrodarlehen auf dem Weg in die Selbstständigkeit.“
Ortwin Weltrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln, Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger, Marina Krüger und Dietmar Binkowska, Vorsitzender der NRW.BANK.Viel Einsatz, viel Kraft und viel Zeit
Viel Einsatz, viel Kraft und viel Zeit müssen Unternehmensgründer in ihr Geschäft stecken. „Wer gründet, muss sich im Klaren darüber sein, dass ihm viel abverlangt wird. Zudem unterschätzen manche die Notwendigkeit kaufmännischer Kenntnisse“, weiß Silke Ebert. „Plötzlich werden die Existenzgründer mit Zahlen und Formularen überschüttet.“ Professionelle Beratung durch erfahrene Coaches ist deshalb – neben dem Kreditbetrag – ein Kernelement des Mikrodarlehens. Der Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK, Dietmar P. Binkowska, erläutert: „Kleinstgründer brauchen zwar relativ wenig Geld, aber der Beratungsbedarf ist nahezu so groß wie für jedes andere Unternehmen. Daher ist die Verknüpfung unseres NRW/EU.Mikrodarlehens mit einer verpflichtenden Begleitberatung für Gründer nur konsequent.“
Gründer haben Durchhaltevermögen
Margrit Rieger: „Ein Teil der Gründer will in die Selbstständigkeit, um sich selbst zu verwirklichen. Diese Gründer haben meist ein sehr großes Potential an Durchhaltevermögen, was bei den immer entstehenden Schwierigkeiten bei einer Gründung sehr hilfreich ist. Existenzgründungen sind eben – wie kleine Pflanzen – auch durch Umstände bedroht, die etablierten Unternehmen kaum etwas ausmachen.“





