Franchiseunternehmen VAPIANO: Ein Koch bereitet die Nudeln direkt an der Verkaufstheke zu

Gründung

//Franchise-Partnerschaften liegen im Trend

Eine bekannte Marke im Rücken gibt Existenzgründern ein Stück Sicherheit. Immer mehr Gründungsinteressierte starten deshalb mit Franchisesystemen in die Selbstständigkeit.

Mehr als in jedem anderen Bundesland setzen Unternehmer in Nordrhein-Westfalen auf Franchise, also die fertige Geschäftsidee unter dem Dach einer bekannten Marke – so das Institut für Markenfranchise. In Zahlen heißt das 17 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2009, die fast 26.000 Unternehmer mit einem Franchisekonzept in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland erwirtschaftet haben.

Für und wider Franchise

Fällt bei der Entscheidung für den Weg in die Selbstständigkeit die Wahl auf ein Franchisesystem, hat das für den Franchisenehmer eine Reihe von Vor- und Nachteilen.
Jörg Ritter, der sich 2009 mit einem Restaurant der Franchise-Kette VAPIANO in Aachen selbstständig gemacht hat, fasst zusammen: „Ein wesentlicher Pluspunkt für mich als Franchisenehmer ist natürlich, dass ich schon vor der Gründung auf den Erfahrungsschatz meines Franchisegebers zurückgreifen kann.“ Das Risiko, Fehlentscheidungen zu treffen, falsche Investitionen zu tätigen oder schlimmstenfalls mit dem falschen Geschäftskonzept am falschen Ort zu sein, minimiert sich dadurch erheblich. Nicht zu unterschätzen sind darüber hinaus die Synergieeffekte: Ein frisch gebackener Unternehmensgründer hat die Möglichkeit, sich mit anderen Franchise-Nehmern seiner Kette, die schon länger am Start sind, auszutauschen und so die Vorteile des Networking zu nutzen. In der Regel bieten die Franchisegeber ihren Partnern auch zahlreiche Service- und Dienstleistungen, um die Erfolgsaussichten zu steigern. Dazu zählen unter anderem betriebswirtschaftliche und fachliche Beratung und Schulungen, Einkaufsvorteile oder Markttests.

Franchise für die Schönheit: Sandra Dörrbecker und Ayme Rößler sind Gründerinnen von „Wax in the City“. Franchise für die Schönheit: Sandra Dörrbecker und Ayme Rößler.

Alles eine Frage des Typs

Doch dies ist nur die eine Seite der Franchise-Medaille. Denn als Gründer sollte man sich gut überlegen, ob man wirklich bereit ist, sich den eigenen unternehmerischen Gestaltungsspielraum von den Vorgaben des Franchisegebers einschränken zu lassen. Schließlich schätzen manche Unternehmer besonders den Entscheidungsfreiraum, den ihnen die Selbstständigkeit bietet. Zudem kann der Franchisenehmer nach Beendigung des Vertrags in der Regel nicht frei über sein Unternehmen verfügen – auch das gilt es zu bedenken.

Eine andere Hürde ist außerdem oft die Schwierigkeit, den „passenden“ Franchisegeber zu finden. Es gibt viele unterschiedliche Angebote, sodass vor der Entscheidung für ein bestimmtes System akribisches Vergleichen in jedem Fall Grundvoraussetzung ist.

Nicht zuletzt sollte man nicht den Erfolg eines Franchise-Modells zum alleinigen Kriterium bei der Wahl erheben. Persönlichkeit und Franchisesystem sollen zusammen passen oder, wie Jörg Ritter resümiert: „Klar, ich könnte woanders mehr verdienen und ich habe mir einige andere Systeme angeschaut – aber es hat mir nirgendwo so gut geschmeckt wie bei VAPIANO, damit kann ich mich wirklich identifizieren!“

Zufrieden mit ihrer Entscheidung für Franchise sind auch Jörg Kreus sowie Sandra Dörrbecker und Ayme Rößler. Der überzeugte Gourmet Jörg Kreus hat sich in Aachen mit einer Filiale von „Barrique“ selbstständig gemacht, wo er Wein und Feinkost verkauft. Und in Düsseldorf sind Sandra Dörrbecker und Ayme Rößler erfolgreich für die Schönheit ihrer Kunden im Einsatz: Ihre Filiale von „Wax in the City“ in der Nähe der Königsallee hat sich sehr gut etabliert.

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