Beim gamesmatch @ gamescom bringt NRW.Europa Spieleentwickler, Publisher und Investoren zusammen
Peter Hentschel und Dr. Beate Ludwig engagieren sich mit NRW.Europa für die Video- und Computerspielbranche (Foto: NRW.BANK / Lokomotiv)

EU-Förderung

//„gamesmatch @ gamescom“ vermittelt Partner in Computerspielbranche

Gemeinsam spielen macht am meisten Spaß – das gilt auch für Computerspiele. Bei ihrer Entwicklung kann Teamplay sogar entscheidend für den Erfolg werden. Bei dem von der NRW.BANK innerhalb des Konsortiums NRW.Europa mitveranstalteten Business-Dating „gamesmatch @ gamescom“ finden bereits zum fünften Mal Spieleentwickler, Publisher und Investoren vom 22. bis 24. August 2017 auf der Kölner Video- und Computerspielmesse zusammen. Anmeldeschluss ist am 15. August 2017. Dr. Beate Ludwig und Peter Hentschel von der NRW.BANK erklären den Ablauf.

Frau Dr. Ludwig, „gamesmatch“ ist ein schönes englisches Wortspiel, frei über- und zusammengesetzt: Für das „Spiel der Spiele“ sorgen Sie für die „passende Verbindung“, richtig?

Dr. Ludwig: Wir schaffen zumindest die Voraussetzungen dafür. Denn mit „gamesmatch“ bringen wir nordrhein-westfälische Player der Computerspielbranche vornehmlich mit ausländischen Interessenten zusammen und geben ihnen die Möglichkeit, persönlich, zeit- und kosteneffizient Kontakte zu potentiellen Geschäftspartnern zu knüpfen. So können wir sie sehr gezielt bei ihren Internationalisierungsaktivitäten unterstützen. Der Rahmen stimmt auch, denn als weltweit größte Messe für Video- und Computerspiele ist die „gamescom“ ohnehin ein Pflichttermin der Branche.

Dr. Beate Ludwig Dr. Beate Ludwig und ...
Peter Hentschel ... Peter Hentschel helfen bei der Anbahnung von Geschäftskontakten (Fotos: NRW.BANK / Lokomotiv)

Foto: Kölnmesse GmbH / Harald Fleissner
 

Spielebranche als Innovationstreiber

Nordrhein-Westfalen zählt zu den umsatzstärksten Games-Standorten Deutschlands. 2015 erwirtschafteten laut Mediennetzwerk NRW rund 70.000 Erwerbstätige der Software- und Games-Industrie 4,4 Milliarden Euro Umsatz. Als Innovationstreiber wirkt die Branche bis in die Digitalisierung klassischer Industrien hinein. Beispielsweise können innovative Games-Technologien, mit denen sich ein Spieler intuitiv durch virtuelle Welten bewegt, auch zur Fehlerreduktion in Bedienungssystemen von Maschinen und Anlagen beitragen. Das Land NRW und die Europäische Union fördern Transfers dieser Art unter anderem durch die Schnittstellen-Initiative Engage.NRW.

Das weltweit größte Event für Computer- und Videospiele und Europas wichtigste Business-Plattform der Games-Branche ist die „gamescom“. Sie findet vom 22. bis 26. August 2017 in der Messe Köln statt. Im vergangenen Jahr kamen 345.000 Besucher aus 97 Ländern in die Rheinmetropole, darunter 30.500 Geschäftsleute, um sich über die Highlights und Trends der 877 ausstellenden Unternehmen aus 54 Ländern zu informieren

Wie finden die Partner zusammen?

Hentschel: Wir kombinieren hier die digitale Welt mit der realen Welt: Zunächst registriert man sich kostenlos unter gamesmatchgamescom2017.b2match.io. Das ist noch bis zum 15. August 2017 möglich. Auf der Internetseite legt man ein Profil an, stellt sich vor und erklärt, was man selbst anbietet, was gegebenenfalls das eigene Alleinstellungsmerkmal ist und welche Partner konkret gesucht werden. Danach kann auf dem ständig aktualisierten Marktplatz in den Kooperationsgesuchen gestöbert werden. Sind ein oder mehrere potenzielle Partner gefunden, reicht jeweils ein Mausklick, um diese für ein persönliches Gespräch beim „gamesmatch“ einzuladen. Man selbst kann solche Einladungen ebenfalls erhalten.

Und ablehnen?

Dr. Ludwig: Natürlich, jeder kann die Einladung ablehnen, wenn es nicht passt. Es hat sich bisher aber gezeigt, dass Gesprächsanfragen sehr gezielt und auf einem hohen qualitativen Niveau erfolgen. Wir greifen mit NRW.Europa mitunter moderierend ein, beispielsweise, wenn die Profile noch nicht vollständig ausgefüllt sind. Denn wir wollen, dass es für alle Beteiligten eine erfolgreiche Veranstaltung wird.

Wie geht es dann weiter?

Hentschel: Nach der Online-Terminfindung treffen sich die Teilnehmer mit ihrem individuellen „gamesmatch“-Kalender auf der „gamescom“. Die Termine auf dem Stand der Film- und Medienstiftung NRW dauern jeweils 20 Minuten und werden in englischer Sprache geführt. In den „Dates“ haben die Teilnehmer Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen, sich über konkrete Projektideen und Innovationspläne auszutauschen und ihre Unternehmen vorzustellen. Vor, während und nach den Meetings stehen wir von NRW.Europa bei Fragen zur Verfügung und informieren, in unserer Rolle als NRW.BANK, auch zum Thema Finanzierung.

Was sind das für Unternehmen, die sich bislang angemeldet haben?

Hentschel: In erster Linie handelt es sich um Games-Developer, Publisher, Investoren und Service-Anbieter. Mit dabei sind auch Designer und Musiker sowie Vertreter von Clustern und Technologiezentren. Aber im Prinzip ist die Bandbreite viel weiter. Wir haben auch schon erfolgreich einen Publisher mit einem Anbieter „gematcht“, der ganz reale Merchandising-Plüschfiguren aus virtuellen Spielfiguren vertreibt. Die Unternehmen jedenfalls kommen aus aller Herren Länder, beispielsweise aktuell aus Thailand oder den USA. Natürlich haben sich viele europäische Firmen angemeldet, aus den Niederlanden, aus Tschechien und Großbritannien sowie aus Deutschland, auch aus Nordrhein-Westfalen – da wird sich bis zum Anmeldeschluss noch viel tun.

Dr. Ludwig: Und die Anmeldung lohnt sich auch: Im vergangenen Jahr arrangierten wir 196 B2B-Meetings mit Akteuren aus 27 Ländern. Die Rückmeldungen zu den Gesprächen waren positiv. Zahlreiche Unternehmen haben passende Kooperationspartner gefunden.

Foto: Kölnmesse GmbH / Oliver Wachenfeld

gamesmatch @ gamescom

Veranstalter des B2B-Matchmakings auf der gamescom 2017 ist NRW.Europa, ein Konsortium aus NRW.BANK, NRW.International GmbH und ZENIT GmbH, das gemeinsam mit rund 600 regionalen Partnern vom Enterprise Europe Network (EEN) im Auftrag der Europäischen Kommission kleine und mittlere Unternehmen bei ihren Internationalisierungsaktivitäten unterstützt.

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