Schlaun-Wettbewerb - Studenten zeigen in Plangebieten in NRW Möglichkeiten auf
Die Dekanin der Fakultät Raumplanung der TU-Dortmund, Prof. Christa Reicher, sprach Grußworte zum 1. Schlaun-Fest.

Bildung

//Schlaun-Wettbewerb öffnet städtebauliche Perspektiven

Der Schlaun-Wettbewerb thematisiert jeweils ein Plangebiet in Nordrhein-Westfalen, an dem Masterstudenten aller deutschsprachigen Technischen Universitäten, Technischen Hochschulen und Fachhochschulen den Bürgern der Stadt zeigen, was möglich wäre, wenn man will. Die NRW.BANK ist Hauptförderin dieses Wettbewerbs.

Der Münsterländer Architekten und Ingenieurverein (MAIV) hat mit dem Schlaun-Wettbewerb eine neue Wettbewerbsplattform ins Leben gerufen. Namenspatron ist Johann-Conrad Schlaun (1695-1773), der in seiner Zeit als Baumeister das Land wie kein anderer prägte. Neben vielen bekannten Schlössern wie Erbdrostenhof in Münster oder Clemenswerth im Emsland, plante und errichtete Schlaun auch Kanäle und Brücken. Die Schlaun-Wettbewerbe richten sich als Ideen-Wettbewerbe an Masterstudenten der Fachrichtungen Städtebau, Landschaftsplanung, Architektur, Bauingenieurwesen und Technische Gebäudeausrüstung (TGA). Grußworte zum 1. Schlaun-Fest am 29. Mai 2011 sprachen die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung in NRW, Svenja Schulze, die Dekanin der Fakultät Raumplanung der TU-Dortmund, Prof. Christa Reicher, Professorin für Städtebau und Dieter Gebhard, Vorsitzender der Landesversammlung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Die Festrede hielt der ehemalige Direktor des Stadtmuseums Münster, Hans Galen.

Eldorado für Studenten

Der erste Schlaun-Wettbewerb widmet sich der Überplanung von zwei Industriebrachen mitten im Stadtgebiet und in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs: Hundhausen und Nahrath. Für junge begabte und hochqualifizierte Studenten dürften die zusammenhängenden Gelände ein Eldorado darstellen, für welche sie ihre Ideen sprudeln lassen können. Im Ergebnis sollen folgende Ziele erreicht werden: Neue attraktive Formen des Wohnens, neue Konzepte zur Verkehrs- und Wegeerschließungen sowie neue Lösungen für stadtquartierbezogenen, regenerativen Energieversorgung. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Masterplan einen möglichen neuen Standort für das sanierungsbedürfte Rathaus berücksichtigt und Lösungsvorschläge zur Überwindung des trennenden Bahndamms enthält. Kurzum: Es geht um Anstöße zur Weiterentwicklung einer Stadt und zur Motivation von Rat, Verwaltung und Bürgern.

Lageplan Für dieses Gebiet werden in Ahlen Ideen gesucht.

Herausforderndes Gebiet

Was erhoffen sich die Initiatoren Heinz-Jürgen Bartel, Dr. Wolfgang Echelmeyer und Hans-Jürgen Harrendorf neben den vielen guten Ideen? Sie sagen: „Ein Traum wäre es, wenn in 20 Jahren ein berühmter Stadtplaner, Architekt oder Ingenieur sagen würde, angefangen hat meine Kariere mit einem Preis beim 1. Schlaun-Wettbewerb des MAIV 2011/2012 für die städtebauliche Entwicklung eines sehr herausforderndem Gebiets in Ahlen.“

Ablauf des Schlaun-Wettbewerbs

Am 27. September werden die Auslobungsunterlagen ins Netz gestellt (Link siehe oben). Details der Auslobung können dann gegen Überweisung einer Schutzgebühr abgerufen werden. Am 18. November treffen sich die Initiatoren mit den Wettbewerbsteilnehmern im Ratssitzungssaal in Ahlen zum Kolloquium. Ein Stadtplaner aus Ahlen erläutert dort seine Stadt und steht für Fragen zur Verfügung. Die Preisgerichtssitzung findet am 20. April 2012 in Ahlen statt. Im Preisgericht werden unter anderem der Präsident der Bundesstiftung Baukultur, Prof. Michael Braum, die Ikone des Städtebaus, Prof. Peter Zlonicky, der Bürgermeister von Ahlen, Benedikt Ruhmöller, und Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK, als Förderer des Wettbewerbs sitzen.  Gefeiert wird auf dem 2. Schlaun-Fest am 3. Juni 2012 im Erbdrostenhof in Münster. Nach der Preisverleihung wird dann auch das Thema des nächsten Schlaun-Wettbewerbs bekannt gegeben. Ein Jahr später wollen die Initiatoren in Ahlen ein Gespräch führen, um zu hören, was aus den vielen Ideen geworden ist oder noch werden wird.

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