Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Das Ziel des Projekts „Active Safety Car“ ist aber durchaus realistisch. Sechs Partner wollen es möglich machen, dass weniger Unfälle zwischen Fußgängern und Pkw stattfinden. Außerdem soll die Zahl der Unfälle und die Höhe der Schäden bei Kollisionen zwischen Pkw reduziert werden.
Kamera und Radar verringern die Unfallgefahr
Geht es nach den Forschern und Entwicklern des „Active Safety Cars“ verfügt das Auto der Zukunft über ein integriertes Fahrerassistenzsystem, das hilft, Unfallgefahren frühzeitig zu erkennen und Unfälle zu vermeiden. Kamera und Radar sind in den Autos integriert und unterstützen die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen. Das gemeinsame Abtasten der Umgebung reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Gefahren „übersehen“ werden.
„Das ganz Besondere des Projekts ist die Tatsache, dass nicht nur die Sensorik des eigenen Fahrzeugs, sondern auch die anderer Verkehrsteilnehmer oder von Verkehrsinfrastuktureinrichtungen wie zum Beispiel Ampeln genutzt wird“, erläutert Professor Anton Kummert von der Bergischen Universität in Wuppertal. Seine Hochschule gehört zu den Projektpartnern von „Active Safety Car“ und entwickelt Komponenten zur tomographischen Objekterkennung. Das sind bildgebende Verfahren, mit denen die räumliche Struktur eines Objekts ermittelt werden kann.
Die Riedel Communications GmbH & Co. KG aus Wuppertal ist ein weiterer Projektpartner. Das Unternehmen steuert die Car-to-Car und die Car-to-infrastructure-Kommunikation bei. Mit ihrer Hilfe wird es unter anderem möglich, die Position von mobilen Objekten in Echtzeit zu bestimmen und weiterzugeben. „Mit der Signalgebung machen wir dem Fahrer das Leben leichter, weil er sich eine Situation nicht erst selbst erschließen muss. Jede Entscheidung, die einem Menschen abgenommen wird, hilft ihm im Straßenverkehr“, erläutert Geschäftsführer Uwe Bingel.
Rund 1,6 Millionen Euro als Zuschuss für die Entwicklung
Das Projektvolumen beläuft sich auf insgesamt 3,9 Millionen Euro und wird aus dem NRW-EU Ziel 2-Programm mit rund 1,6 Millionen Euro unterstützt. Diese Förderung zielt darauf, in Nordrhein-Westfalen die regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zu steigern. In der Förderperiode 2007 bis 2013 stehen Kreativität und Innovationen im Mittelpunkt. Gefördert werden zukunftsweisende Technologien und Dienstleistungen, ungewöhnliche Kooperationen oder neue Ansätze für den Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft.


