Klimaschutz und Ressourcen, die in naher Zukunft erschöpft sein werden, gehören zu den wesentlichen Themen der aktuellen Diskussionen. Sämtliche Automobilproduzenten reagieren auf das zunehmende ökologische und ökonomische Bewusstsein der Autofahrer mit elektrogetriebenen Modellvarianten oder kompletten Neuentwicklungen. Was die Vorreiter der Elektromobilität jedoch nach wie vor nicht zufriedenstellt ist die Integration der notwendigen Ladestationen in das Stadtbild, Sicherheit vor Vandalismus und die wenig nutzerfreundliche Form des „Betankens“ mit einem Kabel.
„Congreen“ beschäftigt sich seit Anfang 2009 mit der drahtlosen Energieübertragung für umweltschonendes Autofahren.Die Lösung: Drahtlose Übertragung elektrischer Energie
„Congreen“, ein Gemeinschaftsprojekt aus zwei Unternehmen und dem Institut für Kraftfahrzeuge an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH), beschäftigt sich deshalb seit Anfang 2009 mit der drahtlosen Energieübertragung für umweltschonendes Autofahren. „Dabei geht es darum, eine kontaktlose Energieübertragung zu entwickeln, die es möglich macht, die Fahrzeugbatterie sehr komfortabel und mehr oder weniger unbemerkt zu laden“, erläutert Dr. Achim Bahr vom Projektpartner IMST GmbH aus Kamp-Lintfort. Und Sebastian Mathar, Projektkoordinator sowie Mitarbeiter der ebenfalls beteiligten RWTH, berichtet: „Als wir mit den Arbeiten begannen, war E-Mobilität noch nicht das Hype-Thema. Trotzdem haben wir schon damals mit unserer Idee überzeugt.“ Damit spricht Mathar die Prämierung des zukunftsweisenden Projekts im Wettbewerb „Automotive.NRW" an.
Die Entwicklungsphase ist im vollen Gange
Drei Module sollen entstehen, um den Ladevorgang ohne konventionelle Stecker und Kabel möglich zu machen: ein Generator, ein Antennen-/Kopplungsmodul sowie ein Empfänger-/Gleichrichterteil. Sobald das Auto zum Stehen kommt, startet automatisch der Ladevorgang. In der Entwicklungsphase konzentriert sich die Partnerschaft aus infrastrukturellen Gründen auf Fahrzeuge mit typischen Aufenthaltsorten – zum Beispiel Busse, die an Haltestellen geladen werden können oder Taxen, die an Taxiständen Strom „tanken“ können.
Mathar: „Unser im Labor erstelltes Prototypensystem funktioniert bereits. Im nächsten Schritt werden wir die Entwicklung auf ein Auto übertragen.“ Wenn das alles funktioniert, denkt das Dreier-Team bereits über einen nächsten Schritt nach: die Aufladung während der Standphasen, zum Beispiel an roten Ampeln. Das verbessert die Energieeffizienz und damit die Attraktivität von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen.
Kein Wunder, dass die drei Projektpartner von „Congreen“ im Wettbewerb „Automotive.NRW" erfolgreich waren und damit die Grundlage für eine Förderung in Höhe von 239.000 Euro aus dem FIT-Programm erfüllt haben.



