1966 erbaut, war das Studentinnenwohnheim modernisierungs- und sanierungsbedürftig. In 16 Monaten wurde es in den Jahren 2008 und 2009 umfassend modernisiert und saniert. „Bei den Bauarbeiten ging es um die Entkernung des Gebäudes. Wir haben neue Leitungen, eine neue Fassade mit Dämmung, ein neues Dach mit Solaranlage und neue Fenster eingebaut“, berichtet Liselotte Kurka, Geschäftsführerin des Kölner Vereins und Trägers Deutsch-Internationaler Kulturverein e. V.
Die Studentinnen und Auszubildenden leben in familiärer Atmosphäre zusammen.
Wohnen und lernen auf dem Campus Muengersdorf
Der Campus Muengersdorf ist heute Wohn- und Lernort zugleich. Neben dem „International College“ mit rund 70 Zimmern für Studentinnen und Auszubildende gibt es das „Domestic Management Center“ als Ausbildungszentrum für Hauswirtschafterinnen und Hotelfachfrauen und das „Conference Center“ als Begegnungsort mit Hochschullehrern und Experten aus Wirtschaft, Politik und Kultur.
Die gemeinsamen Studienräume sind mit PC-Arbeitsplätzen mit Internetzugang ausgestattet, es gibt einen Fitnessraum, schalldichte Musikräume, eine Bibliothek und ein gemeinsames Esszimmer.
Der Campus Muengersdorf ist Wohn- und Lernort zugleich.
Modernisierung nach 40 Jahren
Die NRW.BANK unterstützte die Modernisierung nach den Richtlinien für die Förderung des Studentenwohnraumbaus. „Nach über 40 Jahren mussten wir sanieren und modernisieren“, so Liselotte Kurka. Der Deutsch-Internationale Kulturverein e. V. hatte dafür einen Bauantrag über die Bezirksregierung Köln an das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt. Barbara Fischer, im Förderprogrammgeschäft der NRW.BANK zuständig für Strukturförderung, erklärt: „Gemeinsam mit dem Ministerium haben die NRW.BANK und die Hausbank Paxbank ein positives Votum für die Modernisierung getroffen. Der Zusage lagen förderfähige Investitionen in Höhe von 2,24 Millionen Euro zugrunde. Der zweckgebundene Kredit belief sich auf 1,3 Millionen Euro.“
Gemeinschaftliches Wohnen, Lernen und Leben
Wesentlicher Teil des Konzepts des Campus ist das ihm zugrundeliegende christliche Menschenbild. Die Kapelle bildet dafür den geistlichen Mittelpunkt des Hauses.
Neben dem Fachstudium wird Wert auf das gemeinschaftliche Wohnen, Lernen und Leben in einem familiären Umfeld und der Austausch mit anderen Nationalitäten und Kulturen gelegt. Auch die kulturelle Bildung und die persönliche und berufliche Weiterentwicklung werden unterstützt – mit einem begleitenden Semesterprogramm und studienergänzenden Fortbildungen zu berufsethischen und gesellschaftspolitischen Fragen.
Hilde Müller, Leiterin des Colleges und Conference Centers, sagt: „Wir möchten eine familiäre Atmosphäre schaffen, ein Zuhause. Das bedeutet Vertrauen, Natürlichkeit, gemeinsame Erlebnisse, Gespräche, Gemütlichkeit, aber auch Rücksichtnahme, Teamfähigkeit, zum Ambiente beitragen: Ordnung halten, kleine Aufgaben im Haus übernehmen, auf gepflegte Kleidung achten, Umgangsformen beherzigen und Regeln einhalten.“
