Berufsorientierung - NRW.BANK unterstützt mit Kölner Agentur „Einstieg“ von zwei Schulen
Ina Orth von Einstieg (Bild: Einstieg GmbH)

Gesellschaftliches Engagement

//Berufsorientierung an Düsseldorfer Schulen

Viele Schüler fragen sich spätestens kurz vor dem Abschluss, wie es nach der Schulzeit weitergeht. An ihrem Sitz in Düsseldorf unterstützt die NRW.BANK in Kooperation mit dem Kölner Unternehmen Einstieg die Schüler von zwei Schulen bei der Berufsorientierung. Am Cecilien-Gymnasium in Düsseldorf-Niederkassel entdecken Jugendliche in mehreren Workshops ihre Stärken. An der Hauptschule St. Benedikt lernen Schüler bei einem mehrteiligen Kompetenzcheck ihr Potenzial kennen.

„Es gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben, dass jungen Menschen der Übergang ins Berufsleben gelingt“, erklärt Kirsten Nagel von der NRW.BANK. Die Förderbank für Nordrhein-Westfalen unterstützt daher im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements insbesondere Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft in der Orientierungsphase besonders fördern. Vier Einrichtungen werden derzeit an den zwei Standorten der NRW.BANK unterstützt: in Münster die Hauptschule Coerde und das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, in Düsseldorf die Katholische Hauptschule St. Benedikt und das Cecilien-Gymnasium.

Ina Orth, Beraterin bei „Einstieg“, kümmerte sich um die Gymnasiasten in Düsseldorf. „Das Gymnasium ist längst nicht mehr nur die schulische Vorstufe zum Studium“, stellt sie heraus. Ob eine Ausbildung in Kombination mit einem Studium, studieren im Ausland oder wichtige Praktika – es gibt viele berufliche Möglichkeiten, mit denen sich junge Menschen früh auseinandersetzen sollten. Gleichzeitig meint die Beraterin: „Es ist aber auch wichtig, Druck herauszunehmen. Schüler sollten ihre Zukunft nicht mit zu vielen Ängsten besetzen." Das Berufsorientierungsprojekt setzt genau dort an.

Einbindung der Eltern

Zu Beginn des Orientierungsprojekts am Cecilien-Gymnasium sind zunächst die Eltern mit einem Workshop an der Reihe. Ziel ist es, sie für das Projekt zu sensibilisieren, Vorbehalte auszuräumen, Fragen zum Ablauf zu klären, und vor allem Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie ihre Kinder bei der Suche nach dem passenden Beruf unterstützen können. „Zum letzten Workshop im September 2011 kamen 65 Eltern von 99 Schülerinnen und Schülern. Eine sehr gute Quote, die zeigt, dass sich das Projekt in den letzten Jahren an der Schule etabliert hat“, meint Monika Geerkens, Lehrerin und Projektbeauftragte am Cecilien-Gymnasium.

Nach der Einführungsveranstaltung rücken diejenigen, um die es eigentlich geht, in den Fokus: In dreistündigen Workshops erarbeitet eine Trainerin mit rund zehn Schülern ein individuelles Interessenprofil und hilft dabei, persönliche Stärken und Berufswünsche zu entdecken. Dazu erstellen die Jugendlichen sogenannte „Lebenskarten“ ihrer Interessen und Fähigkeiten, diskutieren darüber mit Mitschülern und ordnen so ihre entdeckten Potenziale und Ziele den Anforderungen unterschiedlicher Berufsfelder und -bilder zu. „In dieser Phase wird schon deutlich, dass die meisten Schüler heutzutage ein klares Bild von dem Beruf haben wollen, den sie später einmal ausüben“, sagt Ina Orth.

Zu Beginn des Orientierungsprojekts machen die Eltern einen Workshop. (Bild: Einstieg GmbH) Zu Beginn des Orientierungsprojekts machen die Eltern einen Workshop. (Bild: Einstieg GmbH)

Prüfungsfragen am PC

Ein anschließender Online-Kompetenzcheck hilft den Jugendlichen dabei, ihr Potenzial zu erkennen. Drei Stunden beantworten sie Fragen zu ihren Fähigkeiten und Interessen am PC. Zugeschnitten sind die Fragen speziell auf Jugendliche, die das Abitur oder Fachabitur anstreben. Im Unterschied zu anderen ermittelt dieser Test nicht einfach nur Berufe, die den Schülern Spaß machen würden. Er liefert auch ein umfassendes Profil der berufsrelevanten Kompetenzen wie Allgemeinwissen, schlussfolgerndes Denken, Technik- oder Textverständnis. Die Ergebnisse werden mit Anforderungen hunderter Berufe aus einer dazugehörigen Datenbank verglichen.

Ständige Verbesserung gefragt

Im Anschluss sprechen die Trainer in Kleingruppenworkshops über die Ergebnisse der einzelnen Projektphasen. „Viele Jugendliche nutzen das Angebot zu persönlichen Einzelgesprächen, die natürlich auch möglich sind“, fügt Ina Orth hinzu. In dieser Phase erhalten die Schüler passende Berufsvorschläge und eine Rückmeldung über ihre Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten.

Die Reaktionen der Schüler auf das Projekt fallen überwiegend positiv aus. In einer Auswertung gaben Schüler an, dass sie in der Projektphase „Dinge über sich erkannten, die einem vorher vielleicht nicht aufgefallen sind“ oder dass sie „präzise Vorschläge zu Studiengängen und Berufswahl“ erhalten haben.

Projekt an der Hauptschule St. Benedikt

Auch an der Hauptschule St. Benedikt in der Düsseldorfer Stadtmitte lernen Jugendliche ihre Fähigkeiten und Interessen besser kennen. Insgesamt 74 Schülerinnen und Schüler werden in einem mehrteiligen Kompetenzcheck für den Orientierungs- und Bewerbungsprozess während beziehungsweise nach der 9. Klasse gestärkt. Im Mittelpunkt stehen zwei Sozialkompetenztage. Dort errichten die Jugendlichen gemeinsam unter anderem einen Turm aus Papier. Damit wird ihnen ihre individuelle Herangehensweise an Problemstellungen vor Augen geführt. Auch finden sie ihre Rolle im Team. Zum Abschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler in Einzelgesprächen mit „Einstieg“ konkrete Tipps für die Berufswahl.

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Bildung: Schülerin in der Diskussion mit anderen Schülern im Sitzkreis (Bild: NRW.BANK)

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