Zehn Schülergruppen präsentierten ihre kreative Ideen beim Wettbewerb „Wir haben Energie! Ideen.Unterricht.Innovationen“ in der NRW.BANK.
Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule Bottrop präsentierte Ergebnisse ihrer Kooperation mit der Hochschule Ruhr West zu Erneuerbaren Energien. (Foto: Udo Geister)

Schülerwettbewerb

//Ausgezeichnete Solarmobile, Wasserglühbirnen und Zukunftsstädte

Kinder und Jugendliche sind nicht nur unsere Zukunft, sie kümmern sich auch darum, dass wir alle eine Zukunft haben. Beim Schülerwettbewerb „Wir haben Energie! Ideen. Unterricht. Innovationen.“ stellten am 16. Februar 2017 zehn Schülergruppen kreative Ideen in der NRW.BANK vor, mit denen Energie gespart und die Umwelt geschützt wird. Gewinner sind Schüler der Realschule im Feytal aus Mechernich, des Berufskollegs Berliner Platz aus Arnsberg und der Willy-Brandt-Gesamtschule aus Bergkamen. Ein Sonderpreis, der Nachhaltigkeitsaward „Energiewende macht Schule“, ging an die Heinrich-Böll-Gesamtschule aus Bochum.

Das Motto der fünften Auflage des Wettbewerbs „Wir haben Energie!“ lautete „Unsere Umwelt – unsere Zukunft“. Ziel war es, die Schüler für die Themen Umwelt und Energie zu sensibilisieren. Ein ganzes Schuljahr haben sich junge Tüftlerinnen und Tüftler der Klassen 5 bis 12 zum Teil jahrgangsübergreifend intensiv mit folgenden Fragen auseinandergesetzt: Welche Möglichkeiten gibt es an der Schule und in der Region, um die Umwelt zu schützen und die Energiewende voranzutreiben? Was kann ich im Alltag tun, um diese Ziele zu erreichen? Alle Schülergruppen, die sich im Sommer 2016 für die Teilnahme beworben hatten, unterstützte die NRW.BANK bereits mit je 500 Euro für die Vorbereitung auf den Wettbewerb. Zehn der nominierten Gruppen präsentierten schließlich ihre Unterrichtsideen und Projekte auf der Abschlussveranstaltung  im Foyer der NRW.BANK in Düsseldorf an Infoständen. Zudem stellten die Schüler der Jury aus Vertretern von Schule, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung ihre Projekte auf einer Bühne vor.

Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, Roland Berger, Vorstand Bildungsgenossenschaft – Beste Chancen für alle eG, und Ulrich Werhöfer, Abteilungsleiter im NRW-Schulministerium, vergaben die jeweils mit 200 Euro dotierten Preise an die Schüler. „Die Förderung der Energiewende ist ein wichtiger Bestandteil der NRW.BANK“, erklärte Eckhard Forst bei der Verleihung. „Durch den Wettbewerb unterstützen wir die Eigeninitiative der Schüler, eine nachhaltige und umweltbewusste Entwicklung ihres ganz persönlichen Umfelds zu gestalten.“

Übersicht über alle Preisträger

Berufskolleg Berliner Platz aus Arnsberg

Die Schüler des Berufskollegs Berliner Platz aus Arnsberg präsentierten der Jury ihre Idee einer Wasserglühbirne. (Foto: Udo Geister) Die Schüler des Berufskollegs Berliner Platz aus Arnsberg präsentierten der Jury ihre Idee einer Wasserglühbirne. (Foto: Udo Geister)

Projekttitel: „Wasserglühbirnen als Bildungsunterstützung der Zusammenarbeit mit dem nationalen Verein/Projekt „Afrika Rise“

Jahrgangsstufe: 11/12

Unterrichtsprojektidee: Wasser streut einfallendes Licht. Dieser Effekt wird in dem Projekt derart optimiert, dass er praktische Anwendung findet in Regionen, in denen die beiden Voraussetzungen von intensiver Sonneneinstrahlung, sprich hoher Lichtintensität einerseits und notwendige Stromeinsparung beziehungsweise fehlende Energieversorgung andererseits, aufeinandertreffen.
Dazu ist geplant, Entwicklungsergebnisse der Projektforschung direkt bei der Partnerschule in Uganda (Buwere Vacational College) anzuwenden. Begleitender Partner ist ein bekannter Musiker der Band „Culcha Candela“.

Urteil der Jury: Die jungen Projektteilnehmer zeigten während ihres Bühnenauftritts, dass sie sehr sicher und lebhaft Verantwortung für ein gesellschaftlich und energetisch wichtiges Thema übernehmen. Hervorzuheben ist die sehr ansprechende Idee und die Tatsache, dass sie in Kooperation mit einer Schule in Afrika umgesetzt werden soll.

Realschule im Feytal aus Mechernich

Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, nahm Platz auf dem E-Kart der Realschule im Feytal. (Foto: Udo Geister) Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, nahm Platz auf dem E-Kart der Realschule im Feytal. (Foto: Udo Geister)

Projekttitel: „E-Kart – Ein Schülertraum angetrieben mit Strom von der Sonne“

Klasse: 9

Unterrichtsprojektidee: Im Unterrichtsprojekt der Realschule im Feytal Mechernich verschafften sich die Schüler zunächst einen theoretischen Überblick über Energie, Klima- und Umweltschutz sowie die Verknüpfung dieser Themen.
Im praktischen Teil des Unterrichts fertigten sie zunächst Solarmodellautos. Anschließend bauten sie ein altes Rennkart so um, dass es mit Solarstrom betrieben werden kann. Bei der Umsetzung halfen kooperierende Unternehmen. Der fertige E-Kart soll im Physikunterricht zur anschaulichen Darstellung von Geschwindigkeit, Bremsweg und Beschleunigung verwendet werden.

Urteil der Jury: Bereits beim Bühnenauftritt und auch später am Ausstellungsstand überzeugte das Schülerteam die Jury mit seinem Konzept zur Energiewende. Der selbstgebaute E-Kart beeindruckte und begeisterte als Beispiel dafür, wie mit regenerativer Energie Mobilität erfahren werden kann.

Willy-Brandt-Gesamtschule aus Bergkamen

„Aufgetankt“ wird dieses Kettcar der Willy-Brandt-Gesamtschule aus Bergkamen durch die Kraft der Sonne. (Foto: Udo Geister) „Aufgetankt“ wird dieser Kettcar der Willy-Brandt-Gesamtschule aus Bergkamen durch die Kraft der Sonne. (Foto: Udo Geister)

Projekttitel: „Solar Racing“

Jahrgangsstufe: 8-10

Unterrichtsprojektidee: Die Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule bauten Kettcars auf Elektroantrieb um, sodass die Sonnenenergie als primäre Energiequelle genutzt wird. Zwischengespeichert wird die Energie in Akkumulatoren. Die Schüler übernahmen selbstständig die gesamte Planung. Die Durchführung von Projekten mit regenerativen Energiequellen ist seit einigen Jahren fest an der Schule implementiert. Es bestehen Kooperationen mehreren Unternehmen.

Urteil der Jury: Das Projekt ermöglicht Schülern, sich mit der Speicherung von erneuerbaren Energien zu beschäftigen und bietet so einen guten Einstieg in das Thema „E-Mobilität“. Durch die Fokussierung des Technikunterrichts auf dieses Thema wird garantiert, dass die Schüler fundiertes Wissen aufbauen.

  

Heinrich-Böll-Gesamtschule aus Bochum

Der Nachhaltigkeitsaward „Energiewende macht Schule“, ein Sonderpreis, ging nach Bochum. (Foto: Udo Geister) Der Nachhaltigkeitsaward „Energiewende macht Schule“, ein Sonderpreis, ging nach Bochum. (Foto: Udo Geister)

Projekttitel: „Green City 2030 – SchülerInnen entwickeln Ideen für die Stadt der Zukunft“

Jahrgangsstufe: 8-10

Unterrichtsprojektidee: Die Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule machten sich vor dem Hintergrund des Klimawandels Gedanken, wie eine Stadt der Zukunft aussehen könnte. Welche Verkehrsmittel gibt es in der Stadt der Zukunft? Wie wird Energie gewonnen? Wie sind die erneuerbaren Energien in die Gebäude integriert? Zu Fragen dieser Art entwickelten sie Ideen. Dazu thematisierten sie im Rahmen des Projektes Folgen und Ursachen des Klimawandels, erarbeiteten Grundlagen der Stadtplanung, erlangten Wissen zu den erneuerbaren Energien und setzten dieses in Zusammenhang mit ihren Projektideen. Neben theoretischen Überlegungen ließen die Schüler in Gruppenarbeit Ergebnisse aus Experimenten zu den erneuerbaren Energien in die Planung der Stadt der Zukunft einfließen. Als Ergebnis wurde ein Modell der Stadt der Zukunft präsentiert.

Urteil der Jury: Das Projekt beleuchtet verschiedene Aspekte, zum Beispiel Fragen der Raum- und Stadtplanung, der Quartiersentwicklung, der Energieversorgung, des Wohnens und der urbanen Grünflächen, und zeichnet sich durch die kreativen Ideen der Schülerinnen und Schüler aus. Vermittelt werden Möglichkeiten für die Schüler, sich an städtischen Zukunftsprozessen zu beteiligen.


Stand: 16. Februar 2017

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