Mit Förderung aus dem Programm NRW.BANK.Moderne Schule fördert die Hauptschule Kamen den Umgang mit digitalen Medien
Digitale Medien sind fester Bestandteil des Unterrichts an der Hauptschule Kamen (Bild: NRW.BANK / Lord Otto)

Bildung

//Digitalisierung hilft bei Integration und Unterricht

Flüchtlingskinder zu integrieren, ist für Schulen eine große Herausforderung. Die städtische Hauptschule Kamen setzt dabei auf die Digitalisierung: „Spezielle Software leistet uns im Unterricht von Deutsch als Fremdsprache für zugewanderte Kinder und Jugendliche wertvolle Hilfe“, erklärt Schulleiter Frank Stewen. Voraussetzung für die Nutzung solcher Medien ist eine zeitgemäße digitale Infrastruktur. Um diese einzurichten, hat die Stadt Kamen als Schulträger unter anderem Mittel aus dem Förderprogramm NRW.BANK.Moderne Schule genutzt.

In ihrer besonderen Funktion als Go-In-Schule unterrichtet die Städtische Hauptschule Kamen 25 Flüchtlingskinder aus Syrien, Afghanistan und Eritrea. Sie sprechen oft kein Wort Deutsch und erhalten im Schulfach Deutsch speziellen Unterricht. Frank Stewen erläutert: „Wir verwenden seit Kurzem eine spezielle Software für den Deutschunterricht für zugewanderte Heranwachsende, die die Kinder in Sprachen wie Arabisch, Kurdisch oder den afghanischen Sprachen Dari und Paschtu akustisch unterstützt. Das ist eine enorme Hilfe, denn das sind ja keine gängigen Fremdsprachen.“

Schulleiter Frank Stewen: „Die Schüler profitieren vom Einsatz digitaler Technik im Unterricht für ihre berufliche Zukunft.“ (Bild: NRW.BANK / Lord Otto) Schulleiter Frank Stewen: „Die Schüler profitieren vom Einsatz digitaler Technik im Unterricht für ihre berufliche Zukunft.“
Die Schüler verfügen dank des Förderprogramms NRW.BANK.Moderne Schule über eine zeitgemäße digitale Infrastruktur (Bild: NRW.BANK / Lord Otto) Die Schüler verfügen dank des Förderprogramms NRW.BANK.Moderne Schule über eine zeitgemäße digitale Infrastruktur (Bilder: NRW.BANK / Lord Otto)

Unterricht spannender gestalten

Natürlich profitieren alle Schüler von der Digitalisierung an der Städtischen Hauptschule Kamen. „Seit 2015 hat unsere Schule ein flächendeckendes WLAN. Damit geben unsere Schüler durchaus schon mal bei ihren Kumpels an, denn das ist heute längst nicht an allen Schulen selbstverständlich“, berichtet Schulleiter Frank Stewen. Bei der Einrichtung des pädagogischen Netzwerks, das aus Datenschutzgründen komplett unabhängig von der digitalen Verwaltungsinfrastruktur ist, wurde großer Wert auf ein wartungsarmes, bedienerfreundliches System gelegt. „Die Stadt Kamen als Schulträger unterstützt uns zudem damit, dass für die Wartung von Software und Serverbetrieb ein externer Dienstleister hinzugezogen wurde. Das entlastet das Lehrerkollegium“, führt Frank Stewen weiter aus.

Den 375 Schülern in Kamen stehen 20 Laptops und ein Raum mit stationären PCs zur Verfügung, an denen die Kinder und Jugendlichen den Umgang mit digitalen Geräten praxisnah erlernen können. Sowohl der Computer-Raum als auch die Laptops sind immer ausgebucht. Was Frank Stewen nicht wundert: „Digitale Medien können den Unterricht spannender machen. So kann ich mit unseren zwei neu angeschafften Beamerwagen mit Blu-Ray-Playern zum Beispiel in jedem Klassenraum naturwissenschaftliche Ereignisse anschaulich erklären.“ Die Beamerwagen müssen einfach nur aufgeschlossen und an die Steckdose angeschlossen werden. Das frühere zeitraubende Organisieren der Einzelteile und das Kabelgewirr beim Zusammenbau entfällt. Im Zuge des Projekts, die Schule ins digitale Zeitalter zu versetzen, wurde überdies die Schulbibliothek mit entsprechender Software, Scanner und Labeldrucker ausgerüstet.

Effiziente Schulverwaltung

In Kamen erleichtern digitale Technologien auch Verwaltungsaufgaben. Das Datum des nächsten Elternsprechtags oder andere Mitteilungen erfahren Schüler und Eltern per App. Das verbessert die Kommunikation mit den Eltern, auch im Sinne von Transparenz und Zeitmanagement.

Die Erarbeitung des digitalen Didaktik- und Medienkonzepts war für die Städtische Hauptschule zeitintensiv und arbeitsaufwendig. Doch schon um dem Bildungsauftrag gerecht zu werden, führte für Schulleiter Frank Stewen daran kein Weg vorbei. Ziel war es, den analogen Unterricht mit den Möglichkeiten digitaler Technik wie zum Beispiel Lernsoftware für die Flüchtlingskinder zu erleichtern und zu bereichern. Dies geschieht nun unter anderem durch die komfortablere Einbindung von Videos. Außerdem sollten die Schüler lernen, PCs und Tablets als Arbeitsgeräte und den Umgang damit als Berufsvorbereitung zu begreifen. Mit Erfolg: „Unsere Schüler schätzen es sehr, dass sie bei uns mit modernsten digitalen Medien arbeiten und davon für ihre berufliche Zukunft profitieren. Zumal das für sie zu Hause nicht immer selbstverständlich ist.“

Stand: 28. Juli 2016

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Michael Schift, stellvertretender Schulleiter, ist zuständig für die Digitalisierung des Berufskollegs Brilon (Bild: NRW.BANK / Lokomotiv)

Das digitale Klassenzimmer

Morgens erstmal per App checken, ob die erste Stunde überhaupt stattfindet, Experimente dank digitaler Technik auch in der letzten Reihe so gut wie am Lehrerpult sehen und Termine für den Elternsprechtag online vereinbaren: Das Berufskolleg Brilon im Hochsauerlandkreis realisiert die „digitale Schule“ unter anderem mit Förderung aus dem Programm NRW.BANK.Moderne Schule.

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