Berufskolleg Brilon im Hochsauerlandkreis realisiert die digitale Schule unter anderem mit Förderung aus dem Programm NRW.BANK.Moderne Schule
Michael Schift, stellvertretender Schulleiter, ist zuständig für die Digitalisierung des Berufskollegs Brilon (Bild: NRW.BANK / Lokomotiv)

Bildung

//Das digitale Klassenzimmer

Morgens erstmal per App checken, ob die erste Stunde überhaupt stattfindet, Experimente dank digitaler Technik auch in der letzten Reihe so gut wie am Lehrerpult sehen und Termine für den Elternsprechtag online vereinbaren: Das Berufskolleg Brilon im Hochsauerlandkreis realisiert die „digitale Schule“ unter anderem mit Förderung aus dem Programm NRW.BANK.Moderne Schule.

Obwohl es das zweitkleinste in NRW ist, bietet das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung Brilon ein breites Angebot an kaufmännischen Bildungsgängen. Es vereint fünf Bildungseinrichtungen unter einem Dach. Im Berufsschulbereich werden Kaufleute im Einzelhandel, Kaufleute für Büromanagement sowie Industrie- und Bankkaufleute ausgebildet. Darüber hinaus gibt es die Berufsfachschule, die Höhere Berufsfachschule (Höhere Handelsschule), ein Wirtschaftsgymnasium und eine Wirtschaftsfachschule.

Digitale Medien im Unterricht kommen bei Lehrkräften und Schülern gut an (Bild: NRW.BANK / Lokomotiv) Digitale Medien im Unterricht kommen bei Lehrkräften und Schülern gut an
Schulleiter Franz-Josef Killing setzt auf den technologischen Wandel im Schulbetrieb (Bild: NRW.BANK / Lokomotiv) Schulleiter Franz-Josef Killing setzt auf den technologischen Wandel im Schulbetrieb
Alle Klassenräume sind mit Beamer, Laptop und Dokumentenkamera ausgerüstet (Bild: NRW.BANK / Lokomotiv) Alle Klassenräume sind mit Beamer, Laptop und Dokumentenkamera ausgerüstet (Bilder: NRW.BANK / Lokomotiv)

„Außergewöhnlich ist in allen Bildungsgängen das Ausmaß, in dem wir sowohl im Verwaltungs- als auch im didaktischen Bereich auf digitale Medien setzen“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Michael Schift. Damit ist das Berufskolleg Brilon ein gutes Beispiel dafür, wie die Landesregierung den Herausforderungen des digitalen Wandels begegnet. Die Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, führt dazu aus: „Nordrhein-Westfalen nutzt die Chancen der Digitalisierung, um die individuelle Förderung und das Lernen in der Schule weiter zu verbessern.“

Praxisnah lernen, effizient verwalten

Die Digitalisierung des Schulbetriebs am Berufskolleg Brilon fängt bereits bei der Möglichkeit an, sich für ein neues Schuljahr online anzumelden. Die rund 800 Schüler und 40 Lehrkräfte nutzen zudem digitale Klassenbücher. Meldet sich etwa ein Schüler im Sekretariat krank, kann der Lehrer dies sofort anhand des entsprechenden Eintrags sehen, aber natürlich solche Einträge auch selbst vornehmen. Die Schüler können nachschauen, was für Hausaufgaben gestellt wurden, wer Tafeldienst hat oder wie der Vertretungsplan aussieht. Da viele Schüler von weit her kommen, ist es für sie besonders wichtig zu wissen, wann Stunden verlegt oder vertreten werden.

Standard in Brilon ist, dass alle Klassenräume über Netzwerkanschlüsse, Beamer, Laptops und eine Dokumentenkamera verfügen. Letztere ist quasi ein digitaler Overhead-Projektor. Sie ist weitaus komfortabler und breiter einsetzbar: Dokumente, Buchseiten, Schülerarbeiten oder auch naturwissenschaftliche Versuche lassen sich damit per Beamer an die Tafel projizieren.

„Im Bereich der Höheren Handelsschule haben wir schon seit acht Jahren sogenannte Laptopklassen. So können wir die Berufsrealität ins Klassenzimmer holen“, legt Michael Schift dar. Bei vielen digitalen Projekten fungiert das Berufskolleg Brilon im Hochsauerlandkreis als Testschule. Die hier gemachten Erfahrungen geben maßgeblich darüber Aufschluss, welche Möglichkeiten der Digitalisierung auch für andere Berufskollegs sinnvoll sind.

Vielseitiges Förderprodukt

Um eine flächendeckende Vernetzung zu gewährleisten sowie Server, Soft- und Hardware anzuschaffen, bedarf es natürlich entsprechender finanzieller Mittel. „Für unsere digitalen Projekte haben wir auch Mittel aus dem Förderprogramm NRW.BANK.Moderne Schule in Anspruch genommen, das uns extrem gute Konditionen bietet“, erklärt Michael Schift. Als Träger des Berufskollegs Brilon hat der Hochsauerlandkreis die Förderung beantragt und die Bildungseinrichtung bei der Beschaffung des technischen Equipments unterstützt. Durch die starke Zinssubventionierung ist NRW.BANK.Moderne Schule das derzeit günstigste Förderprogramm für kommunale Schulträger und kommunale Schulzweckverbände in Nordrhein-Westfalen, um Investitionen in den Bau oder die Modernisierung von Schulen zu finanzieren. In Kombination mit dem Programm NRW.BANK.Kommunal Invest Plus kann zudem der Finanzierungsspielraum noch erweitert werden.

Michael Stölting, Vorstandsmitglied der NRW.BANK, resümiert: „Mit dem Programm NRW.BANK.Moderne Schule wollen wir gemeinsam mit dem NRW-Schulministerium modernes Lernen ermöglichen und die nordrhein-westfälischen Kommunen dabei unterstützen, sich zukunftsfähig aufzustellen. Gerade beim Thema Digitalisierung ist das besonders aktuell und wichtig. Denn diese verläuft rasant und sorgt für eine Veränderung aller Lebensbereiche.“

Das Berufskolleg Brilon wurde gefördert mit:

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