Schülerwettbewerb „Wir haben Energie!“
Eine der prämierten Gruppen bei der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs „Wir haben Energie!“ 2015 (Foto: NRW.BANK)
Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

Bildung

//„Wir haben Energie!“ – Schülergruppen präsentierten mobile Zukunft

Gemeinsam mit „Die Bildungsgenossenschaft – Beste Chancen für geG“ und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung förderte die NRW.BANK im Schuljahr 2014/2015 wieder innovative Ideen im Wettbewerb „Wir haben Energie!“. Zwölf nordrhein-westfälische Schülergruppen aus den Jahrgangsstufen 8 bis 13 präsentierten auf einer Abschlussveranstaltung in der NRW.BANK ihre Projekte zum Thema „Mobilität der Zukunft“ einer Fachjury. Die drei besten Ideen wurden von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann ausgezeichnet.

Sie haben Energie!

Elftklässler des Gymnasiums Straelen

Nach der Schule wurde getüftelt: Steffen, Bela und Kilian aus der 11. Klasse des Städtischen Gymnasiums Straelen bauten aus Sperrholz ein Modellauto, das selbsttätig Hindernissen ausweicht. Der Laserradar stammt aus einem ausgeschlachteten Staubsaugerroboter. Steuern lässt sich das Gefährt per Smartphone-App.  „Wir wollten es so kostengünstig wie möglich machen“, sagen die 17-jährigen Schüler unisono. „Die Arbeit hat Spaß gemacht!“

Schüler des Kardinal von Galen Gymnasiums

Lars und Niklas stinkt’s – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die  beiden 15-jährigen Schüler des Kardinal von Galen Gymnasiums in Münster haben eine Biogas-Anlage gebaut. Sie zeigen auf einen Glaskolben: „Hier kommt die Jauche rein.“ Die darin lebenden Mikroorganismen scheiden Methangas aus, das über einen Schlauch in ein Spielzeugauto geleitet wird. Mit einen Knopfdruck zündet Lars das Gas elektrisch. Mit einem Knall rast das Gefährt davon. „Unser ,Raketenauto'!“, freut sich Niklas über das gelungene Experiment, Mobilität und Biogas zusammenzuführen.

Schüler der Realschule im Feytal in Mechernich

„Es wäre gut, wenn man mehr alternative Energien nutzt“, erklärt Jonas. Zusammen mit seinen 15-jährigen Mitschülern Robin, Nico und Chiron, alle von der Realschule im Feytal in Mechernich, entwickelte der 14-Jährige eine Lösung: Mit Sponsoren und Do-it-Yourself-Bausätzen haben sie eine Pedelecs-Flotte aufgebaut. „Die sind gut für die bergige Eifel“, sagt Chiron und hält eine Schautafel der steilen Topografie rund um Mechernich in die Höhe. „Mein Schulweg!“ Bald hoffen sie, das Material für die geplante Pedelecs-Solartankstelle zusammen zu haben.
 (Fotos: NRW.BANK)

Muskelkraft, Brennstoffzellen, Solarfahrzeuge, E-Bikes oder die Mitfahrzentrale: Was benötigen wir, um von A nach B zu kommen? Welche neuen Ideen und Technologien können helfen, um unnötige Staus zu vermeiden und weitestgehend emissionsfrei zu reisen? Haben diese  Auswirkungen auf die Freizeitgestaltung, das Leben in der Stadt oder auf dem Land? Solche Fragen nach der Mobilität der Zukunft setzen viel in Bewegung. Intensiv haben zwölf Schülergruppen aus ganz NRW im laufenden Schuljahr nach Antworten gesucht – und gefunden.

Unterstützt wurden sie dabei durch den Wettbewerb „Wir haben Energie! Ideen. Unterricht. Innovationen.“ der NRW.BANK und der „Die Bildungsgenossenschaft – Beste Chancen für alle geG“. Zum diesjährigen Motto „Mobilität der Zukunft“ stellten die Nominierten ihre innovativen Unterrichtsideen und Projekte auf einer Abschlussveranstaltung in der NRW.BANK in Düsseldorf einer Jury aus Schule, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung vor. Im Anschluss prämierten NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann, Klaus Neuhaus, Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK (Anm. d. Red.: Seit 1. November 2016 ist Eckhard Forst Vorsitzender des Vorstands) und Roland Berger, Vorstand „Die Bildungsgenossenschaft – Beste Chancen für alle geG“, die besten drei Projektideen.

Intensive Auseinandersetzung, geförderte Kreativität

„Die erneuerbaren Energien liegen mir natürlich besonders am Herzen. Umso mehr freut es mich, wenn sich Schülerinnen und Schüler über längere Zeit mit einem solchen Thema beschäftigen. Denn die Erfahrung zeigt uns, dass gerade die intensive Beschäftigung mit einem bestimmten Thema, sei es im Rahmen einer Unterrichtsreihe oder eines Projektes, bei den Schülerinnen und Schülern selbstbestimmtes und eigenständiges Lernen fördert“, erklärt NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann. Der Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK, Klaus Neuhaus, sagt zum Engagement seines Hauses: „Die Energiewende ist ein Zukunftsthema, das alle Generationen betrifft. Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen ist es unser zentrales Anliegen, Ideen und Kreativität zu fördern und damit innovativen Denkanstößen Raum zu geben.“

Auch Jury-Mitglied Professor Mario Adam, Lehrstuhlinhaber für Erneuerbare Energie und Energieeffizienz an der Fachhochschule Düsseldorf zeigt sich sichtlich erfreut von den Projekten: „Die eingereichten Projektideen machen deutlich, dass sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit energetischen Fragestellungen in vielfältigen Formen auseinandersetzen. Meine persönlichen Favoriten sind die Projekte, die ganz konkrete Energieeinsparungen initiieren.“

Die Schülergruppen hatten sich im Sommer 2014 um die Förderung beworben und ihre Projekte im laufenden Schulhalbjahr umgesetzt. „Wichtige gesellschaftliche Themen für die Schulen aufzubereiten und sie ihnen anzubieten, ist eine zentrale Aufgabe der „Die Bildungsgenossenschaft – Beste Chancen für alle geG“. Wir freuen uns sehr, dass wir mit der NRW.BANK einen innovativen und zuverlässigen Partner für dieses Projekt finden konnten, mit dem wir auch in der Vergangenheit schon gewinnbringend für die Schulen in NRW zusammengearbeitet haben“, erklärt Roland Berger, Vorstand der Bildungsgenossenschaft, die das Projekt umsetzt.
 

Die Sieger

  • Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasium, Marl: Projektkurs Elektromobilität

Der Projektkurs entwickelte mit der Unterstützung der Fachhochschule bzw. der Universität Bochum ein sogenanntes „Velomobil“, ein Kabinenfahrrad mit Elektroantrieb. Nach dem abgeschlossen Bau soll das Elektromobil auf einem Flugplatz in Schulnähe getestet werden.
 

  • Städtisches Gymnasium der Stadt Straelen, Straelen: DROG – Driving Dog

Hinter dem Projekt „DROG – Driving Dog“ steht das Ziel, die Funktionen, aber auch die noch bestehenden Probleme und Schwierigkeiten in technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht bei selbstfahrenden Autos zu verstehen. Dazu entwarf und baute das Team ein funktionsgetreues Modellauto, das mithilfe eines Lidars (Light Desertion And Ranging) seine Umgebung scannen und Hindernissen automatisch ausweichen kann.
 

  • Gymnasium der Gemeinde Steinhagen, Steinhagen: SEAN W.

Das Projekt „SEAN W.“ läuft seit Herbst 2012 am Gymnasium der Gemeinde Steinhagen und setzt sich mit Photovoltaik auseinander. Die Projektgruppe überprüfte, um welchen Prozentsatz sich die Leistung eines mit Phase Chance Material-Granulat gekühlten Photovoltaikmoduls gegenüber herkömmlichen Photovoltaikmodulen steigern lässt. Das Ziel ist, eine möglichst hohe Wirkungsgradsteigerung zu erreichen.
 

Die weiteren nominierten Schulen und Projekte

  • Andreas-Vesalius-Gymnasium, Wesel - Wasserstofffahrzeug
  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Neuss – Mobil in der Zukunft – Neue Ideen zum klimafreundlichen Personen- und Frachtverkehr
  • Kaiser-Karls-Gymnasium, Aachen – Bike-Sharing
  • Kardinal-von-Galen-Gymnasium, Münster – Aus dem Stall in den Motor – mit Biogas in die Zukunft
  • Tremonia-Schule, Dortmund – Tremonia fährt Rad
  • Willy-Brandt-Gesamtschule, Bottrop – Win the race – SchülerInnen entwickeln Fahrzeuge der Zukunft
  • Goldenberg Europakolleg, Hürth – 3D Druck: Produktion ohne Mobilität!
  • Realschule im Feytal, Mechernich – Mobil mit Strom von der Sonne
  • Berufskolleg Berliner Platz, Arnsberg – Gemeinsam fahren – Treibstoff sparen
     

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