Die Firma Bleistahl aus Wetter an der Ruhr hat ihre jüngste Expansion ins Ausland mit Hilfe des Darlehens NRW.BANK.Ausland Invest finanziert.
Produktionshalle der Firma Bleistahl aus Wetter an der Ruhr (Bild: Bleistahl-Produktions GmbH & Co. KG)

Außenwirtschaft

//Finanzierung: Bleistahl expandiert nach China mit NRW.BANK.Ausland Invest

Ihre Produkte tragen maßgeblich zum sparsamen Benzin- und Dieselverbrauch bei, verringern die Abgasemissionen und erhöhen die Lebensdauer der Motoren: Die Firma Bleistahl aus Wetter an der Ruhr verteidigt weltweit ihre Technologieführerschaft bei Ventilsitzringen und Ventilführungen. Die jüngste Expansion ins Ausland hat das exportorientierte Unternehmen mit Hilfe des Darlehens NRW.BANK.Ausland Invest finanziert.

Michael Peussner (Bild: NRW.BANK) Michael Peussner leitet das Finanz- und Rechnungswesen bei Bleistahl (Bild: NRW.BANK)

„Bleistahl ist dort, wo unsere Kunden vertreten sind“, skizziert Michael Peussner, Leiter des Finanz- und Rechnungswesens bei Bleistahl, die Expansionsstrategie. Seit über 45 Jahren arbeitet das Unternehmen als Entwicklungslieferant eng mit Automobilkonzernen zusammen. Zu den Kunden zählen Daimler, BMW, GM und Ford. Als Volkswagen in den 1970er Jahren in Brasilien ein Werk eröffnete, zog dieser Schritt das erste Auslandsengagement von Bleistahl nach sich. Seit 2003 ist der Mittelständler in Südafrika vertreten. Ein Joint-Venture besteht in Indien.

2012 folgte der Ventilsitzringspezialist dem Volkswagen-Konzern nach China, der in Shanghai vornehmlich Automobile für den chinesischen Markt produziert. Vor Ort will Bleistahl dem Kunden als bewährter technischer Partner und Lieferant zur Seite stehen und den chinesischen Mitbewerbern durch eigene Präsenz Paroli bieten. Daher wurde die 100prozentige Tochter Bleistahl Powder Metallurgy Parts (Shanghai) Co. Ltd. gegründet.

Produktionshalle in China (Bild: Bleistahl-Produktions GmbH & Co. KG) In der Produktionshalle der Bleistahl Powder Metallurgy Parts (Shanghai) Co. Ltd. werden Rohlinge mechanisch verarbeitet (Bild: Bleistahl-Produktions GmbH & Co. KG)

Kulturelle Eigenarten

„Das wesentliche Know-how bleibt bei uns in Wetter“, macht Michael Peussner deutlich – und meint damit das Wissen darüber, wie das Material der Komponenten hergestellt und geformt wird, damit es im Motor den hohen mechanischen und thermischen Belastungen standhält. Wie in den anderen internationalen Bleistahl-„Außenposten“ werden in Shanghai lediglich die in Nordrhein-Westfalen produzierten Rohlinge der Ventilsitzringe und Ventilführungen mechanisch bearbeitet. „Da kommt es aber auf absolute Präzision an“, betont Michael Peussner.

Die Leitung des Werks hat Bleistahl dem chinesischen Management vor Ort anvertraut. Dies auch vor dem Hintergrund kultureller Eigenarten in der Geschäftsanbahnung und -abwicklung. Aus Wetter an der Ruhr wurden zwei Mitarbeiter entsandt, um die lokalen Mitarbeiter zu schulen.

Investition von zwei Millionen Euro

Auf der Veranstaltung „Wachstumschance Auslandsgeschäft 2012“ der NRW.BANK berichtete Michael Peussner von der Finanzierung des „Projekts China“. Für die Zwei-Millionen-Euro-Investition konnte Bleistahl der Hausbank einen Businessplan mit genau beziffertem Finanzierungsbedarf, unter anderem für die Anschaffung von Maschinen und die Herrichtung der Werkshalle in Shanghai, vorlegen. Die Hausbank empfahl das zinsgünstige Förderdarlehen NRW.BANK.Ausland Invest.

Ventilsitzringe und Ventilführungen (Bild: Bleistahl-Produktions GmbH & Co. KG) Bleistahl verteidigt weltweit die Technologieführerschaft bei Ventilsitzringen und Ventilführungen (Bild: Bleistahl-Produktions GmbH & Co. KG)

Abfederung des Risikos

„Im Juli 2011 saßen wir in Düsseldorf bei der NRW.BANK zusammen, zwei Monate später waren die Verträge über das Darlehen von einer Million Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren unter Dach und Fach“, erinnert sich Michael Peussner an das nach seinen Worten „absolut überschaubare und unkomplizierte“ Verfahren. Hervor hebt er die Beratung zur Risikoabsicherung des Investments. Ingrid Hentzschel, Abteilungsleiterin Hausbanken- und Fördernehmerberatung bei der NRW.BANK, erklärt: „Im Fall von Bleistahl bot sich eine Investitionsgarantie des Bundes an, mit der das politische Risiko vor Ort abgefedert wurde.“

Bleistahl will weiter expandieren. Derzeit blickt das Unternehmen über den Atlantik. „Wir sind in den USA auf Standortsuche“, berichtet Michael Peussner. Er ist davon überzeugt: „Mit unserem Auslandsengagement sichern wir bei uns in Nordrhein-Westfalen die Arbeitsplätze.“

Bleistahl in Wetter an der Ruhr (Bild: Bleistahl-Produktions GmbH & Co. KG) Firmensitz in Wetter an der Ruhr (Bild: Bleistahl-Produktions GmbH & Co. KG)

Bleistahl-Produktions GmbH & Co. KG

Die Bleistahl-Produktions GmbH & Co. KG entwickelt und produziert Ventilsitzringe und Ventilführungen auf pulvermetallurgischer Basis in Wetter an der Ruhr. Das Familienunternehmen besteht mittlerweile in der dritten Generation. Eng mit Bleistahl verbunden ist der Erfolg des Volkswagens „Käfer“, für den der Firmengründer vor 45 Jahren einen hochverschleißfesten Ventilsitzring entwickelte, der den Einsatz von Aluminium-Zylinderköpfen erlaubte. Wesentlich beteiligt war Bleistahl auch bei der Entwicklung von Ottomotoren, die sich mit den heute üblichen bleifreien Kraftstoffen begnügen. Derzeit optimiert das Unternehmen die Ventiltriebskomponenten der Motoren für Biokraftstoffe. Bleistahl beschäftigt in Wetter an der Ruhr rund 400 Mitarbeiter, weltweit sind es etwa 700. Der Konzernumsatz betrug 120 Millionen Euro im Jahr 2011.

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