Unterstützung in der Wohnungsmarktbeobachtung für Städte und Regionen, die eine eigene Wohnungsmarktbeobachtung betreiben.

//Wohnungsmarktbeobachtung

Fördernehmer:
Kommunen & Kommunalverbände; Wohnwirtschaft
Förderthemen:
Kommunen
Ansprechpartner:
NRW.BANK

In aller Kürze

Aktuelle und umfassende Informationen über die Wohnungsmärkte sind eine wesentliche Voraussetzung für bedarfsgerechtes, vorausschauendes Handeln in Wohnungswirtschaft und Wohnungspolitik. Heutige und zukünftige Probleme der Wohnungsmärkte können von den Entscheidungsträgern nur erkannt werden, wenn eine umfassende Daten- und Informationsbasis zur Verfügung steht. Dazu bedarf es einer kontinuierlichen und differenzierten Wohnungsmarktbeobachtung.


Der Stellenwert der Marktbeobachtung steigt, je stärker sich das allgemeine Wohnungsmarktgeschehen entspannt. Während die Wohnungspolitik in Zeiten hoher Unterversorgung in der Regel nur wenig Daten für ihr Handeln benötigt, ist für die Lösung spezieller Wohnungsmarktprobleme eine umfassende Bereitstellung von Informationen unerlässlich.


Mit ihren Analysen liefert die Wohnungsmarktbeobachtung ein aktuelles und differenziertes Bild der Wohnungsmärkte in Nordrhein-Westfalen. Um dem steigenden Bedarf an regionalen und lokalen Marktinformationen gerecht zu werden, leistet das Team auch fachliche und organisatorische Unterstützung für Städte und Regionen, die eine eigene Wohnungsmarktbeobachtung betreiben.

Bausteine der Wohnungsmarktbeobachtung

Baustein 1: Datenquellen
Die Analysen der landesweiten Wohnungsmarktbeobachtung führen ganz unterschiedliche Datenquellen zusammen. Zusätzlich zu den Daten der amtlichen Statistik und weiterer Anbieter bilden eigene Primärerhebungen der Wohnungsmarktbeobachtung die grundlegende Basis für die Wohnungsmarktanalysen.


Baustein 2: Indikatoren
Grundlage der Wohnungsmarktbeobachtung ist ein Indikatorensystem, das alle quantitativen Daten über den Wohnungsmarkt und seine Einflussfaktoren umfasst. Es beschreibt systematisch die Entwicklung von Angebot und Bedarf auf den landesweiten Wohnungsmärkten. Um eine einseitige Analyse zu vermeiden, werden die quantitativen Daten aus verschiedenen Statistiken qualitativen Informationen aus Befragungen und Interviews gegenübergestellt.


Baustein 3: Analyse und Interpretation
Ergänzend zur reinen Beschreibung der Wohnungsmarktentwicklungen analysiert und interpretiert die Wohnungsmarktbeobachtung die Daten in ihrem Kontext : Welche Trends lassen sich z.B. aus den Zeitreihen erkennen und zu welchen Entwicklungen können sie führen? Die Erklärung und Bewertung bestimmter Wohnungsmarktentwicklungen münden letztendlich in strategischen Aussagen.


Baustein 4: Publikation und Diskussion
Regelmäßig informiert die Wohnungsmarktbeobachtung über die Ergebnisse der Marktbeobachtung. Über eigene Broschüren, Beiträge in der Fachpresse und Vorträge sollen die Ergebnisse eine möglichst breite Öffentlichkeit erreichen.

Die Datenquellen der Wohnungsmarktbeobachtung

Ein Großteil der Daten für die landesweite Wohnungsmarktbeobachtung stammt aus der amtlichen Statistik. Dazu gehören Daten des Landesbetriebs für Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit. Zahlreiche Kommunen und Wohnungsunternehmen liefern zudem wertvolle Daten, die über die amtliche Statistik hinausgehen. Außerdem verfügt der Bereich Wohnraumförderung aus dem Fördergeschäft und der Wohnungsaufsicht über umfangreiche Daten über den sozialen Wohnungsbau und -bestand.

Die Wohnungsmarktbeobachtung führt ergänzend eigene Erhebungen durch:

  • das Wohnungsmarktbarometer, eine Befragung von Fachleuten aus Wissenschaft, Verwaltung, Wohnungspolitik und -wirtschaft,
  • die wohnwirtschaftliche Befragung, eine Befragung von Wohnungsunternehmen,
  • eine Analyse von Wohnungsanzeigen aus den Online-Portalen von Zeitungen,
  • die laufende Auswertung nordrhein-westfälischer Mietspiegel.

Beratung für Städte und Regionen

Kommunen und Regionen in Nordrhein-Westfalen, die in die kommunale oder regionale Wohnungsmarktbeobachtung einsteigen möchten, können auf verschiedene Beratungsleistungen der Wohnungs­marktbeobachtung zurückgreifen. Form und Umfang der Beratungsleistungen werden den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Sie können z.B. folgende Aspekte umfassen:

  • Beratung zur Ausgestaltung des Konzepts: Akteure, Zielfindung, Arbeitsplanung,…
  • Hilfestellung in der Prozesssteuerung: Einrichtung von Unterarbeitsgruppen, strategische Entscheidungen zu Publikation und Marketing,…
  • Unterstützung bei der Auswahl, Darstellung und Interpretation der Indikatoren
  • Bereitstellung wohnungsmarktrelevanter Daten (z.B. aus der amtlichen Statistik und der Förderstatistik des Landes Nordrhein-Westfalen)
  • redaktionelle Unterstützung bei der Erstellung eines ersten Wohnungsmarktberichts

Die Wohnungsmarktbeobachtung bietet zudem eine Wissensdatenbank mit Material zu Indikatoren und verschiedenen Teilaspekten der Wohnungsmarktbeobachtung an (www.wohnungsmarktbeobachtung.de).

Hartz IV und der Wohnungsmarkt

Im Rahmen ihrer Marktbeobachtung untersucht der Bereich Wohnraumförderung der NRW.BANK auch die Folgen der Hartz-IV-Reformen für die Wohnungsmärkte in NRW.

Veröffentlichte Untersuchungsergebnisse
Ausgewählte Befunde sind in den Wohnungsmarktberichten „Info“ der Jahre 2005 bis 2008 enthalten. Eine Bestellmöglichkeit finden Sie unter dem Link „Service-Informationen“. Dort stehen auch die folgenden Dokumente zur Verfügung:

  • Eine Einschätzung des Angebots angemessener Wohnungen mit ausgewählten Strukturdaten für die Kreise und kreisfreien Städte liegt als PDF-Datei vor.
  • Ältere, etwas detailliertere Analysen für drei Städte sind ebenfalls als PDF-Datei verfügbar.
  • PDF-Version von Präsentationsfolien eines Vortrags am Landessozialgericht Essen im Jahr 2009


Erfahrungsaustausch
Am 16. April 2008 lud die NRW.BANK gemeinsam mit dem IRPUD, dem Institut für Raumplanung an der TU Dortmund, zu einer Fachtagung „Hartz IV und der Wohnungsmarkt“ ein. Die Veranstalter waren sehr erfreut über das große Interesse an der Veranstaltung: Rund 170 TeilnehmerInnen trugen zu einer regen fachlichen Diskussion bei.

Als Nachlese ist online umfassendes Informationsmaterial verfügbar, u.a. auch die Präsentationen der Referenten und eine Zusammenfassung der wichtigsten Diskussionsthemen.

Beiträge und Diskussionen in den Arbeitsgruppen im Forum kommunale Wohnungsmarktbeobachtung können Sie unter komwob.de nachlesen.

Am 24. März 2009 fand bei der NRW.BANK ein Expertenworkshop zu der Frage statt, wie sich „gute“, d.h. marktgerechte und rechtssichere Angemessenheitsrichtlinien entwickeln und überprüfen lassen. Eine Dokumentation ist in Arbeit.

Zuletzt aktualisiert am: 14.01.2013

Downloads

Wohnungsmarktbeobachtung - Bausteine der WoB

Wohnungsmarktbeobachtung - Angemessenheit des Mietwohnungsangebots Duisburg 2007

Sonderauswertung aus der Wohnungsmarktbeobachtung NRW auf Basis der Zeitungsanalyse

Wohnungsmarktbeobachtung - Angemessenheit des Mietwohnungsangebots Düsseldorf 2007

Sonderauswertung aus der Wohnungsmarktbeobachtung NRW auf Basis der Zeitungsanalyse

Wohnungsmarktbeobachtung - Angemessenheit des Mietwohnungsangebots Essen 2007

Sonderauswertung aus der Wohnungsmarktbeobachtung NRW auf Basis der Zeitungsanalyse

Wohnungsmarktbeobachtung - Angemessenheit der kommunalen Angemessenheitskriterien

Einschätzungen aus Sicht der Wohnungsmarktbeobachtung NRW als Beitrag zur Fortbildung „Kosten der Unterkunft“ am LSG NRW, 28.01.2009

Wohnungsmarktbeobachtung - Der Wohnungsmarkt für Hartz IV-Haushalte

Eine Analyse des Angebots angemessener Wohnungen i. S. v. SGB II/XII

Wohnungsmarktbeobachtung - Hartz IV und der Wohnungsmarkt NRW

Dokumentation der Tagung von IRPUD und NRW.BANK am 16. April 2008

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E-Mail:wohnungsmarktbeobachtung@nrwbank.de

Karl-Friedrich Hofmann

Leitung Wohnungsmarktbeobachtung

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Fax:0 211 91741-5153

E-Mail:karl-friedrich.hofmann@nrwbank.de

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