Zinsgünstige Darlehen für den Neubau, die Erweiterung oder die Nutzungsänderung von Wohnheimplätzen für Menschen mit Behinderungen.

//Wohnheimförderung - Wohnraum für Menschen mit Behinderungen

Fördernehmer:
Privatpersonen; Wohnwirtschaft
Förderthemen:
Wohnheimförderung
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
NRW.BANK
Ansprechpartner:
Stadt- oder Kreisverwaltung; NRW.BANK

In aller Kürze

Zinsgünstige Darlehen für die Neuschaffung von Wohnplätzen und weiteren Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind alle natürlichen oder juristischen Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen.

Verwendungszweck

Gefördert wird die Neuschaffung von Wohnplätze oder Gemeinschaftsräumen

  • in neuen selbständigen Gebäuden (Neubau),
  • durch Änderung, Nutzungsänderung und Erweiterung von Gebäuden oder
  • durch Änderung von bestehenden Einrichtungen  zur Anpassung an geänderte Wohnbedürfnisse.

Umfang und Konditionen

Zur Förderung der Neuschaffung von Wohnplätzen können folgende Darlehen pro Platz gewährt werden:

  • 33.000 € pro Platz bei Neubau,
  • 25.500 € pro Platz bei Neuschaffung im Bestand
  •   6.000 € zusätzlich pro Platz bei uneingeschränkter Rollstuhlnutzung.

Es können Zusatzdarlehen für folgende Maßnahmen beantragt werden:

  • 800 € pro m² Nutzfläche für zusätzliche Gemeinschaftsräume, maximal 160.000 €,
  • 40.000 € pro Aufzug für zwei erschlossene Ebenen, zuzüglich 10.000 € für jede weitere erschlossene Ebene,
  • 55.000 € pro Aufzug der für den Liegendtransport geeignet ist für zwei erschlossene Ebenen, zuzüglich 10.000 €  für jede weitere erschlossene Ebene,
  • 75% der Herstellungskosten von Außenanlagen, die an den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet sind, maximal 200 € pro m² gestalteter Fläche,
  • 5.000 € pro Wohnplatz für die Errichtung von Gebäuden mit Passivhausstandard,
  • 3.500 € maximal pro Platz für die Erstausstattung eines Wohnplatzes mit festen Einbauten gemäß DIN 276-1,
  • 20.000 € pro zusätzlichem Bad (z. B. Pflege- und Wellnessbad),
  • 2.000 € pro Besucher-WC,
  • 5.000 € pro Gebäude zuzüglich 1.000 € pro Platz in dem Gebäude für besondere Haustechnik/- elektronik aufgrund des Nutzungskonzepts
  • für die Standortaufbereitung und für wohnungswirtschaftliche Quartiersmaßnahmen nach den Wohnraumförderungsbestimmungen.

Zusätzlich können pro Einrichtung maximal zwei Wohnplätze für Gäste oder für die Nutzung in Krisensituationen gefördert werden. Mit Ausnahme der Zusatzdarlehen für den Passivhausstandard und für die Erstausstattung mit Einrichtungsgegenständen können die v. g. Darlehen auch für bestehende Einrichtungen gewährt werden.

Konditionen:

  • Zinsen Wohnheimplätze in Gemeinden des Mietniveaus 1 und 2: 0,5% p. a. bis zum Auslauf der Zweckbindung,
  • Zinsen Wohnheimplätze in Gemeinden des Mietniveaus 3 und 4: 0,0% p. a. bis zum Ablauf des 10. Jahres, danach 0,5% p. a..
  • Nach Ablauf der Zweckbindung werden die Darlehen marktüblich verzinst.
  • Verwaltungskostenbeiträge: einmalig 0,4%, laufend 0,5% p. a., nach Tilgung des Darlehens um 50% erfolgt die Berechnung vom halben Darlehensbetrag;
  • Tilgung: 2% p. a. zuzüglich ersparter Zinsen.
  • Tilgung: 4% p. a. zuzüglich ersparter Zinsen bei Darlehen für Einzelmaßnahmen in bestehenden Einrichtungen.

Auszahlung in drei Raten:

  • 20% bei Baubeginn,
  • 45% nach Fertigstellung des Rohbaus und
  • 35% bei abschließender Fertigstellung oder Bezugsfertigkeit.

Die Förderempfänger müssen eine Eigenleistung in Höhe von mindestens 10% der Gesamtkosten in Form von eigenen Geldmitteln erbringen.

Informationen zu den Mietniveaus der Kommunen erhalten Sie unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service".

Voraussetzungen

Die baulichen Anforderungen an Einrichtungen mit umfassendem Leistungsangebot gemäß Wohn- und Teilhabegesetz vom 2.10.2014 und der Verordnung zur Durchführung des Wohn- und Teilhabegesetzes vom 23.10.2014, insbesondere an die Wohnqualität sind einzuhalten. Ergänzend sind folgende Anforderungen zu erfüllen:

An einem Standort (in unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit anderen Einrichtungen) darf die Zahl von 24 Wohnplätzen einschließlich bereits vorhandener Plätze nicht überschritten werden. Abweichungen sind im Zusammenhang mit einem Gesamtkonzept zur Anpassung bestehender Einrichtungen an heutige Wohnstandards und zur Verkleinerung von Großanlagen möglich.

Die Gebäude sind mit guter Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und möglichst in zentraler Ortslage zu errichten.

Die Wohnplätze müssen barrierefrei errichtet werden. Hierbei ist insbesondere die DIN 18040 Teil 2 (Wohnungen) zu beachten. Bei Wohnplätzen, die für Rollstuhlnutzer zweckbestimmt sind, ist die DIN 18040-2 einschließlich aller mit R markierten Regelungen einzuhalten. Einrichtungen mit mehreren Ebenen müssen mit einem Aufzug ausgestattet sein, der alle Ebenen stufenlos verbindet.

Die Wohnplätze sind wie folgt zu gestalten:

Individualplätze sollen jeweils einen Wohnschlafraum (mindestens 14 m² für Rollstuhlnutzer 16 m²), einen Vorraum, einen Sanitärraum und eine Kochgelegenheit erhalten. Für die Individualplätze ist pro Gebäude mindestens ein Gemeinschaftsraum und ein Vorrats- oder Abstellraum vorzusehen. Es ist entweder ein Freisitz vor jedem Wohnschlafraum oder ein Freisitz vor dem Gemeinschaftsraum in ausreichender Größe für die gleichzeitige Nutzung durch alle Bewohner des Gebäudes vorzusehen.

Gruppenbezogene Wohnplätze sollen so geplant werden, dass die Gruppengröße von acht Personen nicht überschritten wird. Der Raumbedarf einer Wohngruppe umfasst für jede Person einen Wohnschlafraum von mindestens 14 m² (16 m² für Rollstuhlnutzer) mit eigenem Duschbad und WC, einen Wohngruppenraum und eine zugeordnete Gruppenküche sowie einen Vorrats- und Abstellraum. Ferner ist ein Freisitz vor dem Wohngruppenraum in ausreichender Größe für die gleichzeitige Nutzung durch die gesamte Wohngruppe oder ein Freisitz vor jedem Wohnschlafraum vorzusehen.

Weder Wohnschlafräume, Gemeinschaftsräume oder Wohngruppenräume dürfen reine Nordlage haben.

In jedem Gebäude sind ein zusätzliches Bad (z. B. Pflege- oder Wellnessbad) mit einer freistehenden Badewanne und ein rollstuhlgerechtes Besucher-WC zu planen. Je nach den Erfordernissen können zum Beispiel zusätzlich Verwaltungsräume, Therapieräume, Freizeit- und Hobbyräume, Vorratsflächen sowie Wasch- und Trockenräume vorgesehen werden.

Antragsverfahren

Vor förmlicher Antragstellung bei der Stadt- oder Kreisverwaltung, in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt, ist die Vorplanung mit dem für das Wohnungswesen zuständigen Ministerium abzustimmen. Dazu sind neben einem Lageplan und vermaßten Bauplänen folgende Unterlagen vorzulegen:

  • ein Nutzungskonzept des Trägers der Einrichtung, das mit dem überörtlichen Träger der Sozialhilfe abgestimmt ist,
  • eine Bestätigung des Trägers, dass die geplanten Wohnplätze nicht als stationäre Pflegeeinrichtung i. S. des SGB XI betrieben werden,
  • eine Bestätigung des überörtlichen Trägers der Sozialhilfe, dass für die zur Förderung vorgesehenen Wohnplätze und ggf. für  zusätzliche Gemeinschaftsräume ein Bedarf besteht und der vorgesehene Standort geeignet ist,
  • eine Bestätigung der WTG-Behörde, dass die Planung die baulichen Anforderungen an Einrichtungen mit umfassendem Leistungsangebot gemäß WTG und WTG DVO erfüllt.

Die Kontaktdaten der zuständigen Bewilligungsbehörde sind unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service" abzurufen.

Zweckbindung

Die geförderten Wohnplätze müssen für die Dauer von 20 Jahren ausschließlich der Wohnraumversorgung von Menschen mit Behinderungen dienen.

Zuletzt aktualisiert am: 14.04.2016

Formulare und Merkblätter

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Formulare vor dem Ausfüllen bitte auf dem Computer abspeichern.

Wohnraumförderung - Antrag Wohnheime für Menschen mit Behinderungen

Stand 04/2015

Wohnraumförderung - Antrag Wohnheime für Menschen mit Behinderungen - Fassung 2014 -

Stand 08/2014

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - Gesellschaften

Selbstauskunft - Mietwohnungsbau für Gesellschaften, Genossenschaften und Vereine - Stand 06/2012

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche Personen

Selbstauskunft natürliche Personen Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche Personen - Anlage - Kapitalvermögen

Anlage Kaptialvermögen zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche - Personen - Merkblatt

Merkblatt zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbsthilfeerklärung Mietwohnungsbau

Stand 06/2016

Kontakt

Stadt- oder Kreisverwaltung

Die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde finden Sie im Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

NRW.BANK

Hauptsitz Düsseldorf

Kavalleriestraße 22

40213 Düsseldorf

Telefon:0 211 91741-0

Fax:0 211 91741-1800

NRW.BANK

Hauptsitz Münster

Friedrichstraße 1

48145 Münster

Telefon:0 251 91741-0

Fax:0 251 91741-2921

Ihr Ansprechpartner

Jürgen Jankowski

Telefon:0 211 91741-7647

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:juergen.jankowski@nrwbank.de

Martina Lüdeke

Telefon:0 211 91741-7640

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:martina.luedeke@nrwbank.de

 

Tim Hegmanns

Telefon:0 211 91741-7691

Fax:0 211 91741-7660

E-Mail:tim.hegmanns@nrwbank.de

Simeane Jakobs

Telefon:0 211 91741-6349

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:simeane.jakobs@nrwbank.de

 

Georg Krausse

Telefon:0 211 91741-7658

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:georg.krausse@nrwbank.de

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