Unterstützung in der Wohnungsmarktbeobachtung für Kommunen in regionalen Kooperationen.

//Regionale Wohnungsmarktbeobachtung

Fördernehmer:
Kommunen & Kommunalverbände; Wohnwirtschaft
Förderthemen:
Kommunen
Ansprechpartner:
NRW.BANK

In aller Kürze

Wohnungsmärkte enden nicht an kommunalen Grenzen. Vor dem Hintergrund, dass

  • sich die Wohnungsmärkte hinsichtlich der Marktsegmente und Nachfragegruppen in allen Kommunen ausdifferenzieren,
  • die Verflechtungen zwischen den eher städtischen und den eher ländlichen Lebensräumen immer stärker werden,
  • der Standortfaktor „Region“ immer bedeutender wird,
  • die Konkurrenz und Profilierungen zwischen den Regionen weiter zunehmen werden,


unterstützt die Wohnungsmarktbeobachtung mehrere Vorhaben einer regionalen Kooperation im Bereich Wohnen.


Damit soll der Forderung nach mehr regionaler Kompetenz nachgekommen werden. Die Schaffung größtmöglicher Markttransparenz für alle Wohnungsmarktakteure wie Städte und Gemeinden, Wohnungsunternehmen und der Politik ist unter strukturpolitischen Gesichtspunkten eine Grundvoraussetzung der  optimalen Allokation von Fördermitteln.

Die Erfahrungen aus dem Modellversuch „Regionale Wohnungsmarktbeobachtung Östliches Ruhrgebiet“ haben gezeigt, dass ein kontinuierliches Monitoring insbesondere in den kleineren Kommunen nicht vorhanden ist. Aus diesem Grund hat die Wohnungsmarktbeobachtung für alle Kommunen Nordrhein-Westfalens Kommunalprofile zum Wohnungsmarkt zusammengestellt.

Modellversuch Östliches Ruhrgebiet

Zwischen 2003 und 2006 hat die Wohnungsmarktbeobachtung der NRW.BANK den Modellversuch „Regionale Wohnungsmarktbeobachtung Östliches Ruhrgebiet“ betreut, im dem 20 Kommunen aus der Region eingebunden waren. Ende November 2006 fand in Zusammenarbeit mit dem Forum der Interkommunalen Zusammenarbeit der Planungsdezernenten der Region (IKZ) ein Workshop „Wohnen“ statt, in dem erörtert wurde, mit welchen Planungsinstrumenten die Kommunen der Region arbeiten, welche Ziele sie damit verknüpfen und welche Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten hieraus für die regionale Ebene resultieren.

Im Jahr 2005 wurde als gemeinsames Produkt der beteiligten Kommunen und der NRW.BANK der erste Wohnungsmarktbericht Östliches Ruhrgebiet vorgestellt. Im Jahr 2008 folgte im Format einer Materialzusammenstellung die zweite regionale Wohnungsmarktanalyse.


Die Ziele des Modellversuchs Regionale Wohnungsmarktbeobachtung Östliches Ruhrgebiet bestanden daraus,

  • den regionalen Wohnungsmarkt Östliches Ruhrgebiet mit ausgewählten Indikatoren zu beschreiben und zu bewerten,
  • die jeweiligen intraregionalen Positionierungen der einzelnen Kommunen zu bestimmen,
  • einen Erfahrungs- und Informationsaustausch bei Problemen und Problemlösungen zu gewährleisten,
  • das Wissen und die Erfahrungen aus der Region zu mobilisieren,
  • bei enger werdenden finanziellen Handlungsspielräumen die Ressourcen Wissen und Geld besser zu nutzen,
  • die fachliche und strategische Kompetenz stärken und
  • mehr Markttransparenz zu schaffen.

Städteregion Ruhr

Seit 2007 engagiert sich die Wohnungsmarktbeobachtung der NRW.BANK im Projekt „Regionale Wohnungsmarktbeobachtung in der Städteregion Ruhr“, das einen Teilbereich des Masterplanprozesses der Städteregion Ruhr darstellt. Der regionale Austausch und die Zusammenarbeit ist daher ein fester Bestandteil der Gesprächs- und Planungskultur dieser Region.

Der 1. regionalen Wohnungsmarktbericht der Städteregion Ruhr wurde von den elf Kommunen Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum, Hagen, Dortmund und Hamm mit Unterstützung der Wohnungsmarktbeobachtung gemeinsam erarbeitet. Es wird deutlich, dass es innerhalb der Städteregion viele Gemeinsamkeiten gibt wie etwa eine nachlassende Bauintensität und der Einbruch der Sozialwohnungsbestände. Andererseits werden Unterscheide deutlich, die nicht nur siedlungsstrukturell zu erklären sind, sondern auch auf unterschiedliche kommunale Strategien zurückzuführen sind.

Das sich im Regionalen Wohnungsmarktbericht durchziehende Thema der qualitativen Bestandsanpassung der Wohnungsbestände verdeutlicht, dass es zukünftig wichtig sein wird, weitere Akteure wie die Wohnungswirtschaft einzubinden. Hier gilt es, die erarbeiteten Ergebnisse vorzustellen und zu reflektieren: Wird die regionale Wohnungsmarktsituation treffend beschrieben? Welches sind die wichtigen Themen der Zukunft? Gibt es Themenfelder, die zukünftig näher betrachtet werden sollen?

Für die Weiterführung der Regionalen Wohnungsmarktbeobachtung konnten die angrenzenden Kreise Unna, Recklinghausen, Wesel und Ennepe-Ruhr mit eingebunden werden. Der gemeinsame Bericht ist derzeit in Arbeit und soll zu Beginn des Jahres 2012 erscheinen.

Regionale Wohnungsmarktbeobachtung Ostwestfalen-Lippe

Seit 2008 arbeitet eine feste Arbeitsgruppe der Bewilligungsbehörden gezielt an einem Bericht zur Wohnungsmarktsituation in Ostwestfalen-Lippe.
Die detaillierten Kenntnisse über Antragsteller und Verfahren garantieren ein umfangreiches Wissen zum Marktgeschehen.

Der 1. Regionale Wohnungsmarktbericht dokumentiert die Ergebnisse der Arbeitsgruppensitzungen. Er ist Anfang 2011 erschienen und wurde im Februar im Rahmen einer Veranstaltung in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld einem interessierten Fachpublikum aus Verwaltung, Wohnungswirtschaft und Baubranche vorgestellt.

Eine Weiterentwicklung und zukünftige Aktualisierung des Berichtes ist geplant; eine Verstetigung der Kommunikation und ein kreisübergreifender Austausch wird mit themenbezogenen Treffen verfolgt.

Zuletzt aktualisiert am: 10.08.2011

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Team Wohnungsmarktbeobachtung

Telefon:0 211 91741-1154

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E-Mail:wohnungsmarktbeobachtung@nrwbank.de

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