Zuschüsse zu investiven Maßnahmen zur Energieeffizienzerhöhung durch hocheffiziente und verfügbare Querschnittstechnologien sowie zur Verminderung und Nutzung von industrieller Abwärme.

//Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen
Förderthemen:
Energieeffizienz; Wachstums-/Erweiterungsinvestitionen
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, einer Gewerbeanmeldung oder einem Eintrag im Handelsregister oder in der Handwerksrolle sowie
  • Contractoren gemäß DIN 8930-5, die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig sind.

Verwendungszweck

Unterstützt werden investive Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Querschnittstechnologien sowie zur Verminderung und Nutzung von gewerblicher und industrieller Abwärme.

Gefördert werden

  • Einzelmaßnahmen: Ersatz oder Neuanschaffung von hocheffizienten Anlagen bzw. Aggregaten mit einem Netto-Investitionsvolumen von mind. 2.000 € je Antragsteller in folgenden Querschnittstechnologien: elektrische Motoren und Antriebe, Pumpen, Ventilatoren und Druckluftanlagen, Wärmerückgewinnungs- bzw. Abwärmenutzungsanlagen in Prozessen innerhalb des Unternehmens, Dämmung von industriellen Anlagen bzw. Anlagenteilen,
  • Systemische Optimierungen: Ersatz und Erneuerung von den unter Einzelmaßnahmen genannten Querschnittstechnologien sowie der  technischen Systeme, in die sie eingebunden sind, ab einem Investitionsvolumen von 20.000 €. In Verbindung mit Maßnahmen zur Abwärmenutzung können auch Pumpen in Heizkreisen von gewerblichen bzw. industriellen Gebäuden zur Versorgung mit Heizwärme und Warmwasser gefördert werden.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • 30% der zuwendungsfähigen Kosten für kleine und mittlere Unternehmen und
    • 20% für sonstige Unternehmen
  • Förderhöhe:
    • bei Einzelmaßnahmen bis zu 30.000 €
    • für die Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen bis zu 100.000 €
    • für die Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen mit industriellen oder gewerblichen Pumpensystemen bis zu 150.000 € mit Investitionskosten für die Pumpensysteme von mind. 50.000 €
  • Die erforderliche externe Energieberatung für eine Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen kann in Höhe von 60% der förderfähigen Beratungskosten, jedoch höchstens mit 3.000 €, bezuschusst werden. Die Installation erforderlicher Messtechnik ist entsprechend zuwendungsfähig.
  • Die Förderung erfolgt als De-minimis-Beihilfe oder auf Grundlage der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO).

Kumulation

Die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes und der Bundesländer für dieselbe Maßnahme ist ausgeschlossen. Davon ausgenommen sind Energieberatungen nach der Richtlinie über die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand. Die jeweils zulässigen beihilferechtlichen Kumulierungsregeln sind einzuhalten und die Summen aus Krediten, Zuschüssen oder Zulagen dürfen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigen.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Das Vorhaben muss in Deutschland durchgeführt werden.
  • Geförderte Anlagen müssen mindestens 3 Jahre zweckentsprechend betrieben werden.
  • Nicht gefördert werden
    • Maßnahmen, deren Durchführung auf einer gesetzlichen Verpflichtung oder behördlichen Anordnung beruht,
    • Erwerb und Verwendung gebrauchter Anlagen sowie neuer Anlagen mit überwiegend gebrauchten Anlagenteilen,
    • Forschungs- und Entwicklungsvorhaben,
    • Energiemanagementsysteme,
    • Eigenleistungen des Antragstellers,
    • Maßnahmen, die sich auf eine Verbesserung der Gebäudeenergieffizienz im Sinne der Energieeinsparverordnung beziehen,
    • Anlagen zur Kälteerzeugung, Komponenten und Systeme des Kältemittelkreislaufs sowie Kühlmittelleitungen für Wasser und Sole,
    • Anlagen zur Wärmeerzeugung, einschließlich Wärmepumpen sowie Anlagen zur Verstromung von Abwärme,
    • Dämmung von Anlagen zur Wärme- und Kälteerzeugung,
    • komplette Produktionsanlagen, Maschinen und Fertigungseinrichtungen inklusive kompletter Bearbeitungszentren sowie die darin eingebauten Querschnittstechnologien,
    • bereits begonnene Projekte.
  • Bei Einzelmaßnahmen werden die fachlichen Details der förderfähigen Maßnahmen in gesonderten Merkblättern geregelt.
  • Optimierungen und Neuinstallationen von technischen Systemen sind nur förderfähig, wenn eine Endenergieeinsparung von mindestens 25% gegenüber dem Ist-Zustand erzielt und nachgewiesen wird.
  • Bei Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen muss vor Beginn der Investition durch eine externe zugelassene Energieberaterin oder einen entsprechenden Energieberater ein Energieeinspar-/Abwärmekonzept erstellt werden. Verfügt der Antragsteller über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem, kann das Konzept durch unternehmensinterne Experten erstellt werden. 
  • Energieberater und Energieberaterinnen müssen in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes in der Kategorie Energieberatung im Mittelstand gelistet sein.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur, des Steinkohlenbergbaus, freiberuflich Tätige, Hersteller der jeweils geförderten Querschnittstechnologien, Kirchen sowie Unternehmen der Kreditwirtschaft und des Versicherungsgewerbes sowie Vereine und Stiftungen.
  • Nicht gefördert werden außerdem Unternehmen mit einer öffentlichen Beteilung von 25% oder mehr sowie Antragsteller, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist.

Antragsverfahren

Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme unter Verwendung der Antragsformulare zu stellen.

Bewilligungsbehörde ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2019.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 29.04.2016, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 10.05.2016, B1; Informationen des BAFA, Stand 05/2016

Zuletzt aktualisiert am: 17.05.2016

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Querschnittstechnologien

Frankfurter Straße 29-35

65760 Eschborn

Telefon:0 6196 908-1883

Fax:0 6196 908-1800

E-Mail:QST@bafa.bund.de

Internet:http://www.bafa.de

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