Investitionsdarlehen für energieeffiziente, quartiersbezogene Wärme- und Kälteversorgung sowie Wasserver- und Abwasserentsorgung.

//IKK – Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung

Fördernehmer:
Kommunen & Kommunalverbände; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen
Förderthemen:
Kommunen; Infrastruktur; Energieeffizienz
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
KfW Bankengruppe

In aller Kürze

Langfristige und zinsgünstige Finanzierung von energieeffizienten Investitionen in die quartiersbezogene Wärme- und Kälteversorgung sowie Wasserver- und Abwasserentsorgung

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • kommunale Gebietskörperschaften,
  • rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften,
  • Gemeindeverbände (z.B. kommunale Zweckverbände), die gemäß Solvabilitätsverordnung ein Risikogewicht im Kreditrisiko-Standardansatz von Null haben.

Verwendungszweck

Die KfW Bankengruppe unterstützt Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz kommunaler Infrastruktur im Quartier durch zinsgünstige, langfristige Darlehen.

Gefördert werden

  • die quartiersbezogene Wärme- und Kälteversorgung:
    • Neubau, Erweiterung und Modernisierung von hocheffizienten strom- oder thermisch geführten/führbaren Anlagen zur Versorgung mit Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung,
    • Neubau, Erweiterung und Modernisierung von strom- oder thermisch geführten/führbaren Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungssystemen zur Kälte- und Wärmeversorgung,
    • Neubau, Erweiterung und Modernisierung von Anlagen zur Nutzung industrieller Abwärme,
    • Neubau, Erweiterung und Modernisierung von dezentralen Wärme- und Kältespeichern,
    • Neu- und Ausbau sowie Modernisierung von Wärmenetzen zur Wärmeversorgung im Quartier (bis Hausanschlussstation),
    • Neu- und Ausbau sowie Modernisierung von Kältenetzen zur Kälteversorgung, sofern die Kälteversorgung überwiegend aus Anlagen zur Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung erfolgt,
  • die energieeffiziente Wasserver- und Abwasserentsorgung:
    • Einbau energieeffizienter Motoren oder Nachrüstung von Frequenzumformern zur stufenlosen Regelung von Bestandsmotoren, Einbau energieeffizienter Pumpen,
    • Optimierung der Mess- und Regeltechnik sowie des Energiemanagements,
    • Errichtung oder Umrüstung von Energierückgewinnungssystemen in Gefällestrecken durch Turbinen bzw. rückwärtslaufende Pumpen,
    • Einbau oder Errichtung von Anlagen zur Wärme(-rück)gewinnung in öffentlichen Kanalsystemen,
    • Errichtung oder Erweiterung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zur Nutzung von Klär- oder Faulgasen sowie zugehörige Komponenten,
    • Austausch der Belüfter in Verbindung mit dem Einbau einer NH4-geführten Regelung des Sauerstoffeintrags zur Belüftung bei der aeroben Abwasserbehandlung.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: zinsgünstiges Darlehen
  • Förderumfang: bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten
  • Zinssatz: es kommt der am Tag der Auszahlung geltende Programmzinssatz zur Anwendung; für die Dauer von max. 10 Jahren werden die Darlehen aus Mitteln des Bundes im Zins verbilligt
  • Kreditlaufzeit/Tilgungsfreijahre:
    • bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei bis zu 2 Tilgungsfreijahren
    • bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei bis zu 3 Tilgungsfreijahren
    • bis zu 30 Jahre Kreditlaufzeit bei bis zu 5 Tilgungsfreijahren
  • Auszahlung: 100% in einer Summe oder in Teilbeträgen
  • Abruf: der erste Kreditabruf erfolgt nach Vorliegen der Abrufvoraussetzungen.
  • Abruffrist: bis zu 12 Monate nach Darlehenszusage, in begründeten Fällen bis auf maximal 36 Monate verlängerbar
  • Tilgung: 
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten
    • außerplanmäßige Tilgungen gegen Vorfälligkeitsentschädigung
  • Tilgungszuschuss: max. 5,0% des Zusagebetrages, max. 2,5 Mio €
  • Sicherheiten: die bei Kommunaldarlehen üblichen formalen Voraussetzungen

Kumulation/Kombination

Die Kombination mit anderen öffentlichen Förderprogrammen ist grundsätzlich zulässig, sofern die Summe aller öffentlichen Fördermittel die Summe der förderfähigen Aufwendungen nicht übersteigt.

Ausgeschlossen ist insbesondere eine Kombination mit folgenden Programmen:

Eine Kombination mit der Wärmenetz- bzw. Wärmespeicherförderung nach §§ 18–21 bzw. §§ 22–25 KWKG ist möglich, wenn mindestens zwei förderfähige Maßnahmen durchgeführt werden.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Maßnahme muss im Einklang mit den Zielen der Stadtentwicklung stehen und insbesondere die Stadtentwicklungs-/Stadtumbauplanung, die Bauleitplanung sowie ggf. bereits beschlossene wohnwirtschaftliche und Klimaschutzkonzepte berücksichtigen.
  • Bei Maßnahmen zur quartiersbezogenen Wärme- und Kälteversorgung ist für die Anlage das Kriterium der Hocheffizienz zu erfüllen und bei Antragstellung zu bestätigen.
  • Die quartiersbezogene Versorgung muss sich über die Grundstücksgrenzen der einspeisenden Anlage erstrecken, und mindestens ein Abnehmer muss an das Netz angeschlossen sein, der nicht gleichzeitig Eigentümer oder Betreiber der einspeisenden Anlage ist.
  • Investitionen in die energieeffiziente Wasserver- und Abwasserentsorgung müssen die Energieeffizienz verbessern und Energieeinspareffekte bewirken.
  • Von der Finanzierung ausgeschlossen sind
    • Kassenkredite,
    • Umschuldungen bereits abgeschlossener und durchfinanzierter Vorhaben sowie
    • Investitionsvorhaben in Bereichen, in denen kommunale Gebietskörperschaften, deren rechtlich unselbständige Eigenbetriebe oder Gemeindeverbände eine im Widerspruch zum EU-Beihilferecht stehende wirtschaftliche Tätigkeit ausüben.

Antragsverfahren

Anträge können unter Verwendung der vorgesehenen Formulare gestellt werden.

Antragstelle ist die KfW Bankengruppe, Niederlassung Berlin.

Quelle

Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 12/2016

Zuletzt aktualisiert am: 01.12.2016

Konditionenübersicht für Endkreditnehmer der KfW Bankengruppe

Formulare und Merkblätter

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IKK - Energetische Stadtsanierung - Quartiersversorgung - Merkblatt

Merkblatt und Programmübersicht auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

IKK - Energetische Stadtsanierung - Quartiersversorgung - Formulare und Downloads

Formulare und Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Links

IKK - Energetische Stadtsanierung - Quartiersversorgung - Häufige Fragen

Häufige Fragen auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

IKK - Energetische Stadtsanierung - Quartiersversorgung - Verfahren

Informationen zum Antragsverfahren auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Kontakt

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0800 539-9001 (Gründer und Mittelstand), -9002 (Bauen, Sanieren und Kommunen), -9003 (Bildung)

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail:info@kfw.de

Internet:http://www.kfw.de

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