Zinsgünstige Darlehen für Neubau/Erweiterung/Umbau von Wohnheimplätzen für Studierende. Tilgungsnachlass möglich.

//Förderung von Wohnraum für Studierende - Wohnheimplätze für Studierende

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Privatpersonen; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Wohnwirtschaft
Förderthemen:
Wohnheimförderung
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
NRW.BANK
Ansprechpartner:
Stadt- oder Kreisverwaltung; NRW.BANK

In aller Kürze

Zinsgünstige Darlehen für den Neubau, die Erweiterung oder den Umbau von Wohnheimplätzen für Studierende.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind alle natürlichen oder juristischen Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit  und über eine angemessene Eigenleistung verfügen.

Verwendungszweck

Zweck der Förderung ist es, an Standorten von staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen für die Studierenden Wohnheimplätze oder Gemeinschaftsräume neu zu schaffen

  • in neuen selbständigen Gebäuden (Neubau),
  • durch Erweiterung (Anbau, Aufstockung) von Gebäuden oder
  • durch Umbau mit wesentlichem Bauaufwand von bestehenden Studierendenwohnheimen oder von Gebäuden, die bisher anderen Zwecken dienten.

Förderhöhe und Konditionen

Die Förderhöhe ist abhängig von

  • der Wohnform (Individualwohnheimplatz oder Plätze in einer Wohngemeinschaft),
  • dem energetischen Standard,
  • dem Bauort (Mietniveau der Kommune).

Die entsprechenden Darlehensbeträge pro Wohnheimplatz sind den nachfolgenden Tabellen zu entnehmen. Informationen zu den Mietniveaus der Gemeinden erhalten Sie unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter, Service".

Tabelle: Darlehenshöhe je Individualwohnheimplatz

 Mietniveau

Neubau        

Neuschaffung im Bestand

  EnEV bis 2015 EnEV 2016 EnEV bis 2015 EnEV 2016
M 1 32.500 € 34.775 € 26.000 € 27.820 €
M 2 37.500 € 40.125 € 30.000 € 32.100 €
M 3 42.500 € 45.475 € 34.000 € 36.380 €
M 4 46.250 € 49.490 € 37.000 € 39.590 €

Tabelle: Darlehenshöhe je Wohnheimplatz für jede weitere Person

 Mietniveau

Neubau      

Neuschaffung im Bestand

  EnEV bis 2015 EnEV 2016 EnEV bis 2015 EnEV 2016
M 1 27.500 € 29.425 € 22.000 € 23.540 €
M 2 32.500 € 34.775 € 26.000 € 27.820 €
M 3 37.500 € 40.125 € 30.000 € 32.100 €
M 4 41.250 € 44.140 € 33.000 € 35.310 €

Pro weiterem Bad 4.280 €

Tabelle:  Darlehenshöhe pro m² Gemeinschaftsraumfläche:

Mietniveau

Neubau   

Neuschaffung im Bestand

  EnEV bis 2015 EnEV 2016 EnEV bis 2015 EnEV 2016
M 1 1.300 € 1.390 € 1.040 € 1.115 €
M 2 1.500 € 1.605 € 1.200 € 1.285 €
M 3 1.700 € 1.820 € 1.360 € 1.455 €
M 4 1.850 € 1.980 € 1.480 € 1.585 €

Zusatzdarlehen können für folgende Maßnahmen beantragt werden:

  • Einbau von Aufzügen: 2.500 €  pro gefördertem Wohnheimplatz,  max. 50.000 € pro Aufzug;
  • Passivhausstandard: 100 € pro m² förderfähiger Wohnfläche;
  • Städtebaulicher Mehraufwand: Bis zu 600 € pro m² förderfähiger Wohnfläche bei Baumaßnahmen in Gebäuden von besonderem städtebaulichen Wert oder in Denkmälern;
  • Standortaufbereitung und wohnungswirtschaftliche Quartiersmaßnahmen: 75% der förderfähigen Kosten, max. 20.000 € pro gefördertem Wohnheimplatz.

Tilgungsnachlässe:

Auf Antrag kann ein anteiliger Tilgungsnachlass (Teilschulderlass) gewährt werden

  • Gemeinden der Mietniveaus M 1 und M 2: bis 20 % der Darlehenspauschalen gemäß Tabellen,
  • Gemeinden des Mietniveaus M 3: bis 25 % der Darlehenspauschalen gemäß Tabellen,
  • Gemeinden des Mietniveaus M 4: bis 30 % der Darlehenspauschalen gemäß Tabellen,
  • Auf alle Zusatzdarleen Tilgungsnachlässe bis zu 50 %.

Der gesamte Tilgungsnachlass wird bei Leistungsbeginn vom gewährten Darlehen abgesetzt. Zinsen- und Tilgungsleistungen sowie der laufende Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben. Der Tilgungsnachlass kann auf Antrag bis zur Hälfte auf die erforderliche Eigenleistung angerechnet werden.

Konditionen:

  • Mietpreis- und Belegungsbindungen: Wahlweise 20 oder 25 Jahre,
  • Zinsen in Gemeinden des Mietniveaus 1 und 2: 0,5% p.a. bis zum Ablauf der Belegungsbindung,
  • Zinsen in Gemeinden des Mietniveaus 3 und 4: 0,0% p.a. bis zum Ablauf des 10. Jahres, danach 0,5% p.a. bis zum Ablauf der Belegungsbindung,
  • Nach Ablauf der Zweckbindung werden die Darlehen marktüblich verzinst,
  • Verwaltungskostenbeitrag:
    • einmalig: 0,4%,
    • laufend: 0,5% p.a., nach Tilgung des Darlehens von 50% erfolgt die Berechnung vom halben Darlehensbetrag,
  • Tilgung: 2% p.a. zuzüglich ersparter Zinsen;
  • Auszahlung in 3 Raten:
    • 20% bei Baubeginn (Fertigstellung der Bodenplatte);
    • 45% bei Rohbaufertigstellung;
    • 35% bei abschließender Fertigstellung oder Bezugsfertigkeit.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Es dürfen nur maximal 60 Wohnheimplätzen über einen Hauseingang erschlossen werden.
  • Die Wohnheimplätze müssen barrierefrei errichtet werden; hierbei ist insbesondere die DIN 18040 Teil 2 zu beachten.
  • Die Plätze sind wie folgt auszustatten:
    • Individualwohnheimplätze sollen jeweils einen Wohnschlafraum (Mindestgröße 14 m²), Vorraum, Sanitärraum und eine Kochgelegenheit enthalten;
    • Wohnheimplätze in einer Wohngemeinschaft  für zwei und mehr Personen  sind mit Vorraum (ausgestattet mit Kochgelegenheit und einem Essplatz pro Person), einem Wohnschlafraum pro Person (Mindestgröße 14 m²) und  Sanitärräumen für maximal je zwei Studierende zu errichten.
  • Für jedes Wohnheim mit bis zu 60 Plätzen sind neben den Wohnheimplätzen Gemeinschaftsräume zu errichten.

Die zuständige Bewilligungsbehörde, Stadt- oder Kreisverwaltung, in deren Bereich das zu fördernde Objekt errichtet werden soll, informiert über die Voraussetzungen im Einzelnen.

Mietobergrenzen

Die Höhe der monatlichen Nettokaltmiete für den Zeitraum der Belegungsbindung ist abhängig vom Mietniveau der Gemeinde und der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Tabelle: Höchstzulässige Miete pro Wohnheimplatz

Mietniveau

monatliche Miete

pro Wohnheimplatz

monatliche Miete

pro m² Gemeinschaftsraumfläche

M 1 115 €                              
4,50 €
M 2 125 €                               
5,00 €
M 3 140 €                              
5,50 €
M 4 155 €                              
6,00 €
Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster 170 €                               6,50 €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Wohnheimplätze im Passivhausstandard darf höchstens eine Miete festgelegt werden, die die v. g. Mieten um 7,50 € monatlich beziehungsweise pro m² Gemeinschaftsraumfläche um 0,50 €  übersteigt.

Mietsteigerungen sind in Höhe von 1,5% jährlich bezogen auf die Bewilligungsmiete möglich.

Im Falle der Erstausstattung mit Einbaumöbeln darf pro Wohnheimplatz zusätzlich ein Möblierungszuschlag von höchstens 40 € monatlich erhoben werden.

Neben der Nettokaltmiete, dem Möblierungszuschlag und dem Entgelt für den Gemeinschaftsraum darf eine Betriebskosten- und Heizkostenpauschale nach den allgemeinen mietrechtlichen Vorschriften verlangt werden.

Eigenleistung

Eigenleistung muss mindestens in Höhe von 20 % der Gesamtkosten erbracht werden. Für Studierendenwerke als Anstalten öffentlichen Rechts gilt abweichend eine Eigenleistung von 10 % der Gesamtkosten als angemessen.

Als Eigenleistung kann anerkannt werden:

  • Eigene Geldmittel
  • Wert des nicht durch Fremdmittel finanzierten Baugrundstücks
  • Wert der Selbsthilfe
  • Tilgungsnachlässe (bis zur Hälfte)
  • im Grundbuch nach den Fördermitteln gesicherte Fremdmittel.

Belegungsbindung

Die geförderten Wohnheimplätze sind wahlweise für die Dauer von 20 oder 25 Jahren Studierenden zu überlassen. Die Wohnberechtigung der Studierenden ist durch eine Studienbescheinigung nachzuweisen.

Antragsverfahren

Anträge sind bei der Bewilligungsbehörde zu stellen, Stadt- oder Kreisverwaltung, in deren Bereich das Förderobjekt liegt.

Die Kontaktdaten der zuständige Bewilligungsbehörde sowie Antragsvordrucke erhalten Sie unter dem Reiter  "Formulare, Merkblätter und Service".

Zuletzt aktualisiert am: 14.04.2016

Formulare und Merkblätter

Zum Öffnen, Ausfüllen und Abspeichern der PDF Formulare benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader. Eine aktuelle Version finden Sie hier.
Formulare vor dem Ausfüllen bitte auf dem Computer abspeichern.

Wohnraumförderung - Antrag Wohnheime für Studierende

Stand 03/2016

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - Gesellschaften

Selbstauskunft - Mietwohnungsbau für Gesellschaften, Genossenschaften und Vereine - Stand 06/2012

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche Personen

Selbstauskunft natürliche Personen Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche Personen - Anlage - Kapitalvermögen

Anlage Kaptialvermögen zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche - Personen - Merkblatt

Merkblatt zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbsthilfeerklärung Mietwohnungsbau

Stand 06/2016

Kontakt

Stadt- oder Kreisverwaltung

Die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde finden Sie im Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

NRW.BANK

Hauptsitz Düsseldorf

Kavalleriestraße 22

40213 Düsseldorf

Telefon:0 211 91741-0

Fax:0 211 91741-1800

Ihr Ansprechpartner

Jürgen Jankowski

Telefon:0 211 91741-7647

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:juergen.jankowski@nrwbank.de

Martina Lüdeke

Telefon:0 211 91741-7640

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:martina.luedeke@nrwbank.de

 

Tim Hegmanns

Telefon:0 211 91741-7691

Fax:0 211 91741-7660

E-Mail:tim.hegmanns@nrwbank.de

Simeane Jakobs

Telefon:0 211 91741-6349

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:simeane.jakobs@nrwbank.de

 

Georg Krausse

Telefon:0 211 91741-7658

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:georg.krausse@nrwbank.de

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