Zinsgünstige Darlehen für den Neubau von Wohneinheiten für ältere und/oder behinderte Menschen oder Studenten. Tilgungsnachlässe möglich.

//Förderung von Mietwohnraum - Gruppenwohnungen Neubau

Fördernehmer:
Privatpersonen; Wohnwirtschaft
Förderthemen:
Neubau & Ausbau Mietwohnraum
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
NRW.BANK
Ansprechpartner:
Stadt- oder Kreisverwaltung; NRW.BANK

In aller Kürze

Zinsgünstige Darlehen für den Neubau von Gruppenwohnungen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit und eine angemessene Eigenleistung verfügen.

Verwendungszweck

Zur Verbesserung des Wohnungsangebots für alle Wohnungssuchenden, insbesondere aber für Studierende, für ältere, pflegebedürftige oder behinderte Menschen wird der Neubau von Gruppenwohnungen gefördert. Dabei handelt es sich um Wohneinheiten eines neuen Typs in denen 3 bis 12 Personen selbstbestimmt zur Miete jeweils einen individuellen Wohnbereich bewohnen und ein Nutzungsrecht an den Gemeinschaftsflächen der Wohnung haben. 

 Die individuellen Wohnbereiche können als

  • Appartements (Wohnschlafraum, Küchenbereich und Bad und WC) oder
  • Wohnschlafräume

gestaltet werden. Dienstzimmer innerhalb von Gruppenwohnungen müssen ausschließlich für Zwecke der Wohngruppe bestimmt sein und zählen zu den förderfähigen Gemeinschaftsflächen.

Förderhöhe und Konditionen

  • Die Förderhöhe ist abhängig von
    • der Größe der Wohnung,
    • dem energetischen Standard,
    • dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde) und
    • dem Einkommen des Mieterhaushaltes (Einkommensgruppe A/B).

Die entsprechenden Darlehensbeträge pro Quadratmeter Wohn- und Gemeinschaftsfläche sind der Tabelle „Darlehenshöhe je Quadratmeter“ zu entnehmen.

Informationen zu den Mietniveaus der Gemeinden und zu den Einkommensgrenzen der Mieterhaushalte erhalten Sie unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service“.

Tabelle: Darlehenshöhe je Quadratmeter Wohnfläche (Neubau)

Mietniveau Einkommensgruppe A Einkommensgruppe B
  EnEV 2015 EnEV 2016 EnEV 2015 EnEV 2016
M 1 1.100 € 1.180 € 500 € 535 €
M 2 1.300 € 1.390 € 650 € 695 €
M 3 1.500 € 1.605 € 900 € 965 €
M 4 1.650 € 1.765 € 1.100 € 1.180 €

Bei Gruppenwohnungen mit Wohnschlafräumen erhöht sich das Baudarlehen für jedes Bad, das nur einem Mieterzimmer zugeordnet ist, um 4.000 €.

Ferner können Zusatzdarlehen für folgende Maßnahmen beantragt werden:

  • Für Mehraufwand infolge von Brandschutzauflagen von bis zu 2.500 € pro Appartement oder Wohnschlafraum
  • Aufzüge: 2.500 € pro gefördertem Appartement oder Wohnschlafraum, max. 50.000 €  pro Aufzug
  • Aufzüge (Liegendtransport): 3.300 €  pro gefördertem Appartement oder Wohnschlafraum, max. 65.000 € pro Aufzug.
  • Pflegebäder: 20.000 € für den Einbau eines (zusätzlichen) Pflegebades
  • Außenanlagen für demenziell erkrankte oder behinderte Menschen: 75% der Herstellungskosten, max. 200 € pro m2 gestalteter Fläche.
  • Passivhausstandard: 100 € pro m²  förderfähiger Wohnfläche
  • Für Appartements innerhalb der Wohnung erhöht sich die Förderpauschale um 5.000 € für die Einkommensgruppe A und um 2.000 €  für die Einkommensgruppe B je Appartement. 
  • Darlehen für die Standortaufbereitung 75% des förderfähigen Anteils der Kosten, maximal 20.000 €  je Wohnung.

Bei der Ermittlung der Förderpauschale ist die tatsächliche Wohn- und Gemeinschaftsfläche der Wohnung, höchstens 50 m² pro Person, zugrunde zu legen. Weitere Informationen erhalten Sie  bei der Bewilligungsbehörde.

Tilgungsnachlässe:

Auf Antrag kann ein anteiliger Tilgungsnachlass (Teilschulderlass) auf den Darlehensgrundbetrag (Tabelle) gewährt werden:

  • Mietniveau M 1 und M 2: bis 10%
  • Mietniveau M 3: bis 15%
  • Mietniveau M 4: bis 25%
  • Auf alle Zusatzdarlehen Tilgungsnachlässe bis zu 50%

Der gesamte Tilgungsnachlass wird bei Leistungsbeginn vom gewährten Darlehen abgesetzt. Die Zins- und Tilgungsleistungen sowie der laufenden Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben.

Der Tilgungsnachlass kann auf Antrag bis zur Hälfte auf die erforderliche Eigenleistung angerechnet werden.

Konditionen:

  • Mietpreis- und Belegungsbindung: Wahlweise 20 oder 25 Jahre 
  • Zinsen in Gemeinden Mietniveaustufe 1 und 2: 0,5% p.a. bis zum Ablauf der Belegungsbindung
  • Zinsen in Gemeinden Mietniveaustufe 3 und 4: 0,0% p.a. bis zum Ablauf des 10. Jahres, danach 0,5% p.a. für die Dauer der Belegungsbindung
  • Nach Ablauf der Belegungsbindung wird das Baudarlehen marktüblich verzinst.
  • Verwaltungskostenbeitrag:
    • einmalig 0,4%,
    • laufend 0,5% p.a. des Baudarlehens, nach Tilgung des Baudarlehens um 50 % erfolgt die Berechnung vom halben Darlehensbetrag
  • Tilgung: 1% p.a., auf Antrag 2 % p.a.  zuzüglich ersparter Zinsen
  • Auszahlung in 3 Raten:
    • 20% bei Baubeginn (Fertigstellung der Bodenplatte);
    • 45% bei Rohbaufertigstellung;
    • 35% bei abschließender Fertigstellung oder Bezugsfertigkeit.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Wohnungen sind barrierefrei zu errichten. Hierbei ist insbesondere die DIN 18040 Teil 2 zu beachten. Sie sind baulich so zu gestalten, dass sie mindestens von zwei Rollstuhlnutzern bewohnt werden können.
  • Jede geförderte Wohnung ist mit einem Balkon, einer Terrasse oder Loggia auszustatten und muss über der Geländeoberfläche im Sinne des § 2 Abs. 6 der Bauordnung des Landes NRW liegen.
  • Die Appartements innerhalb der Gruppenwohnung dürfen wahlweise an Personen innerhalb der Einkommensgrenzen A oder B überlassen werden; geförderte Wohnschlafräume innerhalb einer Gruppenwohnung dürfen nur entweder an Personen der Einkommensgruppe A oder der Einkommensgruppe B überlassen werden.
  • Gruppenwohnungen für pflegebedürftige oder behinderte Menschen mit Betreuungsbedarf unterliegen besonderen Anforderungen, über die die zuständige Bewilligungsbehörde informiert.
  • Die Gruppenwohnungen sollen in Gebäuden mit Mietwohnungen traditionellen Zuschnitts integriert werden.
  • In einem Gebäude mit Gruppenwohnungen sollen nicht mehr als 24 Personen der Zielgruppe wohnen.

Mietobergrenze

Die Höhe der Miete ist begrenzt und abhängig von

  • dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde) und
  • dem Einkommen der Mieter (Einkommensgruppe A/B).

Mit jeder Person ist ein Mietvertrag über einen Individualwohnraum einschließlich eines Nutzungsrechts an den Gemeinschaftsflächen abzuschließen.  

Die anfänglich max. Höhe der Miete sind der Tabelle „Mietobergrenzen je Quadratmeter“ zu entnehmen.

Das Nutzungsentgelt für die Gemeinschaftsfläche ist zu gleichen Anteilen auf die Personen umzulegen. Neben der Miete dürfen die Betriebskosten, eine Kaution, ggf. eine Betreuungspauschale und ein Möblierungszuschlag (nur bei Wohnraum für Studierende) erhoben werden.

Tabelle: Mietobergrenzen je Quadratmeter Wohn- und Gemeinschaftsfläche

Mietniveau Einkommensgruppe A Einkommensgruppe B
M 1 4,25 € 5,35 €
M 2 4,65 € 5,75 €
M 3 5,25 € 6,10 €
M 4 5,75 € 6,65 €

Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster

6,25 € 7,15 €

Belegungsbindung

Die Dauer der Miet- und Belegungsbindung beträgt nach Wahl des Antragstellers/der Antragstellerin für alle geförderten Wohnungen einheitlich 20 oder 25 Jahre. Die einmal getroffene Wahl ist bindend.

Weitere Informationen zu den Belegungsbindungen sind bei der Bewilligungsbehörde erhältlich.

Eigenleistung

Eigenleistung muss mindestens in Höhe von 20% der Gesamtkosten erbracht werden.

Als Eigenleistung kann anerkannt werden:

  • Eigene Geldmittel
  • Wert des nicht durch Fremdmittel finanzierten Baugrundstücks
  • Wert der Selbsthilfe
  • Tilgungsnachlässe (bis zur Hälfte)
  • Im Grundbuch nach den Fördermitteln gesicherte Fremdmittel

Antragsverfahren

Anträge sind bei der Bewilligungsbehörde zu stellen, Stadt- oder Kreisverwaltung, in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt. Zuständig ist in der Regel das Amt für Bauförderung.

Antragsvordrucke und die Kontaktdaten der zuständigen Bewilligungsbehörde erhalten Sie unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service".

Zuletzt aktualisiert am: 14.04.2016

Formulare und Merkblätter

Zum Öffnen, Ausfüllen und Abspeichern der PDF Formulare benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader. Eine aktuelle Version finden Sie hier.
Formulare vor dem Ausfüllen bitte auf dem Computer abspeichern.

Wohnraumförderung - Antrag Mietwohnungen/Gruppenwohnungen

Stand 01/2016

Wohnraumförderung - Technische Checkliste Mietwohnungsbau

Stand 03/2016

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - Gesellschaften

Selbstauskunft - Mietwohnungsbau für Gesellschaften, Genossenschaften und Vereine - Stand 06/2012

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche Personen

Selbstauskunft natürliche Personen Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche Personen - Anlage - Kapitalvermögen

Anlage Kaptialvermögen zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche - Personen - Merkblatt

Merkblatt zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbsthilfeerklärung Mietwohnungsbau

Stand 06/2016

Downloads

Wohnraumförderung - Mietniveaus in den Gemeinden

Mietwohnungsförderung

Wohnraumförderung - Flyer Mietwohnungsbauförderung 2016

Informationsflyer zur Förderung des sozialen Mietwohnungsbaus 2016

Wohnraumförderung - Einkommensgrenzen

Einkommensgrenzen im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung des Landes NRW - Stand 01.01.2016 -

Wohnraumförderung - Förderrundbrief Studentisches Wohnen

Kurzinformation zu Fördermöglichkeiten

Wohnraumförderung - Förderrundbrief Wohnraum für Flüchtlinge 2016

Kurzinformation zu Fördermöglichkeiten

Wohnraumförderung - Förderrundbrief Mietwohnungsbauförderung mittelbare Belegung 2016

Förderrundbrief Mietwohnungsbauförderung durch mittelbare Belegung

Wohnraumförderung - Förderrundbrief Standortaufbereitung 2016

Kurzinformation zu Fördermöglichkeiten

Wohnraumförderung - Wohnraumförderungsbestimmungen 2016

Runderlass vom 21.01.2016

Kontakt

Stadt- oder Kreisverwaltung

Die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde finden Sie im Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

NRW.BANK

Hauptsitz Düsseldorf

Kavalleriestraße 22

40213 Düsseldorf

Telefon:0 211 91741-0

Fax:0 211 91741-1800

NRW.BANK

Hauptsitz Münster

Friedrichstraße 1

48145 Münster

Telefon:0 251 91741-0

Fax:0 251 91741-2921

Ihr Ansprechpartner

Jürgen Jankowski

Telefon:0 211 91741-7647

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:juergen.jankowski@nrwbank.de

Martina Lüdeke

Telefon:0 211 91741-7640

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:martina.luedeke@nrwbank.de

 

Tim Hegmanns

Telefon:0 211 91741-7691

Fax:0 211 91741-7660

E-Mail:tim.hegmanns@nrwbank.de

Simeane Jakobs

Telefon:0 211 91741-6349

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:simeane.jakobs@nrwbank.de

 

Georg Krausse

Telefon:0 211 91741-7658

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail:georg.krausse@nrwbank.de

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