Zuschüsse für Unternehmensberatungen zur Verbesserung des unternehmerischen Know-hows kleiner und mittlerer Unternehmen sowie der Freien Berufe

//Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatungen

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Freie Berufe
Förderthemen:
Beratung; Unternehmensnachfolge; Personalentwicklung/Qualifizierung
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft und
  • Angehörige der Freien Berufe

gemäß KMU-Definition der EU mit Sitz und Geschäftsbetrieb oder einer Zweigniederlassung in der Bundesrepublik Deutschland, die bei Beratungsbeginn mindestens ein Jahr am Markt tätig sind.

Verwendungszweck

Gefördert werden Unternehmensberatungen zur Verbesserung des unternehmerischen Know-hows kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie der Freien Berufe.

Mitfinanziert werden allgemeine Beratungen

  • zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung sowie
  • zur Einführung oder Anpassung eines Qualitätsmanagementsystems im Unternehmen,

spezielle Beratungen zu den Themen

  • Technologie und Innovation,
  • Außenwirtschaft,
  • zwischenbetriebliche Zusammenarbeit,
  • betriebswirtschaftliche Fragen der Mitarbeiterbeteiligung,
  • Fachkräftegewinnung und -sicherung,
  • Sicherung des Unternehmens gegen rechtswidrige oder schädigende Übergriffe und zur Regelüberwachung (Compliance),
  • Arbeitsschutz,
  • Vorbereitung der Unternehmensübergabe,

sowie besondere Beratungen zu Schwerpunktthemen des Europäischen Sozialfonds (ESF):

  • Umweltschutz,
  • betriebswirtschaftliche Fragen der Unternehmensführung durch Unternehmerinnen,
  • Einführung familienfreundlicher Maßnahmen,
  • betriebswirtschaftliche Fragen der Unternehmensführung durch Migrantinnen oder Migranten,
  • Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • 50% der Beratungskosten in den alten Bundesländern und Berlin
    • 75% der Beratungskosten in den neuen Bundesländern und im Regierungsbezirk Lüneburg
  • Förderhöhe:
    • höchstens 1.500 € pro Beratung
    • innerhalb der Geltungsdauer der Richtlinien sind mehrere Beratungen bis zu einem Höchstbetrag von 3.000 € pro Antragsteller förderfähig

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Beratungen müssen konzeptionell durchgeführt werden, d.h. zunächst muss eine Analyse der Situation des beratenen Unternehmens erfolgen und darauf aufbauend müssen konkrete betriebsindividuelle Handlungsempfehlungen zur Umsetzung in die betriebliche Praxis gegeben werden.
  • Die konzeptionelle Beratungsleistung muss in einem schriftlichen Beratungsbericht wiedergegeben werden.
  • Die Beratung muss von selbständigen Beraterinnen, Beratern bzw. Beratungsunternehmen durchgeführt werden, die über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen und deren überwiegender Geschäftszweck auf entgeltliche Unternehmensberatung gerichtet ist.
  • Die Beraterinnen und Berater verpflichten sich, eine hohe Qualität zu praktizieren und zu belegen. Zum Nachweis hierfür sind ab 01.07.2012 entsprechende Unterlagen vorzulegen.
  • Die Beratungskosten einschließlich Umsatzsteuer müssen vor Antragstellung nachweislich in voller Höhe bezahlt worden sein.
  • Nicht gefördert werden Beratungen,
    • die mit anderen öffentlichen Mitteln gefördert werden,
    • die dem Vertrieb von bestimmten Waren oder Dienstleistungen bzw. weiteren Beratungen dienen,
    • die überwiegend die Gestaltung und Erstellung von Werbematerialien sowie Internetseiten zum Inhalt haben,
    • die überwiegend Akquisitions- und Vermittlungstätigkeiten, Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten oder gutachterliche Stellungnahmen zum Inhalt haben,
    • zu Unternehmen oder Inhalten aus den Bereichen Fischerei, Aquakultur, landwirtschaftliche Primärproduktion sowie weiteren Wirtschaftsbereichen gemäß Artikel 1 der VO (EG) Nr. 1998/2006,
    • im Rahmen der Existenzgründung
    • von Ärztinnen und Ärzten, Zahnärztinnen und Zahnärzten, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Verkauf/Vertrieb von Gütern oder Dienstleistungen, insbesondere individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), sowie sonstige Umsatz steigernde Maßnahmen einschließlich des entsprechenden Marketings zum Inhalt haben.

Antragsverfahren

Der Antrag ist innerhalb von 3 Monaten nach Abschluss der Beratung zu stellen.

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das im Internet unter http://www.beratungsfoerderung.info zur Verfügung gestellte elektronische Verfahren.

Bewilligungsbehörde ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Geltungsdauer

Die Richtlinien gelten für Beratungen, die bis zum 31.12.2014 begonnen werden und für die bis zum 31.03.2015 ein Zuschuss beantragt wird.

Quelle

Richtlinien vom 01.12.2011, Bundesanzeiger Nr. 189 vom 15.12.2011, S. 4411; geändert durch Bekanntmachung vom 15.08.2012, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 17.08.2012, B3; Pressemitteilung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vom 10.08.2012

Zuletzt aktualisiert am: 30.01.2014

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Frankfurter Straße 29-35

65760 Eschborn

Telefon:+49 6196 908-570

E-Mail:foerderung@bafa.bund.de

Internet:http://www.beratungsfoerderung.info

               http://www.bafa.de

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