Zinsgünstige Darlehen für die Verbesserung der Energieeffizienz im Wohnungsbestand. Tilgungsnachlässe möglich und keine Einkommensgrenzen bei bestimmten Voraussetzungen.

//Förderung selbst genutzten Wohnraums - Verbesserung der Energieeffizienz

Fördernehmer:
Privatpersonen; Wohnwirtschaft
Förderthemen:
Modernisierung Wohneigentum; Energieeffizienz
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
NRW.BANK
Ansprechpartner:
Stadt- oder Kreisverwaltung; NRW.BANK

In aller Kürze

Zinsgünstige Darlehen für die Verbesserung der Energieeffizienz im Wohnungsbestand.

Antragsberechtigte

Natürliche Personen als Eigentümerinnen und Eigentümer oder sonstige dingliche Verfügungsberechtigte von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen mit ausreichender Kreditwürdigkeit. Die Immobilie muss zum Zeitpunkt der Antragstellung vom Eigentümer oder von seinen Angehörigen selbst genutzt werden oder zu deren Nutzung bestimmt sein.

Fördervoraussetzung ist, dass

  • der Bauantrag für das Gebäude vor dem 1.1.1995 gestellt oder die Bauanzeige getätigt wurde. Dies gilt nicht bei der Erneuerung von Heizungs- und Warmwasseranlagen mit Einsatz erneuerbarer Energien;
  • das anrechenbare Einkommen des nutzenden Haushalts die Einkommensgrenzen des § 13 Abs. 1 WFNG nicht übersteigt. Information zu den Grenzen erhalten Sie unter dem Reiter  "Formulare, Merkblätter und Service". Die Einhaltung von Einkommensgrenzen ist nicht erforderlich in den Stadterneuerungsgebieten, die als "städtische Problemgebiete" zur Förderung in die Programme Soziale Stadt oder Stadtumbau West aufgenommen wurden.

Verwendungszweck

Gefördert werden bauliche Maßnahmen (Modernisierung) und die hierdurch bedingten Kosten, die zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz und damit zur Senkung der Nebenkosten im Wohnungsbestand sowie zu einer verstärkten CO2-Einsparung beitragen.

Folgende Maßnahmen sind förderfähig:

  • Wärmedämmung der Außenwände,
  • Wärmedämmung der Kellerdecke und er erdberührten Außenflächen beheizter Räume oder der untersten Geschossdecke,
  • Wärmedämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke,
  • Einbau von Fenstern, Fenstertüren, Dachflächenfenstern und Außentüren,
  • Maßnahmen zur energieeffizienten Verbesserung bzw. zum erstmaligen Einbau von Heizungs- und Warmwasseranlagen auf der Basis von Brennwerttechnologie, Kraft-Wärme-Kopplung oder Nah-/Fernwärme sowie erneuerbare Energien.
  • Einbau von Lüftungsanlagen,
  • Instandsetzungsmaßnahmen, die durch die geförderten Maßnahmen verursacht werden,
  • Nachweise bzw. Energiegutachten, die im Zusammenhang mit den geförderten Maßnahmen stehen,
  • Erneuerung und der erstmalige Anbau eines barrierefreien Balkons, Terrasse oder Logia im Zusammenhang mit der Wärmedämmung der Außenwände,
  • Ausbau- und Erweiterung des vorhandenen Wohnraums im Zusammenhang mit der Dämmung der Außenwände und/oder des Daches
  • Maßnahmen zum Schutz gegen Einbruch und zur Verbesserung der Sicherheit am und im Gebäude im Zusammenhang mit den zuvor genannten Maßnahmen.

Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) in der jeweils gültigen Fassung sind bei der Durchführung der Maßnahmen einzuhalten. Vorrangig sollen Maßnahmen gefördert werden, die ein Sachverständiger in dem vorzulegenden Energieausweis empfohlen hat. Der Nachweis über die Einhaltung der Anforderungen muss durch einen Sachverständigen erfolgen, der zur Ausstellung von Energieausweisen berechtigt ist. Die Maßnahmen sind durch ein Fachunternehmen des Bauhandwerks durchzuführen.

Bitte lassen Sie sich über die weiteren technischen Voraussetzungen bei Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde beraten. 

Umfang und Konditionen

Das Darlehen beträgt maximal 40.000 € pro Wohnung, höchstens 85% der  förderfähigen Bau- und Baunebenkosten. Bei Objekten, für die zeitgleich Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren (Nr. 1 der Richtlinie BestandsInvest) gefördert werden, kann das Darlehen bis zu 65.000 € pro Wohnung betragen. Fallen bei der energetischen Sanierung von denkmalgeschützten, denkmalwerten oder städtebaulich und baukulturell erhaltenswerten Gebäuden denkmal- oder städtebaulich bedingte Mehrkosten an, kann das Darlehen um maximal 25.000 € pro Wohnung erhöht werden.

Darlehensbeträge unter 2.500 € werden nicht bewilligt.

Konditionen:

Zinsen: 0,5% p.a. wahlweise für einen Zeitraum von 15 oder 20 Jahren nach der Fertigstellung der Maßnahmen, danach wird das Darlehen marktüblich verzinst. Das Förderobjekt darf für die Dauer der gewählten Zinsverbilligung nur zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden.

Das Darlehen kann auf Antrag in einen anteiligen Tilgungsnachlass (Teilschulderlass) in Höhe von 20% des anerkannten Darlehensbetrages umgewandelt werden. Der Tilgungsnachlass wird bei Leistungsbeginn vom gewährten Darlehen abgesetzt. Zins- und Tilgungsleistungen sowie der laufende Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben.

Tilgung: 2% p.a. zuzüglich ersparter Zinsen.

Verwaltungskostenbeiträge:

  • einmalig: 0,4%,
  • laufend: 0,5% p.a. Nach Tilgung des Darlehens um 50% wird der Verwaltungskostenbeitrag vom halben Darlehensbetrag erhoben.

Auszahlung des Darlehens:

  • 30% bei Maßnahmenbeginn,
  • 60% nach Fertigstellung der Maßnahme und
  • 10% nach abschließender Prüfung des Kostennachweises durch die Bewilligungsbehörde.

Beträgt das insgesamt gewährte Darlehen nicht mehr als 15.000 € erfolgt die Auszahlung mit:

  • 50% bei Maßnahmenbeginn und
  • 50% nach Prüfung des Kostennachweises.

Antragsverfahren

Die Fördermittel werden bei der Bewilligungsbehörde, Stadt- oder Kreisverwaltung, beantragt, in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt. Zuständig ist in der Regel das Amt für Bauförderung.

Antragsvordrucke und die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Bewilligungsbehörde können Sie unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service" erhalten.   

Die Förderzusage erteilt die Bewilligungsbehörde.

Die Maßnahmen müssen innerhalb von 24 Monaten nach Erteilung der Förderzusage abgeschlossen sein. Aus wichtigem Grund kann auf Antrag bei der zuständigen Bewilligungsbehörde die gesetzte Frist um 12 Monate verlängert werden. Mit der Anzeige der Fertigstellung der Maßnahmen ist ein Kostennachweis in Form einer summarischen Kostenaufstellung vorzulegen. Die Vorlagefrist für den Kostennachweis bestimmt die zuständige Bewilligungsbehörde. Werden Maßnahmen nicht wie beantragt durchgeführt oder entstehen tatsächlich geringere Kosten, bleibt eine Darlehenskürzung oder Kündigung vorbehalten.

Die NRW.BANK verschickt die Vertragsunterlagen, zahlt die Mittel aus und verwaltet die Darlehen bis zur Rückzahlung.

Zuletzt aktualisiert am: 14.04.2016

Formulare und Merkblätter

Zum Öffnen, Ausfüllen und Abspeichern der PDF Formulare benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader. Eine aktuelle Version finden Sie hier.
Formulare vor dem Ausfüllen bitte auf dem Computer abspeichern.

Wohnraumförderung - Antrag Barrierefreiheit/Verbesserung Energieeffizienz - Eigentumsmaßnahmen

Stand 01/2016

Wohnraumförderung - Einkommenserklärung zum Antrag „Förderung selbst genutztes Wohneigentum“

Stand 06/2014

Wohnraumförderung - Anlage zur Einkommenserklärung

Angaben zum Haushalt - Stand 06/2014

Wohnraumförderung - Hinweise zur Einkommenserklärung

Stand 01/2016

Wohnraumförderung - Selbstauskunft Eigentumsmaßnahmen

Selbstauskunft für Antragsteller/Antragstellerinnen Eigentumsförderung Stand 01/2015

Kontakt

Stadt- oder Kreisverwaltung

Die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde finden Sie im Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

NRW.BANK

Hauptsitz Düsseldorf

Kavalleriestraße 22

40213 Düsseldorf

Telefon:0 211 91741-0

Fax:0 211 91741-1800

NRW.BANK

Hauptsitz Münster

Friedrichstraße 1

48145 Münster

Telefon:0 251 91741-0

Fax:0 251 91741-2921

Ihr Ansprechpartner

Service-Center

Telefon:0 211 91741-4500

Fax:0 211 91741-7832

E-Mail:info@nrwbank.de

Erfolgsgeschichten und Hintergründe

Umwelt & Energie

Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW. (Bild: NRW.BANK)

Bei energetischen Sanierungen 80 Prozent Energiekosten sparen

In deutschen Immobilien wird nach wie vor viel zu viel Energie verschwendet. Udo Sieverding, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, gibt einige Tipps, wie Hausbesitzer durch energetisches Sanieren viel Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Weiterlesen

Wohnen

Markus Robenek, Architekt der Nullenergie-Siedlung in Oberhausen. (Bild: NRW.BANK) Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

Wohnen: Günstiger Wohnraum für Menschen mit niedrigen Einkommen

Nullenergiehäuser scheitern bei privaten Bauherren oft am Preis: Um im Betrieb energieneutral zu werden, liegen die Investitionskosten etwa ein Fünftel über denen für gängige Energiestandards. „Bei einem Projekt unserer Größenordnung relativiert sich das jedoch wieder. Da wird die Sache interessant“, sagt Markus Robenek, Architekt aus Bottrop. Er baut in Oberhausen mit der Mietwohnungsbauförderung der NRW.BANK eine Nullenergie-Siedlung.

Weiterlesen

Ihre Anfrage

* Pflichtfelder Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers/der Empfänger werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und anschließend gelöscht.

Feedback

Ihre Bewertung der Seite

Haben Sie ein Anliegen und möchten lieber persönlich in Kontakt mit der NRW.BANK treten? Dann nutzen Sie bitte unsere Kontaktmöglichkeiten.