Zinsgünstige Darlehen für den Kauf von vorhandenen Eigenheimen und Eigentumswohnungen. Darlehenshöhe abhängig vom energetischen Standard. Für Privatpersonen innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen.

//Förderung selbst genutzten Wohnraums - Erwerb gebrauchter Immobilien

Fördernehmer:
Privatpersonen
Förderthemen:
Neubau & Erwerb Wohneigentum
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
NRW.BANK
Ansprechpartner:
Stadt- oder Kreisverwaltung; NRW.BANK

In aller Kürze

Zinsgünstige Darlehen für den Erwerb von vorhandenen Eigenheimen und Eigentumswohnungen.

Antragsberechtigte

Die Förderung konzentriert sich auf  Haushalte (auch Lebensgemeinschaften), die bestimmte Einkommensgrenzen einhalten und

  • aus mindestens einer volljährigen Person und einem Kind oder
  • einer schwerbehinderten Person (Grad der Behinderung von mindestens 50) bestehen. Hierbei kann es sich auch um einen Einpersonenhaushalt handeln.  

Informationen zu den Einkommensgrenzen erhalten Sie in unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service" oder Sie prüfen Ihre Förderberechtigung online mit unserem interaktiven Chancenprüfer - Wohneigentum.

Wichtig: Entscheidend für die Einkommensprüfung sind die Berechnungen und Feststellungen Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde. Bitte vereinbaren Sie mit dieser Stelle einen Beratungstermin.

Verwendungszweck

Der Erwerb vorhandener Eigenheime oder Eigentumswohnungen wird mit 70% der Neubaufördermittel gefördert, wenn für das Objekt

  • nach dem 31.12.1994 der Bauantrag gestellt oder die Bauanzeige getätigt wurde oder
  • das Förderobjekt mindestens den Standard der Wärmeschutzverordnung 1995 erfüllt oder
  • der Endenergiebedarf des Förderobjektes laut Energiebedarfsausweis den Wert von 150 kWh (m² a) nicht überschreitet.

Der Erwerb von vorhandenen Eigenheimen und Doppel- oder Reihenhäusern in Form von Wohneigentum ohne energetischen Standard wird mit 80% der Neubaufördermittel gefördert, wenn innerhalb eines Jahres nach Erteilung der Förderzusage nachgewiesen wird,

  • dass Maßnahmen durchgeführt worden sind, die gewährleisten, dass der Endenergiebedarf des Förderobjektes laut Energiebedarfsausweis den Wert von 150 kWh/(m²a) nicht überschreitet. Die Planung geeigneter Maßnahmen ist mit Antragstellung nachzuweisen. Der Nachweis ist mit einem Energiebedarfsausweis zu führen, der die geplanten Maßnahmen berücksichtigt.

Die voraussichtlichen Kosten der Maßnahmen sind durch Kostenvoranschläge oder durch qualifizierte Kostenaufstellung anzugeben.

Bitte lassen Sie sich über die genauen Voraussetzungen durch die Bewilligungsbehörde informieren.

Eine Förderung ist nicht möglich, wenn

  •  ein Vertragsabschluss vor Antragstellung erfolgt ist,
  •  die angemessenen Gesamtkosten im Bereich der Bewilligungsbehörde überschritten werden,
  •  es sich um eine Eigentumswohnung in einem Hochhaus handelt.

Eigenleistung

Eigenleistung muss mindestens in Höhe von 15% der Gesamtkosten erbracht werden, davon die Hälfte mit eigenen Geldmitteln. Das Starterdarlehen wird auf den Teil der Eigenleistung, der nicht in Geldmitteln erbracht werden muss, angerechnet.

Verbleibendes Einkommen

Eine Förderung ist nur zulässig, wenn die Belastung nicht die wirtschaftliche Existenzgrundlage gefährdet. Nach Abzug der Belastungen aus der Baufinanzierung, den Betriebskosten und aller anderen Zahlungsverpflichtungen vom Nettoeinkommen müssen soviel Einkünfte verbleiben, dass der angemessene Lebensunterhalt sichergestellt ist (Mindestrückbehalt).

Der monatliche Mindestrückbehalt beträgt für  

  • einen Einpersonenhaushalt 780 €,
  • einen Zweipersonenhaushalt 1.000 €,
  • jede weitere Person zusätzlich 255 €.

Die Tragbarkeit der Belastung muss auf Dauer gesichert erscheinen. Weitergehende Fragen hierzu klären Sie bitte mit Ihrer Bewilligungsbehörde.

Förderhöhen und Konditionen

Die Höhe des Darlehens richtet sich nach der Gemeinde, in der Sie das Förderobjekt kaufen. Die Gemeinden sind entsprechend dem Kostenniveau in drei Kategorien (K1 bis K3) unterteilt. In welche Kategorie Ihre Gemeinde fällt und ob ein Stadtbonus gewährt wird, entnehmen Sie bitte der Datei „Kostenkategorien der Gemeinden“ unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service".

Für den Kauf gebrauchter Eigenheime und Eigentumswohnungen, für die nach dem 31.12.1994 der Bauantrag gestellt oder die Bauanzeige getätigt oder für die mindestens der Standard der Wärmeschutzverordnung 1995 nachgewiesen wird, gelten folgende Darlehenssätze:

  • Grundpauschale K 1  - 32.200 € oder
  • Grundpauschale K 2  - 47.300 € oder
  • Grundpauschale K 3  - 54.600 € 

und

  • Kinderbonus 7.000 € je Kind,
  • Stadtbonus 10.500 € (nur bestimmte Orte),
  • erhöhter Stadtbonus 14.000 € (nur bestimmte Orte),
  • Starterdarlehen 10.000 €.

Für den Kauf gebrauchter Eigenheime, die den o. g. energetischen Standard zum Erwerbszeitpunkt noch nicht erfüllen, werden in Kombination mit baulichen Maßnahmen zum Zweck der energetischen Verbesserung folgende Darlehenssätze gewährt:

  • Grundpauschale K 1  - 36.800 € oder
  • Grundpauschale K 2  - 54.000 € oder
  • Grundpauschale K 3  - 62.400 €

und

  • Kinderbonus 8.000 € je Kind,
  • Stadtbonus 12.000 € (nur bestimmte Orte),
  • erhöhter Stadtbonus 16.000 € (nur bestimmte Orte),
  • Starterdarlehen 10.000 €.

Konditionen für das Baudarlehen (Grundpauschale, Kinderbonus und Stadtbonus) und das Starterdarlehen:

  • Zinsen: 0,5% p.a. 10 Jahren fest, danach einkommensabhängig weitere 10 Jahre 0,5 % p. a. fest.
  • Tilgung:
    • Baudarlehen 2% p.a. zuzüglich ersparter Zinsen.
    • Starterdarlehen 5% p.a. zuzüglich ersparter Zinsen.
  • Verwaltungskosten:
    • einmalig 0,4% (werden bei Auszahlung einbehalten).
    • laufend: 0,5% p.a.

Weitere Details zu den Konditionen aller Darlehen finden Sie unter dem Reiter  „Konditionen“.

Antragsverfahren

Die Fördermittel werden bei der Bewilligungsbehörde, Stadt- oder Kreisverwaltung beantragt, in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt. Zuständig ist in der Regel das Amt für Bauförderung.

Die für Sie zuständige Bewilligungsbehörde und Ihre Ansprechpartnerin bzw. Ihren Ansprechpartner können Sie unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service" unter „Bewilligungsbehörden Wohnraumförderung“ abfragen.   

Vor einer formalen Antragstellung ist ein persönliches Beratungsgespräch sinnvoll. Bitte sprechen Sie den Beratungstermin und die hierfür erforderlichen Unterlagen vorher mit der Bewilligungsbehörde ab. Antragsvordrucke erhalten Sie bei der Bewilligungsbehörde oder unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service".

Fördermittel können beantragt werden, sobald ein Förderobjekt in Aussicht ist. Der vorzeitige Abschluss von Kaufverträgen bzw. ein vorzeitiger Baubeginn schließen eine spätere Förderung aus.

Die Förderzusage erteilt die Bewilligungsbehörde.

Eine Kopie der Förderzusage erhält die NRW.BANK. Sie verschickt anschließend die für die Auszahlung der Darlehen erforderlichen Unterlagen (Darlehensverträge, Hypothekenbestellungsurkunde etc.), zahlt die Mittel aus und übernimmt die Bearbeitung bis zur Rückzahlung.

Zuletzt aktualisiert am: 14.04.2016

Darlehenskonditionen (selbst genutztes Wohneigentum) - Stand 01/2016

Formulare und Merkblätter

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Formulare vor dem Ausfüllen bitte auf dem Computer abspeichern.

Wohnraumförderung - Antrag Eigentumsmaßnahmen Erwerb gebrauchte Objekte/Kombimodell

Stand 01/2016

Wohnraumförderung - Selbstauskunft Eigentumsmaßnahmen

Selbstauskunft für Antragsteller/Antragstellerinnen Eigentumsförderung Stand 01/2015

Wohnraumförderung - Einkommenserklärung zum Antrag „Förderung selbst genutztes Wohneigentum“

Stand 06/2014

Wohnraumförderung - Anlage zur Einkommenserklärung

Angaben zum Haushalt - Stand 06/2014

Wohnraumförderung - Hinweise zur Einkommenserklärung

Stand 01/2016

Wohnraumförderung - Selbsthilfeerklärung

Stand 03/2016

Downloads

Wohnraumförderung - Kostenkategorien der Gemeinden

Stand 01/2015

Wohnraumförderung - Einkommensgrenzen

Einkommensgrenzen im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung des Landes NRW - Stand 01.01.2016 -

Wohnraumförderung - Flyer Bau oder Kauf von Wohneigentum 2016

Stand 02/2016

Wohnraumförderung - Wohnraumförderungsbestimmungen 2016

Runderlass vom 21.01.2016

Hilfen und Anwendungen

Chancenprüfer - Wohneigentum

Ermittlung eines mögliches Förderdarlehens, bezogen auf den Standort des Objektes

Wohnraumförderung - Ihre zuständige Bewilligungsbehörde

Suche nach der zuständigen Bewilligungsstelle

Kontakt

Stadt- oder Kreisverwaltung

Die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde finden Sie im Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

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