Grundlage für die Förderung von Investitionen in die Aus- und Weiterbildung sowie die Beschäftigung durch die EU in den Jahren 2014 bis 2020.

//Europäischer Sozialfonds (ESF) (2014-2020)

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Existenzgründer/-innen; Privatpersonen; Verbände & Vereine; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Kommunen & Kommunalverbände
Förderthemen:
Bildung; Personalentwicklung/Qualifizierung
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Europäische Union
Ansprechpartner:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Europäische Kommission
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Die Antragsberechtigung richtet sich nach den nationalen und regionalen Programmen, auf deren Grundlage die Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) ausgereicht werden.

In Nordrhein-Westfalen erfolgt die Förderung auf der Grundlage der ESF-Förderrichtlinie.

Verwendungszweck

Der ESF bildet das zentrale Finanzierungsinstrument der Europäischen Union für Investitionen in die Aus- und Weiterbildung sowie die Beschäftigung. Ziel des ESF ist die Stärkung des wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhaltes in der Union.

Förderschwerpunkte sind:

  • die Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und die Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte,
  • die Förderung der sozialen Inklusion und die Bekämpfung von Armut und Diskriminierung,
  • Investitionen in die Aus- und Weiterbildung,
  • die Verbesserung der institutionellen Kapazitäten von Behörden und Interessenträgern und der effizienten öffentlichen Verwaltung.

Der ESF trägt darüber hinaus zur Erreichung anderer thematischer Ziele der Kohäsionspolitik bei, insbesondere zur

  • Förderung der Umstellung auf eine CO2-arme, klimaschonende und ressourceneffiziente Wirtschaft,
  • Förderung der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien,
  • Verstärkung von Forschung, Entwicklung und Innovation sowie
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU).

Besonderes Gewicht legt der ESF auf die Förderung

  • der Gleichstellung von Frauen und Männern,
  • der Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung,
  • der sozialen Innovation und
  • der transnationalen Zusammenarbeit.

Mindestens 20% der in jedem Mitgliedstaat zur Verfügung stehenden ESF-Mittel werden für das thematische Ziel „Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung der Armut und Diskriminierung“ bereitgestellt.

Mit der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen wird im Rahmen des ESF die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Regionen der Union mit hoher Jugendarbeitslosigkeit unterstützt.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Kofinanzierung nationaler und regionaler Programme
  • Förderumfang: Obergrenzen der Beteiligung liegen bei 50% (stärker entwickelte Regionen), 65% (Übergangsregionen) und 85% (weniger entwickelte Regionen) der zuschussfähigen Ausgaben
  • Budget: Das Gesamtbudget für die Kohäsionspolitik aus den Strukturfonds (ESF und EFRE) sowie dem Kohäsionsfonds beläuft sich für den Zeitraum 2014–2020 auf rund 325 Mrd. €, darunter 3,0 Mrd. € als besondere Mittelzuweisung zugunsten der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen.

Antragsverfahren

Die Mitgliedstaaten schließen Partnerschaftsvereinbarungen mit der Kommission, die alle Unterstützungsleistungen aus den Struktur- und Investitionsfonds im betreffenden Mitgliedstaat umfassen.

Die Maßnahmen der Fonds werden in den Mitgliedstaaten in Form von operationellen Programmen durchgeführt, die sich in einen nationalen strategischen Rahmenplan einordnen. Jedes operationelle Programm gilt für einen Zeitraum zwischen dem 01.01.2014 und dem 31.12.2020.

Die Mitgliedstaaten benennen die Verwaltungs-, Bescheinigungs- und Prüfbehörden, die für die Durchführung der operationellen Programme verantwortlich sind.

Zuständige Behörden:

  • Nordrhein-Westfalen: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS)
  • Bund: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Quelle

Verordnung (EU) Nr. 1304/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17.12.2013, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 347 vom 20.12.2013, S. 470; geändert durch Verordnung (EU) 2015/779 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20.05.2015, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 126 vom 21.05.2015, S. 1

Geltungsdauer

01.01.2014 bis 31.12.2020

Weiterführende Informationen

Die Förderung erfolgt in Nordrhein-Westfalen auf der Grundlage der ESF-Förderrichtlinie.

Weitere Informationen im Internet:

Zuletzt aktualisiert am: 06.07.2016

Kontakt

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Referat EF 1 – Europäischer Sozialfonds: Verwaltungsbehörde

Rochusstr. 1

53123 Bonn

Telefon:0 228 99527-3558

E-Mail:esf@bmas.bund.de

Internet:http://www.esf.de

Europäische Kommission

Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration (DG EMPL)

Rue Joseph II 27

B-1000 Brüssel

Belgien

Hotline:00800 67891011 (Europe Direct)

Telefon:+32 2 2991111 (Zentrale)

E-Mail:empl-info@ec.europa.eu

Internet:http://ec.europa.eu/social

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