Förderung von auf anerkannten Ausbildungsberufen oder vergleichbaren Qualifikationen aufbauenden beruflichen Aufstiegsfortbildungen durch Zuschüsse und Darlehen.

//Aufstiegs-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz - AFBG)

Fördernehmer:
Privatpersonen
Förderthemen:
Bildung
Förderart:
Zuschüsse; Darlehen
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Antrag annehmende Stellen in den einzelnen Bundesländern; KfW Bankengruppe
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung, z.B. zum Meister, Techniker, Fachwirt, Erzieher oder Betriebswirt.

Neben deutschen Staatsangehörigen sind unter bestimmten Voraussetzungen auch ausländische Staatsangehörige antragsberechtigt.

Eine Altersbeschränkung besteht nicht.

Verwendungszweck

Gefördert wird die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen öffentlicher und privater Träger in Vollzeit- oder Teilzeitform, die

  • auf Fortbildungsabschlüsse zu öffentlich-rechtlich geregelten Prüfungen auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) oder der Handwerksordnung (HWO),
  • auf gleichwertige Fortbildungsabschlüsse nach bundes- oder landesrechtlichen Regelungen oder
  • auf gleichwertige Fortbildungsabschlüsse an anerkannten Ergänzungsschulen auf der Grundlage staatlich genehmigter Prüfungsordnungen vorbereiten.

Unterstützt wird die berufliche Fortbildung in grundsätzlich allen Berufsbereichen unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird (Vollzeit/Teilzeit, schulisch/außerschulisch, mediengestützt/Fernunterricht).

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Kombination von Zuschuss und Darlehen
  • Förderumfang:
    • Lehrgangs- und Prüfungsgebühren: bis zu 15.000 €. Davon werden 40% als Zuschuss geleistet. Für den Rest kann ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden.
    • Prüfungsstück: bis zu 50% der notwendigen Kosten, höchstens jedoch 2.000 €
    • Vollzeitmaßnahmen: einkommens- und vermögensabhängiger Unterhaltsbeitrag bis zur individuellen Bedarfssatzhöhe. Der Unterhaltsbedarf besteht aus einer Zuschuss- und einer Darlehenskomponente. Der Zuschussanteil beträgt 50%, für Kinder bis zu 55%. Die Höhe der Förderung beträgt monatlich
      • bis zu 768 EUR als Beitrag zum Lebensunterhalt,
      • bis zu 235 EUR als Aufschlag für Verheiratete/Verpartnerte,
      • bis zu 235 EUR als Aufschlag je Kind sowie
      • 130 EUR als Pauschale für die Kinderbetreuungskosten von Alleinerziehenden.
    • Bei Existenzgründungen, die neue Arbeits- oder Ausbildungsplätze schaffen, wird darüber hinaus ein Darlehensteilerlass gewährt.
  • Förderdauer: bei Vollzeitfortbildungen max. 24 Monate, bei Teilzeitfortbildungen max. 48 Monate

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer muss vor Beginn der Maßnahme über die nach der jeweiligen Fortbildungsordnung für die Prüfungszulassung erforderliche berufliche Vorqualifikation verfügen.
  • Gefördert werden auch Teilnehmende, die über einen Bachelorabschluss oder einen vergleichbaren Hochschulabschluss verfügen, nicht jedoch Teilnehmende, die einen höheren Hochschulabschluss oder einen als gleichwertig anerkannten sonstigen Abschluss erworben haben.
  • Die Fortbildungsmaßnahme muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen und bei Vollzeitmaßnahmen innerhalb von 36 Monaten, bei Teilzeitmaßnahmen innerhalb von 48 Monaten abgeschlossen werden.

Antragsverfahren

Anträge können vor Beginn der Maßnahme unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei der zuständigen Behörde des jeweiligen Bundeslandes gestellt werden. Die Entscheidung erfolgt in Form eines öffentlich-rechtlichen Bescheides. Die Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer erhält zugleich mit dem Bescheid eine Bescheinigung, mit der sie bzw. er innerhalb von 3 Monaten ein Darlehen bei der KfW Bankengruppe beantragen kann.

Quelle

Bekanntmachung der Neufassung des Gesetzes zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz – AFBG) vom 15.06.2016 (BGBl. I, S. 1450); Informationen des BMBF, Stand 07/2016

Weiterführende Informationen

Mit der Novelle des AFBG sind zum 01.08.2016 folgende Leistungsverbesserungen in Kraft getreten:

  • Der Basisunterhaltsbeitrag im AFBG bei Vollzeitmaßnahmen wächst mit dem 25. BAföGÄndG und dem 3. AFBGÄndG von 645 € auf 708 €, der Zuschussanteil hierauf nach Abzug des Pauschbetrages mit dem 3. AFBGÄndG von 44% auf 50%.
  • Die Erhöhungsbeträge zum Basisunterhaltsbeitrag werden für die Teilnehmenden von 52 € auf 60 €, für die Ehepartner von 215 € auf 235 € und für Kinder von 210 € auf 235 € erhöht. Für den Kindererhöhungsbetrag steigt der Zuschussanteil von 50% auf 55%. Für die weiteren Erhöhungsbeträge wird erstmals ein Zuschussanteil (von 50%) eingeführt.
  • Der einkommensunabhängige maximale Maßnahmebeitrag (Förderung der Lehrgangskosten) steigt von 10.226 € auf 15.000 €. Der Zuschussanteil hierauf wird von 30,5% auf 40% erhöht.
  • Der einkommensunabhängige Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende wird von 113 € auf 130 € erhöht.
  • Mit einem „Attraktivitätspaket Meisterstück“ werden die Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt bis zu 2.000 € gefördert (bisher 1.534 €) und ein Zuschussanteil (von 40%) erstmals eingeführt.
  • Der mögliche Erlass des restlichen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten bei Bestehen der Prüfung wird von 25% auf 40% erhöht.
  • Der Basisvermögensfreibetrag wird von 35.800 € auf 45.000 € erhöht, die Erhöhungsbeträge hierauf für die Ehepartner und je Kind von 1.800 € auf 2.100 €.
  • Die Einkommensfreibeträge im AFBG sind bereits mit dem 25. BAföGÄndG für Teilnehmende von 255 € auf 290 €, für die Ehepartner von 535 € auf 570 € und je Kind von 485 € auf 520 € erhöht worden.
  • Zusätzlich wird die Förderung auf Bachelorabsolventinnen und -absolventen und Zugänge zur Fortbildungsprüfung ohne Erstausbildungsabschluss erweitert.

Weiterführende Informationen im Internet:

Zuletzt aktualisiert am: 18.10.2016

Kontakt

Antrag annehmende Stellen in den einzelnen Bundesländern

Hotline:0 800 6223634 (gebührenfrei)

Internet:http://www.aufstiegs-bafoeg.info

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0800 539-9003

Telefon:0 69 7431-9996

Fax:0 69 7431-9500

E-Mail:meisterbafoeg@kfw.de

Internet:http://www.kfw.de

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