Zuschüsse für Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter landwirtschaftlicher Unternehmen für wettbewerbsfähige, nachhaltige, umweltschonende, tiergerechte und multifunktionale Landwirtschaft.

//Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP)

Fördernehmer:
Land-/Forst-/Fischereiwirtschaft
Förderthemen:
Wachstums-/Erweiterungsinvestitionen
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Land NRW
Ansprechpartner:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Kleinst-, kleine und mittlere landwirtschaftliche Unternehmen (KMU) gemäß KMU-Definition der EU mit Sitz in Nordrhein-Westfalen.

Das antragstellende Unternehmen muss

  • mehr als 25% seiner Umsatzerlöse durch landwirtschaftliche Erzeugnisse erwirtschaften,
  • die Mindestgröße nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (§ 1 Abs. 2 ALG) erreichen bzw. überschreiten oder
  • als landwirtschaftlicher Betrieb unmittelbar kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen.

Nicht gefördert werden:

  • Unternehmen, an denen die öffentliche Hand mit mehr als 25% des Eigenkapitals beteiligt ist,
  • Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Leitlinien der Europäischen Gemeinschaft sowie
  • Unternehmen, die einer Rückforderung aufgrund einer Rückforderungsanordnung nach einem früheren Beschluss der Kommission zur Feststellung der Rechtswidrigkeit und Unvereinbarkeit einer Beihilfe mit dem Binnenmarkt nicht Folge geleistet haben.

Verwendungszweck

Gefördert werden investive Maßnahmen von landwirtschaftlichen Unternehmen.

Mitfinanziert werden

  • Errichtung, Erwerb und Modernisierung von unbeweglichem Vermögen,
  • Kauf von neuen Anlagen der Innenwirtschaft, einschließlich der für den Produktionsprozess notwendigen Computersoftware, sowie
  • allgemeine Aufwendungen, etwa für Architektur- und Ingenieurleistungen, Beratung, Betreuung von baulichen Investitionen, Durchführbarkeitsstudien sowie den Erwerb von Patenten und Lizenzen.

Zudem können ergänzende Zuschüsse für Investitionen von Junglandwirten sowie zur Finanzierung von Erschließungskosten bei Aussiedlungen gewährt werden.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • bei Investitionen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bis zu 15%, für Betriebe des ökologischen Landbaus 20% des förderungsfähigen Investitionsvolumens
    • für Erschließungsmaßnahmen zur Verlegung des Betriebes oder wesentlicher Betriebsteile in den Außenbereich 15% des förderungsfähigen Investitionsvolumens
    • bei Stallbauinvestitionen für besonders tiergerechte Haltung 15 bis 40% des förderungsfähigen Investitionsvolumens
    • für Investitionen von Junglandwirten (bis 40 Jahre) zusätzlich 10% des förderungsfähigen Investitionsvolumens, maximal 10.000 €
  • Förderhöhe: mindestens 20.000 € und max. 750.000 €

Eine Kombination mit Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank ist möglich.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Grundlage der Förderung ist der jeweils geltende Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK).
  • Es muss sich um Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter handeln.
  • Der Antragsteller bzw. die Antragstellerin muss seine bzw. ihre beruflichen Fähigkeiten für eine ordnungsgemäße Führung des Betriebes sowie die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und des durchzuführenden Investitionskonzeptes nachweisen.
  • Geförderte Grundstücke, Bauten und bauliche Anlagen müssen 12 Jahre nach Fertigstellung und Maschinen, technische Einrichtungen und Geräte 5 Jahre nach Lieferung dem Zuwendungszweck entsprechend verwendet werden und dürfen nicht veräußert werden.
  • Verschiedene Investitionen sind von der Förderung ausgeschlossen, u.a. der Erwerb von Produktionsrechten und Gesellschaftsanteilen, Tieren, Pflanzrechten oder Pflanzen sowie Ersatzinvestitionen, Maschinen und Geräte für die Innen- und Außenwirtschaft sowie laufende Betriebsausgaben.

Antragsverfahren

Anträge sind auf den vorgesehenen Formularen zu stellen.

Antragstelle ist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2020.

Quelle

Runderlass des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) vom 13.06.2014, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 19 vom 30.06.2014, S. 345; zuletzt geändert durch Runderlass des MKULNV vom 25.04.2016, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 15 vom 27.05.2016, S. 386

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen auf den Internetseiten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen:

Zuletzt aktualisiert am: 27.05.2016

Kontakt

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Nevinghoff 40

48147 Münster

Telefon:0 251 2376-0

Fax:0 251 2376-521

E-Mail:info@lwk.nrw.de

Internet:http://www.landwirtschaftskammer.de

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