Mezzanin-Dachfonds stellt zusätzlich 400 Millionen Euro für den deutschen Mittelstand bereit

//Mezzanin-Dachfonds stellt zusätzlich 400 Millionen Euro für den deutschen Mittelstand bereit

Düsseldorf/Berlin, 10. November 2016

 

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI), der Europäische Investitionsfonds (EIF), die LfA Förderbank Bayern (LfA) und die NRW.BANK haben gemeinsam einen zweiten Mezzanin-Fonds mit einem Gesamtvolumen von 400 Millionen Euro aufgelegt. Damit wird das Gesamtvolumen des dem EIF anvertrauten Mezzanin-Mandates auf insgesamt 600 Millionen Euro erhöht.  Ziel ist es, mittelständischen Unternehmen in Deutschland den Zugang zu alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zu erleichtern.

 

Staatssekretär Matthias Machnig, BMWi: „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und hat zurecht weltweiten Vorbildcharakter. Bei den Investitionen sind deutsche Mittelständler allerdings zurückhaltend. Grund ist oft der mangelnde Zugang zu geeigneter Finanzierung. Mit der Neuauflage des Mezzanin-Dachfonds wollen wir deshalb die Kapitalversorgung des deutschen Mittelstands stärken und wichtige Impulse für mehr Investitionen geben.“

 

Pier Luigi Gilibert, der geschäftsführende Direktor des EIF, betonte: „Die Stärkung kleinerer Unternehmen und des Mittelstands ist die Kernaufgabe des EIF. Der zweite gemeinsame Mezzanin-Fonds ist eine schlagkräftige Antwort auf die ungebrochene Nachfrage nach alternativen Finanzlösungen im deutschen Markt. Die Aufstockung der Mittel unterstreicht außerdem die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem BMWi und unseren Anteilseignern LfA und NRW.BANK, indem wir gemeinsam Investitionen in Deutschland voranbringen.“

 

LfA-Vorstandsvorsitzender Dr. Otto Beierl: „Der Zugang zur passenden Finanzierung ist für mittelständische Unternehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Mit unserer Beteiligung am Mezzanin-Dachfonds verbessern wir die Möglichkeiten und stärken so den Wirtschaftsstandort Bayern. Mezzanin-Kapital hat für Mittelständler zahlreiche Vorteile: Sie verbessern ihre Eigenkapitalausstattung und haben damit leichteren Zugang zu Fremdkapital.“

 

Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK: „In Deutschland mangelt es an Kapitalgebern von Mezzanin-Finanzierungen für den Mittelstand. Es gibt nur wenige Anbieter, die neue Fonds in diesem Segment auflegen. Umso wichtiger ist der neue Dachfonds, mit dem wir die Basis für eine bessere Kapitalausstattung von mittelständischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen fördern. Dies festigt nachhaltig Wachstum und Beschäftigung im Land.“

 

Der Mezzanin-Dachfonds beteiligt sich an privaten professionellen Mezzanin-Fonds, die wesentlich in den deutschen Mittelstand investieren. Der erste Mezzanin-Dachfonds hatte ein Volumen von 200 Millionen Euro und hat wesentlich dazu beigetragen, das Angebot an Mezzanin-Finanzierungen im deutschen Markt zu verbreitern. Bis dato hat der Fonds in mehr als 25 deutsche Unternehmen investiert, die insgesamt mehr als 3.200 Mitarbeiter beschäftigen. Der zweite Mezzanin-Dachfonds wird ein Volumen von insgesamt 400 Millionen Euro haben. 200 Millionen Euro stellen das BMWi, die Lfa und die NRW.BANK aus ERP- und Landesmitteln zur Verfügung. Weitere 200 Millionen Euro kommen von dem EIF, welcher auch das Management des Fonds verantwortet. Der zweite Mezzanin-Dachfonds soll eine Investitionsperiode von fünf Jahren haben und sich auch an Fonds beteiligen, welche alternative Finanzierungen anbieten, darunter Mezzanin-Kapital, Venture Debt und nachrangige Darlehen.

 

Ergänzende Informationen:
Der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört zur Gruppe der Europäischen Investitionsbank. Seine Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, kleinsten sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa den Zugang zu Finanzierungsmitteln zu erleichtern. Der EIF setzt dazu verschiedene Instrumente ein, die von Risiko- und Wachstumskapital über Garantien bis hin zu Mikrofinanzierungen reichen und die speziell auf die Kunden zugeschnitten sind. Mit seinen Finanzierungen fördert der EIB die Ziele der EU in den Bereichen Unternehmertum, Innovation, Wachstum, Beschäftigung und Regionalentwicklung.

 

Die LfA Förderbank Bayern ist seit 65 Jahren die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht. Neben zinsgünstigen Förderkrediten umfasst das Angebot der LfA Risikoübernahmen durch Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und Garantien sowie Eigenkapital über Beteiligungsgesellschaften aus der LfA-Gruppe (BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH, Bayern Kapital GmbH). Um den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken, unterstützt die LfA auch Infrastrukturvorhaben. Im Geschäftsjahr 2015 vergab die LfA Darlehen in Höhe von 2,1 Mrd. Euro an rund 4.600 Unternehmen und Kommunen.

 

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer – das Land NRW – bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. Dazu bündelt sie Förderprogramme des Landes, des Bundes und der Europäischen Union und kombiniert sie mit eigenen Fremd- und Eigenkapitalprodukten sowie Beratungsangeboten. Sie arbeitet wettbewerbsneutral und im Hausbankenverfahren mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen.

Kontakt

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Gesatzki

Pressesprecherin

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