Wohnungsmarktbericht 2015 der NRW.BANK erschienen, Markt für günstige Mietwohnungen entlang der Rheinschiene weiterhin angespannt

//Rheinland: Wohnungsmarktbericht 2015 der NRW.BANK erschienen

Markt für günstige Mietwohnungen entlang der Rheinschiene weiterhin angespannt

Düsseldorf/Münster, 27. Januar 2016

In Nordrhein-Westfalen wurden 2014 mehr Wohnungen gebaut als in den Vorjahren, doch es sind angesichts der steigenden Einwohnerzahlen noch immer zu wenige. Vor allem in den Städten entlang der Rheinschiene hat sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt im vergangenen Jahr noch verschärft. Bezahlbarer Wohnraum bleibt für Menschen mit geringen Einkommen rar und es fehlen kleine Wohnungen für Einpersonenhaushalte. Dies zeigt der Wohnungsmarktbericht 2015 der NRW.BANK, der jetzt erschienen ist.


Nordrhein-Westfalen zieht weiterhin Einwohner an. Besonders stark wachsen die Arbeitsplatzzentren entlang der Rheinschiene, allen voran Bonn, Köln und Düsseldorf. Die Folge: Es wird mehr Wohnraum benötigt. Dieser wurde vor allem in den Ballungskernen neu gebaut. 46.262 Wohnungen wurden im Jahr 2014 in NRW fertiggestellt, das ist ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zu 2013.

Preisgünstiger Wohnraum fehlt
Doch obwohl insgesamt mehr Wohnungen gebaut wurden, verschärft sich für Menschen mit geringem Einkommen die Lage auf dem Wohnungsmarkt. Denn die Mieten im untersten Preissegment stiegen am stärksten, bei Neuvermietungen in  Städten wie Köln und Aachen binnen eines Jahres im Durchschnitt um über fünf Prozent.

„Der Bau geförderter Mietwohnungen und der Erhalt von Bestandswohnungen werden immer wichtiger, um die Versorgung mit preisgünstigem Wohnraum sicherzustellen“, sagt Dietrich Suhlrie, Vorstand der NRW.BANK. „Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen bieten wir ein breites Spektrum an Förderangeboten für Investoren, um preisgünstige Wohnungen zu schaffen und Quartiere aufzuwerten.“

Der Druck auf den Markt für kleine, preisgünstige und preisgebundene Wohnungen nimmt mit der wachsenden Zahl älterer Menschen, die oft nur geringe Renten haben, weiter zu. Immer mehr Menschen leben im Alter allein, was sich auf die Entwicklung der Haushalte auswirkt. So stieg in den Jahren 1997 bis 2013 die Zahl der Einpersonenhaushalte um rund 15 Prozent und die der Zweipersonenhaushalte um neun Prozent.

Infolge der Zuwanderung durch Flüchtlinge wird die Wohnungsnachfrage in Nordrhein-Westfalen mittelfristig weiter steigen. Aktuell ist jedoch unklar, wie viele Flüchtlinge tatsächlich kommen und bleiben sowie in welche Städte sie ziehen. Eine erste Modellrechnung durch die NRW.BANK und das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr kommt zu dem Ergebnis, dass für die Flüchtlinge, die 2015 und 2016 nach NRW kommen, und deren nachziehende Familien, mittelfristig auch bei Nutzung des mobilisierbaren Leerstands rund 120.000 Wohnungen zusätzlich benötigt werden. Diese müssen neu gebaut werden.

Nachfrage nach Wohneigentum steigt
Die Nachfrage nach Eigentum, vor allem nach Eigentumswohnungen, zog im vergangenen Jahr an und erstreckt sich inzwischen auch auf Städte, die bislang nicht im Fokus der Nachfrager lagen. Insgesamt entfielen 18 Prozent aller Verkäufe in NRW 2014 auf Köln und Düsseldorf. In den Boomstädten der Rheinschiene stiegen auch die Preise für baureifes Land weiter an. Mussten für einen Quadratmeter in Düsseldorf im Jahr 2004 noch 430 Euro gezahlt werden, stieg der Preis 2014 auf 600 Euro.

Der Wohnungsmarktbericht NRW 2015 kann auf der Website der NRW.BANK entweder kostenfrei bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.


Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer – das Land NRW – bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. Dazu bündelt sie Förderprogramme des Landes, des Bundes und der Europäischen Union und kombiniert sie mit eigenen Fremd- und Eigenkapitalprodukten sowie Beratungsangeboten. Sie arbeitet wettbewerbsneutral und im Hausbankenverfahren mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen.


Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Birgit Kranzusch, stv. Pressesprecherin, Tel.: 0211 91741-1997

Kontakt

Caroline
Gesatzki

Pressesprecherin

Tel.:0 211 91741-1847

Fax:0 211 91741-1260

E-Mail:caroline.gesatzki@nrwbank.de

Sie erreichen uns Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr, Freitag 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie an Feiertagen und am Wochenende unter den oben genannten Kontaktdaten.

Ihre Anfrage

* Pflichtfelder Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers/der Empfänger werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und anschließend gelöscht.

Feedback

Ihre Bewertung der Seite

Haben Sie ein Anliegen und möchten lieber persönlich in Kontakt mit der NRW.BANK treten? Dann nutzen Sie bitte unsere Kontaktmöglichkeiten.