Im Jahr 2014 hat die NRW.BANK Fördermittel in Höhe von 8,9 Milliarden Euro vergeben.

//Bilanzpressekonferenz 2015 der NRW.BANK: Erfolgreiches Fördergeschäft fortgeführt

Düsseldorf/Münster, 30.03.2015

  • Gutes Förderjahr – Nettoneuzusagevolumen stabil (8,9 Mrd. €)
  • Starke Nachfrage im Förderfeld „Gründen & Wachsen“ (3,2 Mrd. €)
  • Infrastrukturmaßnahmen in Höhe von 1,7 Mrd. € gefördert
  • Eigenkapitalquote (CRR) bei 43,91 Prozent
  • Betriebsergebnis auf hohem Niveau (381,4 Mio. €) – Vorsorgereserven weiter gestärkt (300,3 Mio. €)
  • Top-Rating „AAA“ – Ratingagentur Fitch bestätigt erneut Bestnote
 

Hinweis

Seit November 2016 ist Eckhard Forst Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK.

Die NRW.BANK hat im Jahr 2014 Fördermittel in Höhe von rund 8,9 Milliarden Euro vergeben und liegt damit nur leicht unter dem Ergebnis von 2013 (Vj. 9,2 Mrd. €, - 4%). Hierbei entfielen auf das Förderfeld „Gründen & Wachsen“ 3,2 Milliarden Euro, auf das Förderfeld „Entwickeln & Schützen“ 1,4 Milliarden Euro und auf das Förderfeld „Wohnen & Leben“ 4,3 Milliarden Euro.
„2014 haben wir erneut ein stabiles Förderergebnis erreicht – ein Zeichen dafür, dass unsere Förder- und Finanzierungsangebote den Anforderungen des Marktes entsprechen“, sagte Klaus Neuhaus, Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK im Rahmen der Bilanzpressekonferenz. „Die NRW.BANK ist sehr gut aufgestellt, das haben auch der Stresstest im vergangenen Jahr sowie die Bestätigung der Bestnote AAA durch die Ratingagentur Fitch gezeigt.“

Gründen & Wachsen

Nach dem sehr positiven Ergebnis im Vorjahr stieg das Nettoneuzusagevolumen im Förderfeld „Gründen & Wachsen“ weiter an und übertraf mit 3,2 Milliarden Euro das Ergebnis des Vorjahres um neun Prozent (Vj. 2,9 Mrd. €). „Überall da, wo Menschen neue Unternehmen gründen oder bestehende auf Wachstumskurs bringen, unterstützt die NRW.BANK sie mit passenden Förderkrediten oder Eigenkapitalfinanzierungen“, erklärte Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. Ziel sei es, dass in Nordrhein-Westfalen keine gute Idee an der Finanzierung scheitere, so Stölting weiter. Das Förderthema „Gründung“ verzeichnete ein Nettoneuzusagevolumen von 520,8 Millionen Euro (Vj. 485,4 Mio. €, + 7%). Wesentlichen Anteil hieran hatte der NRW.BANK.Gründungskredit. Hier wurden 431,5 Millionen Euro neu zugesagt, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von acht Prozent (Vj. 398,3 Mio. €) bedeutet.

Auch das Förderthema „Mittelstand“ stieg mit einem Nettoneuzusagevolumen von 2,6 Milliarden Euro weiter an (Vj. 2,4 Mrd. €, + 9%). Insbesondere der NRW.BANK.Universalkredit – der sowohl für Gründungen als auch für Wachstumsfinanzierungen einsetzbar ist – hat mit einem Fördervolumen von 710,7 Millionen Euro seinen positiven Trend aus dem letzten Jahr fortgesetzt und stieg um 29 Prozent (Vj. 551,2 Mio. €). Er ist damit maßgeblich für das gute Ergebnis verantwortlich. Weiterhin volumenstärkstes Produkt in der Mittelstandsförderung ist der NRW.BANK.Mittelstandskredit. Er konnte trotz eines leichten Rückgangs immer noch ein Volumen von 1,4 Milliarden Euro verzeichnen (Vj. 1,5 Mrd. €, - 8%).

Der Mittelstand nutzt verstärkt seine Chancen auf Auslandsmärkten. Das zeigt sich auch im Förderthema „Außenwirtschaft“: 2014 verzeichnete das Programm NRW.BANK.Ausland erneut einen Zuwachs um 21 Prozent auf 49,8 Millionen Euro (Vj. 41,0 Mio. €).

Entwickeln & Schützen
Weiterhin erfolgreich behauptete sich 2014 das Förderfeld „Entwickeln & Schützen“: Mit einem Nettoneuzusagevolumen von 1,4 Milliarden Euro bleibt es in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 1,5 Mrd. €, - 2%). Den größten Anteil an diesem Ergebnis hatte das Förderthema „Umwelt/Klima/Energie“, dessen Nettoneuzusagevolumen mit 1,3 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau blieb (Vj. 1,3 Mrd. €). „Die Förderung der Energiewende bleibt ein wichtiger Förderschwerpunkt der NRW.BANK“, sagte Klaus Neuhaus. „Mit ihren Förder- und Finanzierungsprodukten sowie Beratung leistet die NRW.BANK ihren Beitrag, die Energiewende in Nordrhein-Westfalen voranzutreiben.“

Besonders positiv entwickelte sich das Programm NRW.BANK.Energieinfrastruktur: Mit einem Zuwachs von über 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, generierte das Programm insgesamt 415,1 Millionen Euro (Vj. 165,9 Mio. €). Auch der NRW/EU.KWK.Investitionskredit ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen: Mit einem Nettoneuzusagevolumen von 24,0 Millionen Euro verzeichnet er ein Plus von 98 Prozent (Vj. 12,1 Mio. €). Weniger nachgefragt wurde der NRW.BANK.Effizienzkredit. Das Programm generierte im Jahr 2014 ein Fördervolumen von 126,2 Millionen Euro (Vj. 149,9 Mio. €, -16%).

Im Förderthema „Innovation“ mit einem Nettoneuzusagevolumen von 54,0 Millionen Euro (Vj. 76,0 Mio. €, - 29%) dominierte der NRW.BANK.Innovationskredit mit 47,2 Millionen Euro Nettoneuzusagen (Vj. 46,2 Mio. €, + 2%).

Im Förderthema „Bildung“ mit einem Nettoneuzusagevolumen von 64,5 Millionen Euro (Vj. 59,8 Mio. €, + 8%) konnte sich vor allem das neu eingeführte Programm NRW.BANK.Moderne Schule etablieren. Mit dem neuen Programm stellt die NRW.BANK zinsgünstige Darlehen für Bau- und Modernisierungsmaßnahmen rund um Schulgebäude zur Verfügung. Es verzeichnete bereits im ersten Jahr ein Nettoneuzusagevolumen von 53,2 Millionen Euro.

Wohnen & Leben
„Wohnen & Leben“ ist nach wie vor das volumenstärkste Förderfeld. Das Fördervolumen lag hier bei 4,3 Milliarden Euro (Vj. 4,8 Mrd. €, - 12%). Den größten Anteil in diesem Förderfeld machte das Förderthema „Kommunen“ aus. Das Nettoneuzusagevolumen lag hier bei 2,3 Milliarden Euro (Vj. 2,8 Mrd. €, - 18%). Ein Grund für die schwächere Nachfrage in diesem Förderthema ist eine verbesserte Refinanzierungsbasis der Hausbanken, sodass das Globaldarlehen für Kommunen nicht mehr so stark nachgefragt wurde. Ein weiterer Grund ist eine Verschiebung aus dem Programm NRW.BANK.Kommunal Invest in das Programm NRW.BANK.Moderne Schule. Positiv entwickelte sich das erst Mitte Dezember 2014 eingeführte Programm NRW.BANK.Flüchlingsunterkünfte. Seit Start des Programms konnten bereits 21,2 Millionen Euro in dreieinhalb Monaten neu zugesagt werden, bis Ende 2014 waren es 2,7 Millionen Euro.

Das Förderthema „Wohnraum“ erreichte ein Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro und lag damit auf Vorjahresniveau (Vj. 1,4 Mrd. €). Einen Zuwachs von 17 Prozent konnte die Mietwohnungsförderung mit einem Nettoneuzusagevolumen von 393,4 Millionen Euro (Vj. 335,7 Mio. €) verzeichnen. Ein Großteil der gesamten bewilligten Mittel der sozialen Wohnraumförderung fällt insofern auf den Mietwohnungsbau, der damit – wie förderpolitisch erwünscht – der wichtigste Förderbaustein im Wohnraumförderungsprogramm ist. Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands: „Die für 2014 nochmals verbesserten Förderanreize haben damit ihre Wirkung erzielt.“

Das Nettoneuzusagevolumen in der Quartiersentwicklung wurde 2014 um mehr als 100 Prozent auf 67,9 Millionen Euro gesteigert (Vj. 26,0 Mio. €).

Das Nettoneuzusagevolumen des Förderthemas „Infrastruktur“ lag bei 569,1 Millionen Euro (Vj. 634,7 Mio. €, - 10%). Allerdings werden Infrastrukturmaßnahmen nicht nur im Förderthema „Infrastuktur“ unterstützt, sondern auch über Programme in den Förderthemen „Umwelt/Klima/Energie“, „Bildung“, „Kommunen“ und „Wohnraum“. Dietrich Suhlrie: „Insgesamt hat die NRW.BANK 1,7 Milliarden Euro in Infrastrukturmaßnahmen investiert – und damit mehr als 19 Prozent des gesamten Fördervolumens. So sichert die NRW.BANK die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes NRW, egal ob es um Quartiersentwicklung, Straßenbau oder um soziale Infrastrukturen geht.“ 

Das Programm NRW.BANK.Baudenkmäler verbuchte bis Ende 2014 ein Nettoneuzusagevolumen von insgesamt 39,6 Millionen Euro (Vj. 7,0 Mio. €, + > 100%). Das Programm NRW.BANK.Infrastruktur hatte ein Nettoneuzusagevolumen in Höhe von 120,2 Millionen Euro (Vj. 134,1 Mio. €, - 10%).

Ergebnis und Kennzahlen der NRW.BANK
Im Geschäftsjahr 2014 wies die NRW.BANK ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge/Bewertungsergebnis von 381,4 Millionen Euro (Vj. 400,7 Mio. €) aus, das oberhalb der Erwartungen lag. Die Bank nutzte das operativ gute Ergebnis für Maßnahmen zur Stärkung des aufsichtsrechtlich geforderten Eigenkapitals und der Risikotragfähigkeit. Zum 31. Dezember 2014 betrug die Bilanzsumme 143,8 Milliarden Euro (Vj. 145,3 Mrd. €). Das Geschäftsvolumen belief sich auf 162,5 Milliarden Euro (Vj. 164,0 Mrd. €). Die Werte lagen im Rahmen der Erwartungen. Die Quote des harten Kernkapitals stieg auf 40,09 Prozent (Vj. 37,37%). Die Eigenkapitalquote (CRR) lag bei soliden 43,91 Prozent.

Im EZB-Stresstest hielten sich die Eigenmittel der NRW.BANK auch unter Stressannahmen weitgehend konstant, und die Kernkapitalquote blieb weit oberhalb der vorgegebenen Mindestkennziffern. Betriebsergebnis und Gewinn vor Steuern waren in beiden Szenarien des Stresstests positiv.
 

Kontakt

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Gesatzki

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