NRW wächst in Teilen – Lage am Wohnungsmarkt verschärft sich, Wohnungsmarktbericht der NRW.BANK erschienen

//NRW wächst in Teilen – Lage am Wohnungsmarkt verschärft sich

Wohnungsmarktbericht der NRW.BANK erschienen

Düsseldorf/Münster, 12. Januar 2015

 

Nach vielen Jahren des Schrumpfens wächst die Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen durch die steigende Zuwanderung leicht. In den wachstumsstarken Kernstädten der Rheinschiene fehlt es an Wohnungen. Die Folge: Insbesondere bezahlbare Wohnungen für Haushalte mit unteren und mittleren Einkommen bleiben Mangelware. Weiter steigende Baulandpreise auf den angespannten Märkten verschärfen die Situation. Dies zeigt der Wohnungsmarktbericht NRW 2014 der NRW.BANK, der jetzt erschienen ist.

 

Seit 2011 ist die Zahl der Einwohner in Nordrhein-Westfalen um knapp 0,2 Prozent auf rund 17,6 Millionen Menschen gestiegen. Dieser Anstieg ist auf Zuwanderungsgewinne zurückzuführen. Regional gibt es aber große Unterschiede: Während die Arbeitsplatzzentren Düsseldorf, Köln und Münster sowie die Regionen Aachen, Bielefeld und Paderborn/Gütersloh wachsen, sinken im Ruhrgebiet, im Sauerland, in Südwestfalen und im östlichen Ostwestfalen die Einwohnerzahlen kontinuierlich.

 

Nachfrage kann nicht bedient werden
Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Wohnungsversorgung aus.
So stehen in den wachsenden Städten zu wenige nachfragegerechte Wohnungen bereit. Dabei mangelt es weiterhin vor allem an bezahlbaren Wohnungen. Neu gebaut wurden in den vergangenen Jahren vorrangig hochpreisige Wohnungen. Häufig sind nur wenige geeignete und daher teure Baugrundstücke verfügbar. Der Bau öffentlich geförderter Mietwohnungen bleibt daher wichtig, um die Versorgung mit preisgünstigem Wohnraum sicherzustellen. Solche geförderten Wohnungen  sind ausschließlich für Haushalte im unteren und mittleren Einkommensbereich bestimmt.

 

Wohnungsfertigstellungen in NRW
In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2013 rund 40.000 Wohnungen fertiggestellt – die meisten in den wachsenden Städten der Rheinschiene. In Köln trug der Wohnungsneubau dazu bei, dass der Wohnungsbestand von 2011 bis 2013 durchschnittlich pro Jahr um 0,5 % zunahm. Auch in Bonn (0,6 %) und Münster (1,2 %) lag die Neubautätigkeit über dem Landesdurchschnitt (0,4 %), in Düsseldorf jedoch trotz der hohen Nachfrage darunter (0,3 %). In Köln wurden von 2011 bis 2013 im jährlichen Durchschnitt rund 28 Prozent aller neu gebauten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern öffentlich gefördert, in Bonn und Münster jeweils rund 23 Prozent. In Düsseldorf waren es rund neun Prozent.

 

Mietniveau
Die Mieten für zur Neuvermietung anstehende Bestandswohnungen, die den weitaus größten Teil des Angebots ausmachen, stiegen von 2008 bis 2013 um rund sechs Prozent. Sie stiegen besonders in ohnehin schon teuren Regionen, am stärksten in der Rheinschiene, im Großraum Aachen und im Münsterland.

 

„Von den Mietsteigerungen sind die preisgünstigen Wohnungen überproportional betroffen“, erklärt Dietrich Suhlrie, Vorstand der NRW.BANK. „Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen bieten wir ein breites Spektrum an Förderangeboten für Investoren, um preisgünstige Wohnungen zu schaffen und Quartiere aufzuwerten.“


Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer – das Land NRW – bei der Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere in der Struktur-, Wirtschafts-, Sozial- und Wohnraumpolitik. Dazu bündelt sie Förderprogramme des Landes, des Bundes und der Europäischen Union und kombiniert sie mit eigenen Fremd- und Eigenkapitalprodukten sowie Beratungsangeboten. Sie arbeitet wettbewerbsneutral und im Hausbankenverfahren mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen.

 

Der Wohnungsmarktbericht ist online verfügbar unter www.nrwbank.de/wohnen

Kontakt

Caroline
Gesatzki

Pressesprecherin

Tel.:0 211 91741-1847

Fax:0 211 91741-1260

E-Mail:caroline.gesatzki@nrwbank.de

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