EIF, BMWi, NRW.BANK und LfA legen 200 Millionen Euro starken gemeinsamen Dachfonds für Mezzaninfinanzierungen auf

//Der Mezzanin-Dachfonds für Deutschland – Neue EU-Gelder für den deutschen Mittelstand

EIF, BMWi, NRW.BANK und LfA legen 200 Millionen Euro starken gemeinsamen Dachfonds für Mezzaninfinanzierungen auf

Düsseldorf/Münster, 22. Mai 2013

Der Europäische Investitionsfonds (EIF), das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), die LfA Förderbank Bayern (LfA) und die NRW.BANK haben einen gemeinsamen Dachfonds aufgelegt: den Mezzanin-Dachfonds für Deutschland (MDD). Damit gehen insgesamt 200 Millionen Euro an EU-, Bundes- und Landesmitteln in die deutsche Mittelstandsförderung – insbesondere auch nach Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die Partner betonten anlässlich der heute stattfindenden 7. Private Equity Konferenz NRW die Bedeutung der verbesserten Möglichkeiten für die Mezzaninfinanzierung in Deutschland.

 

John A. Holloway, Direktor des EIF und zuständig für das Transaction & Relationship Management, sagt: „Mit dem Mezzanin-Dachfonds für Deutschland will der Europäische Investitionsfonds mittelständischen Unternehmen in Deutschland den Zugang zu Kapital erleichtern. Hiermit können sie ihre Firmen weiter ausbauen und wachsen. Gerade in der heutigen Zeit, wo Wachstumsimpulse dringend benötigt werden, ist diese Initiative wegweisend.”

 

Das Investitionsvolumen des MDD beträgt insgesamt 200 Millionen Euro: NRW.BANK und LfA investieren je 16,67 Millionen Euro, das BMWi 66,66 Millionen Euro. Der EIF verdoppelt das gemeinsame Investment der deutschen Co-Investoren und hat als Hauptinvestor die Managementverantwortung für den MDD übernommen. Durch die Kooperation zwischen EIF, BMWi, NRW.BANK, und LfA hat der MDD einen deutlichen Hebeleffekt. Für jeden von den deutschen Institutionen investierten Euro werden voraussichtlich mindestens zwei Euro nach Deutschland und damit auch in die Wirtschaftsstandorte Nordrhein-Westfalen und Bayern zurückfließen.

 

„Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern können wir mit der Beteiligung am MDD die Kapitalausstattung von mittelständischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, stärken“, erklärt Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Damit wird der Mittelstand weiter gefestigt. Das wirkt sich positiv auf Wachstumsinvestitionen und Beschäftigung aus.“

 

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher, MdB: „Wir begrüßen, dass die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Europäischen Investitionsfonds (ERP/EIF-Dachfonds, European Angels Fund) nunmehr auf den für den deutschen Mittelstand wichtigen Bereich der Mezzanin-Finanzierung ausgedehnt wird.“

 

„Der Zweck des MDD ist die Beteiligung an privaten Mezzanin-Fonds, die hauptsächlich in den deutschen Mittelstand investieren wollen. Durch den Einsatz von Mezzanin-Kapital können die Mittelständler gleichzeitig die Vorteile von Eigen- und Fremdkapital nutzen, da die Eigenkapitalausstattung und damit das Rating verbessert wird, ohne dass dem Kapitalgeber Stimmrechte gewährt werden müssen. Der Unternehmer bleibt somit Herr im eigenen Haus“, erklärt LfA-Vorstandsvorsitzender Dr. Otto Beierl.

 

Der MDD hat bereits in zwei Fonds investiert: RiverRock Capital Partners, die bereits zwei Investitionen in Deutschland getätigt haben, sowie SME Mezzanine.

 

Weiterführende Information: Private Equity Konferenz NRW

Anlass der heutigen Vorstellung des MDD war die anschließend stattfindende
7. Private Equity Konferenz NRW. Unter dem Titel „Wer bezahlt die Energiewende? Neue Finanzierungsformen für die Energieversorgung von morgen“ kamen hier Vertreter der Private Equity Branche zusammen und diskutierten im Congress Center Düsseldorf mit namhaften Experten wie Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RWE Innogy GmbH, und dem Journalisten und Produzenten des Films „Mein Leben mit der Energiewende“ Frank Farenski über die Energiewende und ihre Finanzierung. Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, gab einen volkswirtschaftlichen Ausblick. Der EIF war hier mit einem Informationsstand zum MDD vertreten.

  

Über den Europäischen Investitionsfonds (EIF)

Der EIF unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), indem er Risiko- und Mezzaninkapital- sowie Garantieprodukte für Finanzinstitute entwickelt, die sich speziell an KMU richten. Hierbei fördert der EIF Ziele der Europäischen Union wie Innovation, Forschung und Entwicklung, Unternehmertum, Wachstum und Beschäftigung.

Alleine im Jahr 2012 hat der EIF im Bereich Private Equity/Venture Capital und Mezzanin über EUR 1,4 Mrd. zur Verfügung gestellt und ist 63 neue Kooperationen eingegangen. Auf dem europäischen Risikokapitalmarkt spielt der EIF eine zentrale Rolle und ist in rund 400 Fonds investiert. Im Garantiebereich hat der EIF im Jahr 2012 EUR 1,2 Mrd. kommittiert; dies entspricht einem Gesamtvolumen von EUR 6,2 Mrd. an neuen Kredite und Darlehen, von dem KMU profitieren können. Damit nimmt der EIF im europäischen Garantiemarkt eine führende Rolle ein.

 

Über die NRW.BANK

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie ist in den drei Förderfeldern „ Gründen & Wachsen“, „Wohnen & Leben“ und „Entwickeln & Schützen“ tätig. Von ihren Sitzen Düsseldorf und Münster aus unterstützt sie Unternehmen, Kommunen und Familien in NRW mit dem gesamten Spektrum kreditwirtschaftlicher Förderprodukte, von den Förderprogrammen des Landes, des Bundes und der EU über Fremdkapital- und Beratungsangebote bis hin zu Eigenkapitalfinanzierungen.

Im Jahr 2012 vergab die NRW.BANK Fördermittel in Höhe von rund 9,5 Milliarden Euro und steigerte ihr Fördervolumen im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent. Gleichzeitig erzielte sie damit das beste Neuzusagevolumen seit Errichtung der Bank.

 

Über das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Langfristiges und stetiges Wirtschaftswachstum auf Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft – das ist die wirtschaftspolitische Leitlinie der Bundesregierung. Eine wachsende Wirtschaft sorgt für gesellschaftlichen Wohlstand und sichert Zukunftschancen. Für die Umsetzung dieser wirtschaftspolitischen Leitlinie zeichnet in erster Linie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verantwortlich.

Triebfeder einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland ist der Mittelstand. Das BMWi setzt an vielen verschiedenen Hebeln an, um Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der mittelständischen Wirtschaft weiter zu stärken. Ein wichtiger Bausstein, damit der Mittelstand seine Chancen nutzen kann, ist eine gesicherte Finanzierung.

 

Über die LfA Förderbank Bayern

Die LfA Förderbank Bayern ist die staatliche Spezialbank für eine umfassende Wirtschaftsförderung in Bayern. Ihre Kernkompetenz liegt in der Unternehmensfinanzierung mit den Geschäftsfeldern Gründung, Wachstum, Innovation, Umwelt und Stabilisierung. Zielgruppe sind dabei mittelständische Unternehmen und Gründer. Um den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken, unterstützt die LfA im Geschäftsfeld Infrastruktur auch Kommunen.

Die grundsätzlich in Kooperation mit einer Hausbank angebotenen Finanzdienstleistungen der LfA umfassen zinsgünstige Förderkredite, Risikoübernahmen durch Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und Garantien sowie Eigenkapital über Beteiligungsgesellschaften aus der LfA-Gruppe (BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH, Bayern Kapital GmbH).

Im Geschäftsjahr 2012 vergab die LfA Förderbank Bayern Darlehen in Höhe von über 2,5 Milliarden Euro an rund 5.400 Unternehmen.

Kontakt

Caroline
Gesatzki

Pressesprecherin

Tel.:0 211 91741-1847

Fax:0 211 91741-1260

E-Mail:caroline.gesatzki@nrwbank.de

Sie erreichen uns Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr, Freitag 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie an Feiertagen und am Wochenende unter den oben genannten Kontaktdaten.

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