Fördervolumen steigt um 17 Prozent: NRW.BANK vergibt im Jahr 2012 Fördermittel in Höhe von 9,5 Milliarden Euro (Vj. 8,1 Mrd €)

//Bilanzpressekonferenz 2013

Bilanzpressekonferenz: NRW.BANK erzielt bestes Fördervolumen seit Errichtung der Bank

  • Fördervolumen steigt um 17 Prozent: NRW.BANK vergibt im Jahr 2012 Fördermittel in Höhe von 9,5 Milliarden Euro (Vj. 8,1 Mrd €)
  • 59 Prozent mehr Fördervolumen im Förderfeld „Entwickeln & Schützen“ (1,4 Mrd €, Vj. 857,9 Mio €)
  •  3,9 Mrd € Förderschub für die Energiewende in NRW
  • Gründungsförderung steigt um 48 Prozent (422,8 Mio €, Vj. 286,3 Mio €)

Hinweis

Seit November 2016 ist Eckhard Forst Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK.

Im Jahr 2012 vergab die NRW.BANK Fördermittel in Höhe von rund 9,5 Milliarden Euro und steigerte damit ihr Fördervolumen im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent (Vj. 8,1 Mrd. €). „Wir freuen uns, dass wir 2012 das beste Neuzusagevolumen seit Errichtung der Bank erzielt haben und damit Wirtschaft, Kommunen und Menschen in Nordrhein-Westfalen zur Seite stehen konnten“, sagte Dietmar P. Binkowska, Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK, heute auf der Bilanzpressekonferenz. Auch in Zukunft würden Förderbanken immer wichtiger werden – insbesondere um die langfristige Finanzierung des Mittelstands zu sichern und die Energiewende voran zu bringen, so Binkowska weiter.

 

Entwickeln & Schützen

Die größte prozentuale Steigerung gab es 2012 im Förderfeld „Entwickeln & Schützen“. Hier stieg das Fördervolumen um 59 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro (Vj. 857,9 Mio €). Treiber waren die Förderthemen  „Umwelt, Klima, Energie“ (1,2 Mrd €; Vj. 911,1 Mio €; +32%) und „Innovation“ (149,3 Mio €; Vj. 94,3 Mio €; +58%).

 

Gut angenommen wurden die effizienzbezogenen Programme, die die NRW.BANK im Zuge der Energiewende gestartet hat. So wurden beim NRW.BANK.Effizienzkredit, der Umwelt- und Klimaschutz in Unternehmen fördert, im letzten Jahr 90,8 Millionen Euro vergeben, beim Programm NRW.BANK.Elektromobilität waren es 6,8 Millionen Euro. Beim 2012 eingeführten Programm NRW.BANK.Gebäudesanierung betrug das Fördervolumen insgesamt 21,5 Millionen Euro. Auch die Programme der KfW Bankengruppe legten zu: So etwa das Programm KfW-Energieeffizient Sanieren um 44 Prozent (354,5 Mio €; Vj. 246,6 Mio €). Die gestiegene Nachfrage ist insbesondere auf die ganzjährig sehr guten Konditionen zurückzuführen, die weiter steigenden Energiepreisen gegenüberstanden. Der dadurch verbesserte Kosten-Nutzen-Effekt der Investitionen – vor allem bei der energetischen Gebäudesanierung –  bewirkte diese positive Entwicklung. Auch für Unternehmen wird es zunehmend sinnvoll, in Energieeffizienz zu investieren. „Unternehmen können durch Investitionen in Ressourcen- und Energieeffizienz nicht nur die Kosten langfristig senken, nachhaltiges Wirtschaften wird zunehmend auch zum Wettbewerbsfaktor“, so Binkowska.

 

Der Förderschub für die Energiewende in Nordrhein-Westfalen fiel insgesamt sogar noch größer aus: aus NRW.BANK- und KfW-Mitteln flossen 3,9 Milliarden Euro in Effizienzprojekte.

 

Gründen & Wachsen

Die Nachfrage nach günstigen Förderdarlehen im Förderfeld "Gründen & Wachsen“ stieg um 19 Prozent an – von 2,4 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,8 Milliarden Euro 2012. Die hierin enthaltene Gründungsförderung stieg sogar um 48 Prozent auf 422,8 Millionen Euro (Vj. 286,3 Mio €) – ein Zuwachs, der vor allem vom NRW.BANK.Gründungskredit getragen wird, dessen Zusagevolumen um 68 Prozent auf 335,7 Millionen Euro stieg (Vj. 200,4 Mio €). Die erhöhte Nachfrage ist insbesondere auf eine Verbesserung der Förderbedingungen zurückzuführen. So wurden die förderfähige Festigungsphase im Anschluss an die Gründung auf drei Jahre ausgeweitet und Gründungen durch Rechtsformwechsel in die Förderbedingungen mit aufgenommen.  

Beim NRW/EU.Mikrodarlehen umfasste das gesamte Zusagevolumen bis Ende des letzten Jahres 10,6 Millionen Euro, bei insgesamt 513 Zusagen. 2012 konnte bereits das 500. Mikrodarlehen an den Gründer Mark Broks, der mit seinem Unternehmen Smetrix im Bereich Social Media Marketing tätig ist, vergeben werden.

 

Die Mittelstandsfinanzierung stieg um 15 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro (Vj. 2,1 Mrd €). Besonders stark nachgefragt wurde das Flaggschiff der Förderbank: der NRW.BANK.Mittelstandskredit. Mit 1,5 Milliarden Euro (Vj. 1,1 Mrd €; + 44%) ist er erneut das volumenstärkste Programm im Bereich „Gründen & Wachsen“, gefolgt vom NRW.BANK.Universalkredit mit 486,2 Millionen Euro (Vj. 424,4 Mio €; + 15%). Auch hier wirkten sich Verbesserungen in den Programmbedingungen durch die Ausweitung der Einsatzmöglichkeiten und die Anhebung der zulässigen Kreditobergrenze für die Programme auf 10 Millionen Euro positiv auf die Nachfrage aus.

 

Wohnen & Leben

Volumenstärkstes Förderfeld war „Wohnen & Leben”. Hier konnte ein leichter Anstieg um neun Prozent verzeichnet werden: von 4,9 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2012. Ein deutliches Plus gab es insbesondere bei der Kommunalförderung: Sie stieg um 31 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro (Vj. 2,4 Mrd €). „Die NRW.BANK ist starker und zuverlässiger Partner der Kommunen in Nordrhein-Westfalen“, so Binkowska. „In Zeiten knapper Haushalte und niedriger Zinsen greifen die Kämmerer der Kreise, Städte und Gemeinden in NRW verstärkt auf zinsgünstige, langfristige Finanzierungen zurück, die die NRW.BANK zur Verfügung stellt.“ So erreichte etwa das Programm NRW.BANK.Kommunal Invest/PLUS ein Zusagevolumen von 210,5 Millionen Euro (Vj. 77,3 Mio €). Aus dem Programm werden zinsgünstige Darlehen für Investitionen von Kommunen in Nordrhein-Westfalen vergeben. Die hohe Nachfrage ist unter anderem auf das Auslaufen der Zuschussmittel aus dem Konjunkturpaket II zurückzuführen.

 

Auch in der Wohnraumförderung machte sich die Energiewende bemerkbar: Energieeffizienz war hier das prägende Thema. So erhöhte sich das Fördervolumen beim Programm KfW-Energieeffizient Bauen um 81 Prozent auf rund 389,0 Millionen Euro (Vj. 214,8 Mio €). Historisch günstige Zinsen und die Bedeutung der Immobilie als sichere Geldanlageform begünstigten diese Entwicklung.

 

Das Betriebsergebnis der NRW.BANK lag bei 445,0 Millionen Euro (Vj. 370,2 Mio €) und wurde nahezu vollständig zur Stärkung der pauschalen Vorsorgereserven und damit der Risikotragfähigkeit genutzt. Im Rahmen der Geschäfts-, Förder- und Risikostrategie wurde das Kapitalanlagegeschäft sukzessive weiter reduziert. Hierdurch sank die Bilanzsumme von 152,5 Milliarden Euro auf 149,1 Milliarden Euro. Die Kernkapi­tal­quote erreichte 39,9 Prozent (Vj. 12,5%). Dieser deutliche Anstieg ergab sich daraus, dass nunmehr das bilanzielle Eigenkapital nach Integration der ehemaligen Wohnungsbauförderungsanstalt voll angerechnet werden kann.  (s. Anlage und Finanzbericht)

 

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Gesatzki

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