Nachhaltige Förderung rückt in den Fokus - der strategische Schwerpunkt 2012 ist das Thema Umwelt/Klima/Energie

//Bilanzpressekonferenz 2012

Hinweis

Seit Mai 2014 ist Klaus Neuhaus Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK. Michael Stölting und Dietrich Suhlrie sind Mitglieder des Vorstands der NRW.BANK.

Düsseldorf/Münster, 19. März 2012

  • Nachfrage 2011 konstant: NRW.BANK vergibt 8,1 Milliarden Euro Fördermittel
  • NRW.BANK bleibt starker Partner für Kommunen und Mittelstand
  • Stärkste Nachfrage im Förderfeld Wohnen & Leben
  • Nachhaltige Förderung im Fokus - Strategischer Schwerpunkt für 2012: Umwelt/Klima/Energie
 

Das Fördervolumen blieb mit 8,1 Milliarden Euro im Jahr 2011 nahezu konstant auf dem hohen Niveau des Vorjahres (Vj. 8,2 Mrd €, -1,4%). „Wir freuen uns, dass wir wiederum Förderungen in dieser Höhe für Nordrhein-Westfalen bereitstellen konnten“, sagt Dietmar P. Binkowska, Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK.

Allein auf das Förderfeld „Gründen und Wachsen“ entfielen knapp 2,4 Milliarden Euro, was dem Vorjahresniveau entspricht. Während im ersten Halbjahr zunächst weniger Fördermittel, insbesondere vom Mittelstand, in Anspruch genommen worden waren, legte die Nachfrage im zweiten Halbjahr stark zu.
Insgesamt niedrige Kredithürden und eine gute Kreditversorgung durch Banken und Sparkassen sowie die gute Liquiditätssituation der Unternehmen dämpften zunächst die Nachfrage nach Förderkrediten. Die besonders günstigen Konditionen der Förderkredite und die sich weiter verstärkende Investitionsbereitschaft der Betriebe im zweiten Halbjahr führten dazu, das diese dann wieder deutlich stärker gefragt waren.

Gründungsfinanzierungen entwickelten sich über das ganze Jahr hinweg positiv. Fördermittel in Höhe von 286 Millionen Euro (Vj. 222 Mio €, +28,5%) spiegeln das lebhafte Gründungsgeschehen in Nordrhein-Westfalen wider. Insbesondere das Neuzusagevolumen des NRW.BANK.Gründungskredits legte deutlich zu. Gegenüber dem Vorjahr konnte hier ein Plus von 35 Prozent auf 200,4 Millionen Euro verzeichnet werden (Vorjahr: 148,0 Mio €) .

Der NRW.BANK.Mittelstandskredit bleibt das Flaggschiff in der Mittelstandsfinanzierung. Dieses volumen- und zusagenstärkste Programm stieg auf rund 1,1 Milliarden Euro (Vj. rd. 1,0 Mrd €, +3%).

Im letzten Jahr erfreute sich auch der NRW.BANK.Universalkredit großer Beliebtheit. Das Neuzusagevolumen stieg von 237 Millionen Euro auf 424,4 Millionen Euro, was einer Zuwachsrate von 79 Prozent entspricht. Besonders bemerkenswert ist der große Zuwachs der Zusagen auf 1.105 Stück (Vorjahr : 361 Stk., + 206%). Grund hierfür sind wichtige Ergänzungen in den regulatorischen Anforderungen des Programms. So wurde bereits Anfang des Jahres 2011 die Mindestkreditsumme für Haftungsfreistellungen auf 500.000 Euro gesenkt. Zusätzlich ist das Programm schon ab einem Volumen von 25.000 Euro erhältlich. Diese Maßnahmen wurden von den Unternehmen gut angenommen. Eine weitere Verbesserung stellt die Anhebung der Haftungsfreistellungsgrenzen von 5 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro dar. Diese Veränderung betrifft nicht nur den NRW.BANK.Universalkredit sondern auch den NRW.BANK.Mittelstandskredit.

Einen Anstieg konnte auch das NRW.BANK.Globaldarlehen Mittelstand verzeichnen. Von 190 Millionen Euro im Vorjahr stieg das Neuzusagevolumen auf 285 Millionen Euro (+ 50%). Mit Globaldarlehen stellt die NRW.BANK den Banken und Sparkassen günstige Refinanzierungsmittel für ihre Kredite an den Mittelstand zur Verfügung.

Im Förderfeld „Wohnen & Leben“ sagte die NRW.BANK im letzten Jahr rund 4,9 Milliarden Euro neu zu. Das entspricht einer Steigerung um 16 Prozent (Vj. rd. 4,2 Mrd €). „Wohnen & Leben“ ist damit das volumensstärkste Förderfeld mit der höchsten Steigerungsrate. Zusammengefasst sind hier die Themen Wohnraum, Kommunen und Infrastruktur.

Im Förderthema „Wohnraum“ gingen allerdings die Modernisierungsprogramme der KfW insgesamt zurück. Wesentliche Gründe hierfür waren unattraktivere Konditionen und die Reduzierung der Höchstbeträge. Das Programm KfW-Altersgerecht umbauen erlebte dahingegen einen Anstieg von 63 Prozent auf 33,9 Millionen Euro (Vj. 20,8 Mio €).

Das Neugeschäftsvolumen im Förderthema „Kommunen“ lag bei etwa 2,4 Milliarden Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent (Vj. rd. 1,6 Mrd €) gestiegen. Der NRW.BANK.Kommunalkredit, machte mit rund 2,0 Milliarden Euro 85 Prozent des Gesamtvolumens aus. Diese Zahlen zeigen: Die NRW.BANK steht den Kommunen auch weiterhin als starker Partner in allen Finanzierungsfragen zur Seite.

Ebenfalls positiv entwickelte sich die Infrastrukturfinanzierung. Lag sie im Vorjahr noch bei 412,8 Millionen Euro, betrug ihr Neuzusagevolumen im letzten Jahr 689,1 Millionen Euro (+ 66,9%). Zurückzuführen ist dieses Ergebnis auf einige großvolumige Finanzierungen in dem Programm NRW.BANK.Infrastruktur, wie beispielsweise eine Gasspeicherfinanzierung im westfälischen Epe.

Das Neugeschäftsvolumen im Förderfeld „Entwickeln und Schützen“ betrug 858 Millionen Euro, was einem Rückgang von 48,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Vj. 1,7 Mrd €). Eine der Ursachen hierfür war die Abschaffung des NRW.BANK.Studienbeitragsdarlehens. Da die volle Darlehenssumme für die gesamte Laufzeit bereits bei Zusage des Studienbeitragsdarlehens verbucht wurde, müssen jetzt die zugesagten, aber nicht mehr ausgezahlten Kredite vom Gesamtsaldo des Fördervolumens abgezogen werden. Aus diesem Grund war hier ein Neuzusagevolumen von -147,5 Millionen Euro zu verzeichnen (Vj. 71,8 Mio €, -306%). Hinzu kamen Programmänderungen bei den KfW-Programmen, die dazu führten, dass diese Produkte weniger nachgefragt wurden.

Neu eingeführt im Oktober 2011: der NRW.BANK.Effizienzkredit. Mit diesem Programm können Unternehmen Investitionen durchführen, die zu einer dauerhaften Steigerung der Energie- oder Ressourceneffizienz führen. Das Programm startete gut – bereits in den ersten Monaten nach Einführung wurden 6,0 Millionen Euro zugesagt. Es bietet attraktive Konditionen und eine schlanke Abwicklung.
„Das Förderthema ‚Umwelt/Klima/Energie’ ist unser Schwerpunkt für dieses Jahr“, so Dietmar P. Binkowska. „Wir wollen damit die Klimaschutzziele unterstützen und die Energiewende voran bringen.“

Das Betriebsergebnis der NRW.BANK lag bei 370,2 Millionen Euro im Vergleich zu 434,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die Kernkapitalquote erreichte 12,5 Prozent.

Kontakt

Caroline
Gesatzki

Pressesprecherin

Tel.:0 211 91741-1847

Fax:0 211 91741-1260

E-Mail:caroline.gesatzki@nrwbank.de

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